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Erzählende Literatur 205 Titel

Coverabbildung von "Kilimandscharo zweimeteracht"

Max Blaeulich - Kilimandscharo zweimeteracht

Österreich-Ungarn am Vorabend des Ersten Weltkriegs: Vier Weiße machen sich auf nach Uganda, jeder der vier mit eigenen Zielen. Stackler zum Beispiel, der Physiologe, vermisst Afrika über die Körperteile seiner Ureinwohner und ist auf der Suche nach Monstrositäten. Eine solche findet er in seinem Träger – zwei Meter acht groß -, den er kurzerhand Kilimandscharo nennt und für seine rassenkundlichen Forschungen mit nach Wien nimmt. Bis Stackler das Interesse verliert, das Aufsehen in der Wiener Gesellschaft abklingt und er Kilimandscharo zurückschickt: entwürdigt, entwurzelt, in Trachten-Lederhosen mit Hirschhornknöpfen. Wie im Falle Stackler kommt auch in den Forschungsinteressen aller anderen bald ein privater Wahn zum Vorschein, der keine Rücksichten mehr kennt, geprägt ist von Rassismus und kolonialistischem Herrenmenschengehabe und der Anmaßung zivilisatorischer Überlegenheit. Max Blaeulich entwirft in diesem kühnen Roman auf der Grundlage historischen Materials das Bild einer zutiefst dekadenten Gesellschaft, die die großen Katastrophen, in denen sie untergehen sollte, aus der Pervertierung ihrer Werte selbst hervorbringt. So ist der so genannte wilde Kontinent, das Ziel der Reise, zugleich auch der Ort, an den sie zurückkehrt.

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  • Hardcover
    256 Seiten
    Format: 110 x 190
    ISBN: 9783701714247
    Erscheinungsdatum: 01.09.2005
    19,90 inkl. MwSt.
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Coverabbildung von "Vanitas oder Hofstätters Begierden"

Evelyn Grill - Vanitas oder Hofstätters Begierden

Roman

Nicht Liebe war es, was den aufstrebenden Juristen Alois Hofstätter in die Ehe mit der Schauspielerin Olga trieb, der ein ganzes Stück älteren Witwe eines verstorbenen Klienten: es waren ihr Ansehen und ihr Vermögen, ihre leicht angereifte erotische Ausstrahlung und der nicht zu vernachlässigende Umstand, daß sie ein Kind von ihm erwartete. Hofstätters wahre und ewige Liebe gilt der Kunst und seine Leidenschaft dem Spiel, seit er kurz und glücklos einem jungen Mann verfiel, der seine Begierden nicht nur auf sich selbst, sondern auch ins Kasino zu lenken wußte. Die Gattin hält ihn schuldenfrei, und das Kind ist mittlerweile zu einem Jüngling herangewachsen, an dem sich die Sinne des praktizierenden Ästheten schadlos halten können, an dem sie einen Ausgleich finden für die körperlichen und seelischen Zumutungen der welkenden Gefährtin. Doch das Gefüge der großbürgerlichen Scheinwelt, welche die dekadenten Eitelkeiten der beiden befriedigt, ist brüchig: im Spannungsverhältnis zwischen äußerlicher Repräsentation und dem inneren Ungenügen, ja der immer weniger zu unterdrückenden Feindschaft, wachsen sich die Konflikte eines „falschen“ Lebens zu einem erbitterten Machtkampf aus, der schließlich in die Katastrophe führt. Mit schonungslosem Blick zeichnet Evelyn Grill das Porträt eines ebenso kaltschnäuzigen wie bemitleidenswerten Dandy, dem die Ästhetisierung des Alltags die Erziehung der Gefühle ersetzt. Die angemessene Empörung über das amoralische Verhalten ihres Protagonisten liefert die Autorin nicht mit; sie muß Sache des Lesers bleiben.

