Paar bricht die Handlung raffiniert durch zahlreiche Rückblenden und ergänzt die Zeit bis 1938 somit durch eine reflektierende Perspektive, die mit einem tiefen Blick in die Seele, in herrschende Denkmuster, Ideologien und Trauer verbunden ist.
[Quelle: Maria Renhardt, DIE FURCHE]
Tanja Paar [ist] die Studie einer Epoche vor der Kulisse eines einstigen Urlaubsparadieses gelungen, die in vergleichbarer heimischer Literatur noch nicht in dieser Weise herausgearbeitet wurde: Die unvorstellbare Armut breiter Kreise der Bevölkerung und die zunehmende Reizbarkeit der Menschen im Angesicht von Ausweglosigkeit und drohendem politischen Unheil. Es könnte so gewesen sein, am Semmering. Und so ähnlich war es wohl auch.
[Quelle: Stefan May, Ö1]
Paar [...] zeichnet in ihrem dritten Roman ein liebevolles und detailgenaues Bild dieser kleinen Welt der kleinen Leute, in dem mit viel Lokalkolorit die mondäne Welt des Semmerings gezeichnet wird.
[Quelle: Karin Waldner-Petutschnig, KLEINE ZEITUNG]
Tanja Paar bettet die Handlung ihres Romans in die Irrungen und Wirrungen der österreichischen Zeitgeschichte. Die Bürgerkriegskämpfe zwischen „Roten“ und „Schwarzen“ im Februar 1934 sind ebenso Thema, wie die Umtriebe der illegalen Nazis während der Ständestaatdiktatur.
[Quelle: Günter Kaindlstorfer, Ö1 LEPORELLO]
Ein stilles und unaufgeregtes, dafür umso eindringlicheres Stück Literatur. Der Alltag der kleinen Leute wird einfühlsam und ohne imposante Erzählgesten geschildert.
[Quelle: Günter Kaindlstorfer, SWR KULTUR]
Mit „Am Semmering“ legt Tanja Paar einen fein gewobenen zeitgeschichtlichen Roman vor. (…) ein plastisch erzählter zeithistorischer Roman über Liebe und Krisen, Armut und Lust, Befreiung und Repression.
[Quelle: Alexander Kluy, DER STANDARD]
Tanja Paar entwirft das Panorama des Zusammenlebens unterschiedlicher Schichten in einer außergewöhnlichen Umgebung und schwierigsten Umständen.
[Quelle: Wolfgang Huber-Lang, APA]
Wunderbar wird der Roman vom authentischen Klang der Sprache getragen, stilsicher nachempfunden und zum Leben erweckt. Die Sprachmelodie trägt wunderbar durch den Alltag, die kleinen Sorgen und die großen Umbrüche. Tanja Paar zeichnet ein persönliches, wortgewandtes und eindringliches Portrait von Menschen, die keine Held*innen waren und dennoch unweigerlich politisiert werden.
[Quelle: Eva-Marie Mallmann (rockchickdeluxe), INSTAGRAM]