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Coverabbildung von "Unverfügbarkeit"

Hartmut Rosa - Unverfügbarkeit

Ein fundiertes Plädoyer für eine Gesellschaft, die der Verfügbarkeit der Welt Grenzen setzt.

Das zentrale Bestreben der Moderne gilt der Vergrößerung der eigenen Reichweite, des Zugriffs auf die Welt: Diese verfügbare Welt ist jedoch, so Hartmut Rosas brisante These, eine verstummte, mit ihr gibt es keinen Dialog mehr. Gegen diese fortschreitende Entfremdung zwischen Mensch und Welt setzt Rosa die „Resonanz“, als klingende, unberechenbare Beziehung mit einer nicht-verfügbaren Welt. Zur Resonanz kommt es, wenn wir uns auf Fremdes, Irritierendes einlassen, auf all das, was sich außerhalb unserer kontrollierenden Reichweite befindet. Das Ergebnis dieses Prozesses lässt sich nicht vorhersagen oder planen, daher eignet dem Ereignis der Resonanz immer auch ein Moment der Unverfügbarkeit.

Erhältlich als

  • Klappenbroschur
    Aus der Reihe "Unruhe bewahren". 4. Auflage Juni 2019.
    136 Seiten
    Format: 140 x 220
    ISBN: 9783701734467
    Erscheinungsdatum: 04.12.2018
    19,00 inkl. MwSt.
  • E-Book
    Aus der Reihe "Unruhe bewahren"
    136 Seiten
    ISBN: 9783701745876
    Erscheinungsdatum: 04.12.2018

    Empfohlener Verkaufspreis
    13,99 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Autor
Hartmut Rosa

geboren 1965, ist Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie Direktor des Max-Weber-Kollegs in Erfurt. Für seine Werke erhielt er zahlreiche Preise, zuletzt den Tractatus-Essaypreis 2016 und den Erich-Fromm-Preis 2018. Zuletzt erschienen u. a.: „Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne“ (2005), „Beschleunigung und Entfremdung – Entwurf einer kritischen Theorie spätmoderner Zeitlichkeit“ (2013), „Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung“ (2016) und "Unverfügbarkeit" (2018).

Pressestimmen

Dieses Buch ist unbedingt lesenswert. Es ist gut geschrieben und steckt voller treffender Zeitdiagnosen.
[Quelle: Günter Kaindlstorfer, DEUTSCHLANDFUNK]

Der Entschleunigungsexperte Hartmut Rosa trumpft mit einem neuen Buch auf.
[Quelle: Sachbuch-Bestenliste von Deutschlandfunk Kultur, ZDF, DIE ZEIT, Platz 2]

Mit überzeugenden Beispielen belegt Hartmut Rosa in seinem gut lesbaren Essay, dass wir es bei der „Unverfügbarkeit“ mit einem zentralen Problem der Moderne zu tun haben. Er macht darüber hinaus deutlich, dass die Lösung des Problems nicht in der permanenten Verfügbarkeit besteht.
[Quelle: Michael Opitz, DEUTSCHLANDFUNKKULTUR]

Unverfügbarkeit ist soziologische Theorie, aber gefüllt mit vielen Beispielen.
[Quelle: Silke Weber, ZEITWISSEN]

(…) in einer zugänglichen und präzisen Sprache (formuliert).
[Quelle: Christopher Wimmer, TAZ]

Das Buch steckt voller treffender Zeitdiagnosen. Nach seiner Lektüre müssen wir uns von der Idee befreien, dass wir alles bekommen können. Und diese Einsicht ist ein Gewinn.
[Quelle: Dr. Marion Helen Stagars, CULTURAMA/ KULTURASPEKTE]

Mit dem Begriffspaar Verfügbarkeit/Unverfügbarkeit gibt uns Hartmut Rosa Werkzeuge an die Hand, zentrale Phänomene der gegenwärtigen Gesellschaft zu begreifen.
[Quelle: EUROPA-UNIVERSITÄT FLENSBURG zum Wettbewerb „Eine Uni – Ein Buch“]