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  • Hardcover
    192 Seiten
    Format: 110 x 190
    ISBN: 9783701714056
    Erscheinungsdatum: 01.01.2005
    19,90 inkl. MwSt.
  • E-Book
    192 Seiten
    Format: 110 x 190
    ISBN: 9783701743810
    Erscheinungsdatum: 01.01.2005

    Empfohlener Verkaufspreis
    7,99 inkl. MwSt.
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Coverabbildung von "Die schwangere Madonna"

Peter Henisch - Die schwangere Madonna

Josef Urban will nichts als davon, da kommt ihm das Auto, an dem der Schlüssel steckt, durchaus gelegen. Dass es nicht seines ist, berührt ihn fürs Erste ebenso wenig wie der Umstand, dass er keinen Führerschein besitzt. Allerdings muss er bald bemerken, dass auf dem Rücksitz ein Mädchen schläft. Als sie kurz aufwacht, fordert er sie auf, auszusteigen, aber sie will nicht. Maria ist Schülerin und Geliebte des Religionslehrers, dem das Auto gehört, außerdem ist sie schwanger. Mit dem Bestohlenen hat sie wenig Mitleid. Urbans Fluchtversuch hingegen kann sie etwas abgewinnen. Die Grenze ist näher, als man glaubt, unversehens sind die beiden in Italien. Josef findet immer mehr Gefallen an der Fahrt und seiner jungen Begleiterin. Aber er kann nicht umhin, sich auch für sie verantwortlich zu fühlen; eine im Prinzip undankbare Rolle, zumal sie nicht leicht von der des absurd Liebenden zu trennen ist. Peter Henisch erzählt die Geschichte einer unerwarteten Begegnung, einer aus dem Zufall entstandenen Zweckgemeinschaft, die für den männlichen Part zur Obsession wird. Ein Roadmovie, das sich kreuz und quer durch die Literaturlandschaft bewegt und doch mit tragikomischer Konsequenz auf sein Ziel zu steuert: dem Finale vor dem Fresko der Madonna del Parto, der Schwangeren Madonna.

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  • Hardcover
    352 Seiten
    Format: 110 x 190
    ISBN: 9783701714230
    Erscheinungsdatum: 01.01.2005
    22,90 inkl. MwSt.
  • E-Book
    352 Seiten
    Format: 110 x 190
    ISBN: 9783701742240
    Erscheinungsdatum: 01.01.2005

    Empfohlener Verkaufspreis
    9,99 inkl. MwSt.
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Coverabbildung von "Adalbert Stifters Liebespost"

Adalbert Stifter Margit Schreiner (Vorwort) - Adalbert Stifters Liebespost

Von Liebesleid und Gattenglück

Ausgerechnet die Liebe hat Adalbert Stifter, den Dichter der stillen Harmonie, in eine Krise gestürzt, aus der er sich sein Leben lang nicht mehr befreien konnte: Als junger Student verliebt er sich in Fanny, ein aufgewecktes, liebreizendes Geschöpf. Die Erfüllung bleibt ihm freilich verwehrt, die Mutter Fannys und nicht zuletzt er selbst stehen dem Glück im Wege. Enttäuscht sucht er dieses Glück bei einer anderen, einer Frau niederen Standes, der beinahe analphabetischen Amalie. Er verspricht ihr die Ehe, ist sich nicht sicher, nimmt einen letzten Anlauf und scheitert. Am Ende war er mit Amalie 31 Jahre lang verheiratet. Stifters Liebespost erzählt die Geschichte zu einem Roman, den nur er selbst hätte schreiben können. Ein Roman über lebenslanges Liebesleid und ein bescheidenes kleines Gattenglück. Und sie erzählen vom Wetter da, vom Wetter dort, vom Essen zu Mittag, vom Essen am Abend, von der Sorge um seine Kakteen und das Hündchen Putzi. Das Unscheinbarste erinnert ihn an die „geliebteste theuerste Gattin“, das Alltäglichste ist ihm Anlass, ihr seine ewige Liebe zu erklären. Diese Briefe sind so kitschig wie abgründig, so biedermeierlich wie exzessiv, so witzig wie katastrophal. Und sie sind zugleich die beste und wahrste Biografie über Adalbert Stifter.

