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Titel

Markéta Pilátová - Wir müssen uns irgendwie ähnlich sein

Jaromír war Maruškas große Liebe. Das war vor dem Krieg, bevor er nach Übersee floh und sie zurückließ, bevor er in Brasilien Luiza heiratete, die Tochter deutscher Auswanderer. Doch dann ist der Krieg zu Ende, die Kommunisten halten Einzug in Prag und Maruška erreicht ein Brief aus Brasilien – der erste von vielen Briefen von Jaromír. Den letzten erhält sie nach seiner Todesanzeige (der Kommunismus ist bereits Geschichte), als Luiza eines Tages vor ihrer Tür steht. „Wir müssen uns irgendwie ähnlich sein, wo er uns doch beide geliebt hat.“ Mit zwei jungen Frauen, Rückkehrer in dem Land, aus dem ihre Eltern ausgewandert sind, versuchen sie nun, die Teile ihres Lebens zu einem Ganzen zusammenzufügen. Markéta Pilátová erzählt von Lebenswegen voller Abbrüche und eine große Geschichte in vielen kleinen: von vier Frauen, die sich zurückzuerobern, was ihnen die Geschichte genommen hat: ein eigenes Leben.

Erhältlich als

  • Hardcover
    Aus dem Tschechischen von Michael Stavaric Redaktion Mirko Kraetsch
    208 Seiten
    Format:125 x 205
    ISBN: 9783701715244
    Erscheinungsdatum: 12.03.2010
    19,90 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Markéta Pilátová

geboren 1973 in Prag, Studium der Romanistik und Geschichte. Autorin, Übersetzerin und Journalistin. Sie leitet das Auslandsressort der tschechischen Wochenzeitschrift „Respekt“ und lebt in Prag. „Wir müssen uns irgendwie ähnlich sein“ ist ihr erster Roman, er wurde von Kritik wie Publikum in Tschechien gefeiert.

Pressestimmen
Am Ende können alle endlich die Vergangenheit in der Hand halten und den „Duft von Erinnerungen“ einatmen, die nicht mehr von der obligatorischen SahnebratenNostalgie einer heimwehkranken Exilgemeinde verpestet ist. „Das Leben ist schön. Zum Verrücktwerden schön. Nicht dass es so ist. Aber ich sehe es so“, schrieb einst Hrabal. Markéta Pilátova hat aus dieser schriftstellerischen Lebensmaxime einen schönen Roman gemacht.
FAZ, Sabine Berking

Man muss in der tschechischen Gegenwartsliteratur lange suchen, um
ein solch geglücktes Prosadebut zu finden
NZZ, Andreas Breitenstein

So kompliziert die Fabel dieses Romans klingen mag, so elegant und leichthändig verknüpft Markéta Pilátová diese Lebensläufe und zwei Kontinente miteinander, mit spielerischer Raffinesse. Ihr Debütroman lässt auf jeder Seite erkennen, dass sie die komplexe Leichtigkeit Milan Kunderas sehr genau studiert hat.
Kulturradio rbb, Sigrid Löffler

Markéta Pilátová, denken wir bald, webt eine ordentliche Menge Handlungsfäden, mit denen sie gelassen den Globus umspannt, kenntnisreich die Zeit des Krieges und die anschließende bleierne Zeit sowie die Gegenwart anstimmt. Vorzüglich entfalten sich dabei ihr leichter, doch besonnener und vertraulich wirkender Ton, ihr dezenter Charme und ihr Witz.
TITEL-MAGAZIN, Senta Wagner

Für ihr Buch bieten sich Pilatovas eigene Erfahrungen geradezu an. 1973 in Prag geboren, lebt sie heute in Südamerika. Für die studierte Romanistin und Journalistin ist es der erste Roman. Es ist ein bunter Flickenteppich, den die Autorin munter zwischen São Paulo und Prag hin- und herspringend ausbreitet.
BERLINER LITERATURKRITIK, Irma Weinreich
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