2024 las Bryla einen Auszug beim Bachmannpreis, jetzt steht der autofiktionale Roman sehr verdient auf der Longlist des Österreichischen Buchpreises. (...) „Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich“ sind zwei Bücher in einem, die Bryla wie zwei Manuskriptseiten, die man zeilenweise auseinandergeschnitten hat, ineinanderschiebt und kunstvoll miteinander verflicht.
[Quelle: Veronika Schuchter, DIE FURCHE]
Schon jetzt eines der großen Werke der europäischen Erinnerungsliteratur.
[Quelle: Marko Martin, WELT AM SONNTAG]
Kaśka Bryla hat jetzt ein Buch vorgelegt, das sich wegliest, als hätte sie tatsächlich nur einen Sommer gebraucht, es zu schreiben, so leicht fließt das. Aber wenn etwas leicht fließt, kann man als Leser sicher sein, dann stecken wirklich drei Jahre harter Arbeit drin. Jahre, die sich gelohnt haben. Entstanden ist ein Buch, das die Leserinnen und Leser eben auch in einen Sommer mitnimmt, der heute schon fernste Geschichte zu sein scheint. Obwohl wir damals alle nicht wussten, ob das gut ausgeht.
[Quelle: Ralf Julke, LZ]
[...] ein allumfassendes Plädoyer für Solidarität, soziale Verantwortung und Geschichtsbewusstsein.
[Quelle: Raffael Leitner, DER STANDARD]
Dieses Buch ist laut und leise gleichermaßen. Laut in seiner politischen Botschaft, in den Reflexionen und dem Philosophieren, im Widerstand gegen herrschende Strukturen und menschenfeindliche Systeme. Leise in den Zwischentönen, in der Verzweiflung, der Liebe, der Sehnsucht, der Frustration, der Trauer und dem Verlust – und in der feinfühligen Reise in vergangene und gegenwärtige Beziehungen des Menschseins.
[Quelle: Stefanie Klamuth, TAGEBUCH]
In Kaśka Brylas Roman Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich entfaltet sich eine atemlose Erzählung. Nicht nur oberflächlich betrachtet ist sie das Sinnbild für eine Erzählerin, die kaum Luft bekommt.
[Quelle: Marlen Hobrack, DER FREITAG]
Mainstream der Minderheiten.
[Quelle: Thomas Palzer, DEUTSCHLANDFUNK]
Kein Punkt, nur Leben.
[Quelle: KURIER]
(…) Was die Handlung zudem bereichert, sind die historischen Fakten. Wie nebenbei erfährt man von der wechselvollen Geschichte Polens im 20. Jahrhundert, dem schwierigen Verhältnis zur Ukraine und zum stalinistischen Russland in diesem vielschichtigen, zu Herzen gehenden Roman.
[Quelle: Monika Vasik, DIE PRESSE]
Und so pendelt "Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich" zwischen sehr unterschiedlichen Polen. (...) Wofür hat der Vater gekämpft? Was ist der Tochter wichtig? Lassen sich beider Erfahrungen und Überzeugungen vergleichen? Am Ende muss man freilich zugeben: Was dabei mit dem meisten Herzblut erzählt wird, ist die immer stärkere Beziehung der Erzählerin zur Krähe Karl. Die hat freilich ein Ablaufdatum. Denn seine Pflegemutter weiß: Karl gehört in den Himmel und unter seinesgleichen. Tränen werden dennoch vergossen.
[Quelle: Wolfgang Huber-Lang, APA]
Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich ist ein Roman über das Sprechen, wenn Schweigen keine Option ist, über das Hören, wenn Nähe nur noch als Echo existiert, und über die Möglichkeit, im verletzlichen Anderen - ob Mensch oder Tier - etwas zu erkennen, das uns verbindet. In dieser stillen, unhierarchischen Verbundenheit liegt die Kraft des Buches: die Einsicht, dass Resilienz nicht im Überwinden liegt, sondern im Weitermachen.
[Quelle: Barbara Seidl-Reutz, LITROBONA]
Kunstvoll verwebt Kaśka Bryla unterschiedliche Handlungsstränge, Gespräche und Zeitebenen miteinander, stellt die eigene queere Biografie in Beziehung zu den Erzählungen ihres Vaters, verbindet Vergangenes mit Gegenwärtigem, mit europäischer Abschottungspolitik, Grenzkontrollen, Unterdrückung von Minderheiten [...]. Ganz große Literatur.