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  • Hardcover
    Mit einem Vorwort von Margit Schreiner. Hrsg. von Günter Eisenhuber
    192 Seiten
    Format: 110 x 190
    ISBN: 9783701714254
    Erscheinungsdatum: 01.01.2005
    19,90 inkl. MwSt.
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Coverabbildung von "Die Sonne war ein grünes Ei"

H. C. Artmann - Die Sonne war ein grünes Ei

Von der Erschaffung der Welt und ihren Dingen

Im Anfang war … – Was es war und wie es war, das zu berichten ist anderen Büchern vorbehalten. Aber wie es gewesen sein könnte, uns das zu erzählen ist niemand berufener als der Dichter dieser sagenhaft phantastischen Geschichten. Sagen, Legenden, Mythen oder Märchen? Ja und nein. Es sind Erzählungen von der Erschaffung der Welt und davon, wie es weiterging. Sie werden staunen, was Moses und Darwin uns alles verschwiegen haben!

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  • Hardcover
    160 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701713738
    Erscheinungsdatum: 01.08.2004
    15,00 inkl. MwSt.
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Coverabbildung von "Die kleine Figur meines Vaters"

Peter Henisch - Die kleine Figur meines Vaters

Roman

Jetzt, da ich hier sitze und schreibe, die Geschichte meines Vaters, MEINE Geschichte meines Vaters zu schreiben versuche, ist mir zweimal hintereinander der gleiche Tippfehler passiert. Ich möchte, habe ich geschrieben und deswegen zweimal ein neues Blatt in die Schreibmaschine eingespannt, daß du mir MEINE Lebensgeschichte erzählst …

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  • Hardcover
    Aktualisierte Neuausgabe mit Fotos
    272 Seiten
    Format: 125 x 205
    Erscheinungsdatum: 01.08.2004
    15,00 inkl. MwSt.
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Coverabbildung von "Nachtseitiges"

Julian Schutting - Nachtseitiges

Der Mensch ist des Menschen Wolf, davon erzählen nicht zuletzt die Märchen. Allerdings wissen sie die unzumutbare Wahrheit schonungsvoll zu verhüllen. Wie wäre es, fragt sich Julian Schutting, wollte man etwas von dem, was an Gräßlichkeiten, an lokalen Tragödien tagtäglich geschieht und in Bild und Ton zu den Kindern dringt, in Märchenform erzählen? Könnte dies die Wahrheit tragbarer, ertragbarer, wenn schon nicht erträglich machen?

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  • Hardcover
    180 Seiten
    Format: 14 x 22
    ISBN: 9783701713677
    Erscheinungsdatum: 01.03.2004
    17,90 inkl. MwSt.
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Coverabbildung von "Henndorfer Pastorale"

Carl Zuckmayer - Henndorfer Pastorale

Sommer 1970, Henndorf bei Salzburg: Carl Zuckmayer, der viele Jahre hier gelebt und gearbeitet hat und sein geliebtes Haus einst unfreiwillig verlassen mußte, wird als Ehrengast empfangen und gefeiert. Er selbst feiert ein Wiedersehen mit der vertrauten Landschaft, mit alten Freunden und Nachbarn, und findet Trost in der Erkenntnis, daß die Erinnerung wach bleibt. … und schon bin ich ganz im Henndorfer Märchenzauber eingefangen, – in den sich zugleich ein Hauch von mythischer Trauer mischt, –: nicht um ein „verlorenes Paradies“, – das ist nur ein Wort, und nichts wirklich Gelebtes ist verloren, sondern um die Toten, die allgegenwärtigen, die uns lautlos begrüßen …

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  • Hardcover
    112 Seiten
    Format: 110 x 190
    ISBN: 9783701713875
    Erscheinungsdatum: 01.01.2004
    12,00 inkl. MwSt.
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Coverabbildung von "Im Schatten der Burenwurst"

