Titel

Bernhard Odehnal Gregor Mayer - Aufmarsch

Die rechte Gefahr aus Osteuropa

Rechtsradikale Parteien und neofaschistische Gruppen werden zu einem immer größeren Problem in den neuen Demokratien Mittel- und Osteuropas. Wahlerfolge in Ungarn und der Slowakei machen ebenso Schlagzeilen wie die blutige Jagd auf Minderheiten durch paramilitärische Gruppen oder Skinheads in Serbien oder Tschechien. Genaue Information über die rechtsextreme Szene im Osten tut not, um das Bedrohungspotenzial, das von ihr ausgeht, richtig einschätzen zu können. Die Korrespondenten Gregor Mayer und Bernhard Odehnal beobachten seit Jahren die wachsende Bedrohung – und sind dabei mitunter selbst in die Schusslinien geraten. In ihrem Buch beleuchten sie in Reportagen und Analysen die rechtsextreme Szene in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, in Serbien, Kroatien und Bulgarien. Sie haben vor Ort recherchiert und aus Gesprächen und Interviews Insiderinformationen gewonnen. Auf dieser Grundlage stellen sie die historischen und die ideologischen Hintergründe in den einzelnen Ländern dar und zeigen, wie gegen Roma, Juden und Homosexuelle gehetzt wird und wie diese rechtsextremistische Propaganda in den Mainstream einsickert. Sie stellen die neue Generation der Führer vor und verweisen auf die Querverbindungen zu rechtsradikalen Gruppen in Deutschland und Österreich, die auf die Schaffung einer Nord-Süd-Achse des „nationalen Widerstands“ hinarbeiten. Die Autoren benennen deutlich die Gefahr, die von dieser ultranationalistischen Agitation ausgeht – für die politische Stabilität der einzelnen Länder selbst wie für die Demokratie in der Europäischen Union insgesamt.

Erhältlich als

  • Hardcover
    Mit zahlreichen Fotos
    304 Seiten
    Format:140 x 220
    ISBN: 9783701731756
    Erscheinungsdatum: 17.02.2010
    21,90 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Autor
Bernhard Odehnal

geboren 1966 in Wien, studierte Slawistik und arbeitete für die Zeitschriften „Falter“, „profil“ und „Weltwoche“. 2003 wurde er mit dem Zürcher Journalistenpreis ausgezeichnet. Seit 2004 ist er Mitteleuropa-Korrespondent des „Tagesanzeiger“. Zuletzt erschienen: "Aufmarsch" (2010). 

Gregor Mayer

geboren 1960, studierte Philosophie und Mathematik in Graz und Wien. Seit Anfang der 1990er-Jahre berichtet er für „profil“, „Der Standard“ und die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus den Ländern Mittel- und Südosteuropas. In zahlreichen Reportagen beschrieb er die Kriege in Kroatien, Bosnien-Herzegowina und im Kosovo. Von 2003 bis 2005 leitete er das dpa-Büro in Bagdad. Seit 2005 ist er dpa-Sonderkorrespondent u.a. für den Nahen Osten. Er übersetzte Werke des ungarischen Schriftstellers István Eörsi (1931–2005) ins Deutsche, darunter den Essay-Roman "Hiob und Heine. Passagiere im Niemandsland" (Klagenfurt 1999). Er lebt in Belgrad und Budapest. Zuletzt erschienen: "Verschwörung in Sarajevo" (2014), "Ich ewiges Kind. Das Leben des Egon Schiele" (2018).

Pressestimmen

Mayer und Odehnal haben ein professionell geschriebenes, hochinformatives, sehr gut lesbares Buch vorgelegt.
FALTER, Anton Pelinka

... ein Buch, das auch im Rest Europas aufhorchen lassen sollte.
DEUTSCHLANDFUNK

Ein aufrüttelndes, wichtiges und politisch hintergründiges Werk.
NÜRNBERGER NACHRICHTEN, Thomas Brey

Mayer und Odehnal gehen bemerkenswert unaufgeregt an das Phänomen heran, halten immer abgeklärte, manchmal ironische Distanz. Die üblichen Umwege von Rechtsextremismusforschern, die gerne auflisten, wer sich mit wem getroffen hat und wer mit wem in welchem Beirat sitzt, haben die beiden nicht nötig. Als Journalisten gehen sie einfach zu den Rechten hin und reden mit ihnen. Und sie verfügen über Gespür für das Neue und einen klaren moralischen Kompass.
SÜDWEST PRESSE, Norbert Mappes-Niediek

...ebenso akribische wie mutige investigative Recherchen...
ORF Ö1

Odehnal und Mayer haben eine unglaubliche Arbeit geleistet.
WOZ, Susan Boos

...erschreckende Einblicke in die rechtsextreme Szene in Osteuropa.
TAGESSPIEGEL, Frank Jansen

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Sarajevo, 28. Juni 1914: Der serbische Gymnasiast Gavrilo Princip erschießt den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und dessen Gattin. Das Attentat dient der Habsburgermonarchie als Anlass, um Serbien anzugreifen – und führt damit geradewegs in den Ersten Weltkrieg. Was trieb den Todesschützen von Sarajevo an, was radikalisierte ihn und ließ ihn zum Attentäter werden? Im Mittelpunkt stehen Phänomene mit verblüffendem Aktualitätsgehalt: Okkupation, gescheiterte Staaten, Terrorismus. Gregor Mayer zieht Parallelen zwischen der damaligen weltpolitischen Unübersichtlichkeit – ihren dramatischen Umbrüchen und Modernisierungsängsten – und der heutigen Zeit.

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