[Quelle: Naomi Lobnig, an.schläge]
Ein Roman von großer emotionaler und politischer Wucht, der das Private und das Historische kunstvoll verschränkt. Kaśka Bryla erzählt mit Zärtlichkeit, Widerständigkeit und einem wachen Blick für die Ambivalenzen von Erinnerung. Bewegend, fordernd und unbedingt lesenswert!
[Quelle: Silke Willmy, @wassilkeliest INSTAGRAM ]
Was für ein Buch, so emotional, persönlich und ergreifend auf ganz vielen Ebenen – eines der ganz besonderen Neuerscheinungen in diesem Jahr.
[Quelle: Nicole Koppandi, @leserin INSTAGRAM ]
Kaśka Brylas „Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich“ ist ein einzigartiges Gewebe aus bewegenden, schmerzhaften, inspirierenden und lustigen Geschichten, welches zu entdecken sich unbedingt lohnt.
[Quelle: Sandra Falke, Literarische Abenteuer]
Hier tritt eine Tochter das Erbe ihres Vaters an und erzählt, von den stalinistischen Verbrechen, dem zweiten Weltkrieg, vom beschädigten Leben, der Versehrtheit und der Liebe. Dieses Buch ist ein Geschenk. Es ist Literatur, aber es ist auch ein Zeugnis, ein Stück Erinnerung. Ich konnte es nicht aus der Hand legen.
[Quelle: Ronya Othmann, Schriftstellerin und Journalistin]
Der Ruhe des Textes stehen die vielen mit Unruhe assoziierten Themen gegenüber, die sich auch ohne Ausdeutung und Auserklärung zu einem Wärme erzeugenden Pageturner zusammenfügen.
[Quelle: @kata____lovic]
Bryla schreibt über Widerstand und Aktivismus zu verschienden Zeiten, von zwei Personen, die zärtlich verbunden sindm auch wenn sich ihre Perspektiven auf und Wünsche für eine bessere Welt unterscheiden. Heilsam, kraftvoll, empowernd!
[Quelle: @kaputtzig]
Die Schonungslosigkeit sich selbst gegenüber aber auch in der Auseinandersetzung mit der väterlichen Geschichte ist von einer Ausdrucksstärke, wie ich sie selten gelesen habe.
[Quelle: @between_my_shelfs]
Wie hier nicht nur die Erinnerungen des sehr geliebten Vaters präsent sind sondern er selbst, wie der Versuch nachzuempfinden an Grenzen stößt und diese Unterschiede anerkannt werden, wie die Protagonistin das Leben ihres Vaters ehrt und sein komplexes geistiges Erbe antritt, während sie eine Beziehung zu einer verletzten Krähe aufbaut, auch mit ihr kommuniziert, wie da eine unwahrscheinlich Nähe entsteht und sie versucht ich zu einem lebenswerten Krähenleben zu verhalfen, während sie selbst oft vermisst, dass sich jemand um sie kümmert oder liebevoll an sie denkt – das gehört zum Schonungslosesten, Zärtlichsten, Besondersten, was ich seit Langem gelesen habe.
[Quelle: Nicole Seifert @nachtundtag.blog]
Wann immer ich bei meinen letzten Spaziergängen Krähen sah, dachte ich an Kaśka Bryla und Karl, an das ergreifende Ende des Buches, das meine Augen vor Rührung glänzen ließ.
[Quelle: @marie.falou]
Wie verfährt eine Gesellschaft mit Kranken und Minderheiten? Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Und wie soll die Tochter den Patriotismus des polnischen Vaters teilen, wenn sie im Polen der PiS-Regierung als queere Person nicht mehr erwünscht ist?
[Quelle: isabellelehn_2.0]
Kaśka Bryla schafft es mit ihrem Gedankenstrom, ihren Bandwurmsätzen gleichzeitig eine hohe erzählerische Präzision und Fokus zu erzielen, der sowohl mit der Erzählerin mitfühlen lässt, als auch die Erlebnisse des Vaters im Nachkriegs-Russland und -Polen in ihrer Heftigkeit körperlich erfahrbar macht.
