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Coverabbildung von "Zeiten der Scham"

Martin Pollack Gerhard Zeillinger (Hg.) Gerhard Zeillinger (Nachwort) - Zeiten der Scham

Essays und Reportagen

Das aufrüttelnde Vermächtnis eines großen Autors und Humanisten

Pollacks Buch „Zeiten der Scham“ versammelt Essays und Reportagen eines leidenschaftlichen Kämpfers für Demokratie und offene Gesellschaft. Der Band bietet eine sorgfältige Auswahl von Texten aus den letzten Jahren – packende Reportagen aus osteuropäischen Ländern wie der Ukraine, Belarus oder der Republik Moldau, aber auch Aufrufe zum Widerstand und bewegende Reden gegen das Vergessen des Holocaust. Immer wieder setzt sich Martin Pollack auch mit der schwierigen Geschichte seiner eigenen Familie auseinander. Und in seinen letzten, bereits von Krankheit gezeichneten Jahren hat er sehr persönliche Beobachtungen aus seinem geliebten burgenländischen Garten, Geschichten von Apfelbäumen, Jahreszeiten und allerlei Getier verfasst, die hier erstmals publiziert werden.

Erhältlich als

  • Hardcover
    2. Auflage September 2025
    288 Seiten
    Format: 140 x 215
    ISBN: 9783701718061
    Erscheinungsdatum: 16.06.2025
    28,00 inkl. MwSt.
  • E-Book
    256 Seiten
    ISBN: 9783701747535
    Erscheinungsdatum: 16.06.2025

    Empfohlener Verkaufspreis
    19,99 inkl. MwSt.
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Autor*innen
Martin Pollack

geboren 1944 in Bad Hall, gestorben am 17. 1. 2025 in Wien. Studium der Slawistik und osteuropäischen Geschichte. Übersetzer polnischer Literatur, Journalist und Autor, 1987–1998 Korrespondent des SPIEGEL in Wien und Warschau. Zahlreiche Preise, u. a.  Ehrenpreis des österr. Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln (2007) und Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung (2011). Lebte zuletzt im Südburgenland und in Wien. Im Residenz Verlag sind seine Essays „Kontaminierte Landschaften“ (2014), „Topografie der Erinnerung“ (2016) und posthum "Zeiten der Scham" (2025) erschienen.

Gerhard Zeillinger (Hg.)

geboren 1964 in Amstetten/NÖ, Studium der Germanistik und Geschichte in Wien, Literaturwissenschaftler, Historiker, Autor. Gemeinsam mit Martin Pollack hat Gerhard Zeillinger die Auswahl für den Sammelband "Zeiten der Scham" (2025) getroffen.

Gerhard Zeillinger (Nachwort)

geboren 1964 in Amstetten/NÖ, Studium der Germanistik und Geschichte in Wien, Literaturwissenschaftler, Historiker, Autor. Gemeinsam mit Martin Pollack hat Gerhard Zeillinger die Auswahl für den Sammelband "Zeiten der Scham" (2025) getroffen.

Pressestimmen

„Zeiten der Scham“ zeigt Martin Pollack noch einmal auf dem Höhepunkt seiner Kunst. Stilistisch präzise und unprätentiös demonstriert der Autor in diesen Texten was es heißt ein politischer Schriftsteller von Rang, vor allem aber auch ein anständiger Mensch zu sein.
[Quelle: Günter Kaindlstorfer, WDR]

Pollacks Texte [aus Zeiten der Scham] zeichnet eine große Sensibilität für die Würde jener aus, die nicht mehr selbst sprechen können. [...] Er wird zu einem Fürsprecher, nicht zu einem Besser-Sprecher.
[Quelle: Maike Albath, DEUTSCHLANDFUNK]

„Der Band „Zeiten der Scham“ ist das Vermächtnis des großen „Erinnerungsarbeiters“ Martin Pollack.
[Quelle: Bernd Melichar, KLEINE ZEITUNG]

Anschaulich, unmissverständlich und elegant formuliert: dieser Stil machte Martin Pollack zu einem Literaten ganz besonderer Art.
[Quelle: Ellen Presser, ILLUSTRIERTE NEUE WELT]

Ostschwärmerei und Mitteleuropakult bietet Pollack kein Futter. Seine[...] Imperative [waren]: „Interessiert euch! Schaut genau hin!“
[Quelle: Norbert Mappes-Niediek, FREITAG]

Wer diesen nüchternen Beobachter, der hellwachen Verstand, uneitle Formulierungsgabe und unverbrüchliche Hoffnung auf die Verbesserungsfähigkeit des Menschen vereinte, kennenlernen durfte, war von ihm beeindruckt. Wem die persönliche Begegnung nicht vergönnt war, kann das nun bei der Lektüre nachvollziehen.
[Quelle: Wolfang Huber-Lang, APA]

Unbeugsamer Aufklärer und Kämpfer gegen die Unterminierung Europas durch Ignoranz und rechtsradikale Mobilisierung. Zeiten der Scham ist nicht nur das Dokument eines unbeugsamen Aufklärers, der „Unwissen abbauen“ und der Unterminierung Europas durch Ignoranz und rechtsradikale Mobilisierung „Einheit gebieten“ will. Es zeigt auch einen Menschen, der sich gegen die destruktiven Kräfte stemmt (...)
[Quelle: Katharina Raabe, DER STANDARD]

Martin Pollack verdanken wir vieles, nicht zuletzt den klaren Blick auf die österreichische Mentalität des Verharmlosens, Vergessens und Verschweigens, wie er sich in „Zeiten der Scham“ entfaltet.
[Quelle: Cornelius Hell, DIE PRESSE]

Nicht nur bewegende Essays und Reportagen befinden sich in dem sorgfältig von Gerhard Zeilinger edierten Band, er transportiert auch den Kosmos eines Schriftstellers, der ebenso genau wie schonungslos sich selbst gegenüber gearbeitet hat.
[Quelle: Sylvia Treudl, BUCHKULTUR]

 

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