Mit „Resonanz“, dem Gegenbegriff zur „Entfremdung“ in seinem Werk, bezeichnet der Soziologe eine Weltbeziehung, die sich gerade durch ihren Antwortcharakter auszeichnet und per se nicht verfügbar ist. (…) Hartmut Rosas Buch „Unverfügbarkeit“ kann allen Lehrkräften der Fächer Philosophie, Ethik oder Politik, die sich in ihrem Unterricht mit der Phänomenologie der Weltbeziehung in der Moderne auseinander setzen möchten, um den gesellschaftlichen Alltag besser zu verstehen, nur zur produktiven Lektüre empfohlen werden.
[Quelle: Marcel Remme, LEHRERBIBLIOTHEK.DE]

Ein mitreißender Essay, der so unterschiedliche Beispiel-Ebenen wie Dating-Apps, Wirtschaftswachstum, Stadt-Land-Gefälle, Schrittzähler oder Atomkraft durchleuchtet, und so düster endet, dass sich der Autor im Nachwort schon fast entschuldigt. (…) Das hat mich am Buch begeistert: Diese Klarheit der These, die zugleich ein unaufdringliches Plädoyer zu neuer Demut hält: Eben nicht alles im Griff haben zu wollen. (…) So wird ein Buch, das mit einer Gesellschaftsanalyse startet und viel Plausibilität enthält, zu einem Aufruf dazu, sich die Welt als Mysterium zu erhalten. Was gibt es Schöneres!
[Quelle: Stefan Weigand, LEBENDIGE SEELSORGE]

Die philosophischen, soziologischen und gesellschaftspolitischen Gedankengänge von Hartmut Rosa zu den Diskrepanzen des Verfügbaren und Unverfügbaren der Selbst- und Welterkenntnis führen durch schlingernde Pfade, werden zu Stopp- und Einbahnstraßen, aber auch zu Richtungsweisern für gegenwärtiges und zukünftiges Dasein.
[Quelle: Jos Schnurer, SOCIALNET]

Hartmut Rosa ist ein Meister in der Analyse moderner Entfremdungsdynamiken. Der Jenaer Soziologe bringt kollektive Gefühle und Sehnsüchte so präzise wie eigenwillig auf den Begriff.
[Quelle: Svenja Flaßpöhler, PHILOSOPHIE MAGAZIN]

Hartmut Rosas Überlegungen sind komplex […]. Damit lädt er zum Diskurs ein, ohne sich aufzudrängen. Im Gegenteil: Das Jonglieren von Gedanken macht seine Überzeugungen, aber auch seine Zweifel offensichtlich.
[Quelle: Maren Landwehr, WIENER ZEITUNG]

Die Lektüre ist sehr lesenswert. Das Buch ist präzise und leicht verständlich formuliert. Es eignet sich für jeden, der sich eine Diagnose unserer schnelllebigen und komplexen Zeit wünscht.
[Quelle: Alexandra Krohn, INVOLO]

Der Soziologe (…) führt mit dem Begriffspaar Verfügbarkeit/Unverfügbarkeit eine Perspektive ein, aus der heraus er gesellschaftliche Entwicklungen und Alltagsphänomene anschaulich beleuchtet.
[Quelle: Inga Gittermann, PHILOSOPHIE MAGAZIN]

Deutlich und bedrückend wird uns vor Augen geführt, wie der grenzenlose Wunsch nach Verfügbarkeit sein Gegenteil bewirkt: Die Welt entzieht sich uns, sie wird stumm, sie nimmt sogar neu geschaffene, „monströse“ Formen an. (…) Dies ist fürwahr kein positiver Ausblick, aber eine empfehlenswerte Analyse; und wir können gespannt sein, wozu Rosa diese Einsichten künftig führen werden.
[Quelle: Frank Dvorschak, ERZIEHUNGSKUNST]

Rosa entwirft ein Plädoyer für die Besinnung auf das Unverfügbare des menschlichen Lebens und damit auf die geistig-denkende Individualität des Menschen. (…) Ein zentrales und wichtiges Buch zum Verständnis der Spätmoderne.
[Quelle: Ulrike Geist, INFO3]