H. C. Artmann - Im Schatten der Burenwurst

Skizzen aus Wien

Er ist inzwischen legendär: Zorro, der Rächer der Würstelmänner, der einem »nadelgestreiften« Kunden, welcher die Unterstellung verlauten ließ, die dargebotene Burenwurst bestünde aus Roßfleisch, kurzerhand mit der Senfspritze ein großes gelbes Zett aufs feine Tuch applizierte. »Der Dezentling mit dem fatalen Senfzett an der Sakkobrust jaulte auf wie der Werwolf von London. Das paßte hübsch in die laue Vollmondnacht, verbreitete einen herben Hauch gruseliger Romantik und brachte nebenbei einen kleinen Menschenauflauf zustande.« Nicht in allen diesen Geschichten aus Wien geht es um die Wurscht: auch ein »schönes Schnitzerl«, eine gekochte Hauskatze oder einen Kellerratz in Pfeffersoß darf man erwarten, und in besonders windigen Lokalen mit arabischem Koch werden Blindschleichen als Aale aus dem indischen Ozean verkauft. Das Café Hawelka, dem hier ein literarisches Denkmal gesetzt wird, kredenzt Nußbeugeln und Melangen. Im Hause der Frau Amtsrat Melanie Reißfleisch wiederum dürfen sich Menschenfresser und andere zwielichtige Aus-länder keine Kost und schon gar kein Logis erwarten. Ausgerechnet in Berlin erschien, gesammelt und herausgegeben von Gerald Bisinger, die erste Buchausgabe dieser Prosastücke, die H. C. Artmann (zum überwiegenden Teil) vor mehr als vierzig Jahren für die Wochenendausgabe des »Neuen Kurier« schrieb. Jahre später inspirierten die ebenso grotesken wie realitätsnahen Genrebilder aus dem Wiener Kleinbürgerleben den Zeichner Ironimus zu seiner kongenialen Interpretation der »Skizzen aus Wien«.

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  • Hardcover
    Mit Zeichnungen von Ironimus. Neuauflage
    160 Seiten
    ISBN: 9783701713608
    Erscheinungsdatum: 01.01.2003
    14,90 inkl. MwSt.
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Coverabbildung von "Ein Stück des blauen Himmels"

Helmut Eisendle - Ein Stück des blauen Himmels

Einmal im Jahr, an ihrem Hochzeitstag, treffen sich Estes und Sophie in Venedig, lassen eine Ehe wieder aufleben, die keine mehr ist. »Als Mann liebt man die Erinnerung«, meint Estes, und schließlich haben sie doch zwanzig Jahre miteinander verbracht. Zuvor ist Sophie mit Schubert nach Venedig gefahren: keine Liebesreise im engeren Sinn, sie gewähren einander nicht einmal das Du-Wort, und doch betrachten sie sich als ein Paar: Sophie hatte Schubert das Leben gerettet nach seinem ersten Selbstmordversuch. Monate später steht er auf, duscht, rasiert und frisiert sich, zieht seinen schwarzen Anzug an, nimmt seine Winchester, lädt sie durch, legt die 3. Symphonie von Rachmaninow auf den Plattenteller, trinkt einen dreifachen Kognak, legt sich – das Gewehr neben sich – aufs Bett, nimmt eine Überdosis Veronal und erstickt an Schluckkrämpfen: eine seltsam traurige Geschichte. Estes fühlt sich verantwortlich für Schuberts Tod: Er hat von seinem Leiden am Leben gewußt und hätte etwas unternehmen sollen. Während andere Schuld allzu gerne von sich weisen, versucht Estes sie beinahe manisch an sich zu reißen. Er kann und will sich nicht abfinden mit dem Unausweichlichen in der Tat seines Freundes, bis ihm selbst der Tod empfindlich nahe rückt.

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  • Hardcover
    120 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701713561
    Erscheinungsdatum: 01.01.2003
    14,90 inkl. MwSt.
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