[Quelle: @bjoernandbooks]
Ein sehr toller Roman, ein literarischer wie persönlicher Kraftakt, engagée wie immer, untröstlich-tröstlich, zum Mitweinen.
[Quelle: @s.e.s.wagner]
Fürsorge ist eine Angelegenheit der Liebe. Wie wir uns kümmern, wie wir leben und für wen wir Sorge tragen, macht sich in beliebigen, manchmal kuriosen und meistens uns überrumpelnden Situationen bemerkbar. Kaśka Brylas autofiktionaler Roman hat mir das beim Lesen wieder einmal ganz deutlich vor Augen geführt.
[Quelle: @tausendmund]
Ein stilles, philosophisches Werk voller literarischer Kraft.
[Quelle: @frau_fussi]
Ein großartiger Roman über Identitäten, die erkämpft und behauptet werden müssen, und Zugehörigkeit, die manchmal kaum mehr als geographisch ist und manchmal selbst über die Grenzen zwischen Spezies reicht.
[Quelle: @buchhandlungschutt]
Also, was soll ich sagen, dieses kleine Büchlein hat mich ganz schön erwischt. [
Quelle: @lesefin__]
Das kommt alles so beiläufig daher in den langen Sätzen, vor denen man sich nicht fürchten muss.
[Quelle: @alpenlandkunst]
Fragen nach Akzeptanz, nach Anderssein, nach dem, was Freiheit heißt, sind zentral, und sie stehen nicht isoliert, sondern in Beziehung zu Familie, Herkunft, politischer Geschichte.
[Quelle: @frauenlesenanders]
Es ist ein Roman, der mich vor allem durch seine Atmosphäre sehr beeindruckt hat.
[Quelle: @liebe_zum_geschriebenen_wort]
Ein schönes, ein berührendes Buch.
[Quelle: @literaturreich]
In dem wunderbar dicht gewebten Roman zeigt sich zart und klug, wie sehr es im Grunde immer um alles geht, wie sehr gestern, heute und morgen verbunden, ja vielleicht sogar gleichzeitig zu begreifen sind.
[Quelle: @itsaboutlovingliterature]
auch fließen viele politische ereignisse und schilderungen mit ein, die zum weiterdenken und weiterbilden einladen.
[Quelle: @lese.laus]
Zwischen Vaterfigur, Lagererbe und der Krähe als wiederkehrenden Bildern entsteht eine dichte Choreografie von Schuld, Fürsorge und Selbstbehauptung.
[Quelle: @ankeschmeier]
Diese gelungene Mischung aus Tier- und Menschenbeobachtung, die Vermenschlichung des Tieres und das Verrohen der Menschen, das hilf- und kraftlose Umhertaumeln in dieser widersprüchlichen Welt ist fesselnd und trotz des schwierigen Themas sehr unterhaltsam zu lesen.
[Quelle: @seitenhinweis]
Parallel dazu entfalten sich die Erinnerungen ihres Vaters: sein Kampf als Jugendlicher im polnischen Widerstand, Deportation, Hunger, Gulag, Folter und immer wieder das Aufbegehren für Demokratie und Freiheit.
[Quelle: @federspule]
Eine – auch stilistisch – atemlose Erzählung über das Weitermachen, das Widersetzen, das Überleben.
[Quelle: @magda_albrecht]
Neben dieser persönlichen Ebene überzeugt das Buch auch durch historische und gesellschaftliche Bezüge.
[Quelle: @vonnysbuecher]
Dieser Roman ist so einzigartig, dass meine Rezension dem nicht gerecht werden kann – schon gar nicht dem, was in dieser Geschichte alles steckt, daher ganz große Empfehlung.
[Quelle: @_leserin_]
Bryla verwebt persönliche Krisenerfahrung mit scharfer Zeitzeugenschaftm reflektiert über Homophobie im privaten wie im gesellschaftlichen Umfeld, politische Repression und die ganz private Sehnsucht nach einem sicheren queeren Ort. [Quelle: @lesenmitcarola]
„Ein intensiver Text über Verantwortung, Freiheit und Geschichtsbewusstsein.“
[Julia Zarbach, OE1 Radiogeschichten]