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Eva Schobel - Albert Drach: A Raging Sage

A biography

On the occasion of Albert Drach\\\'s 100th birthday – a vivid personal portrait of the great unorthodox thinker of Austrian literature.

When the writer and lawyer Albert Drach (1902-1995) was awarded the Georg Büchner Prize of the German Academy for Language and Letters in 1988, there was great astonishment even in usually well-informed literary circles. Albert Drach – who? A man who had caused a sensation in the 60s and 70s with novels such as "Das große Protokoll gegen Zwetschkenbaum" [The Massive File on Zwetschkenbaum, trans. Harvey I. Dunkle] and "Untersuchung an Mädeln", who was mistakenly hailed as the new Herzmanovsky-Orlando and finally forgotten again. But the Drach renaissance initiated by the Büchner Prize brought the decisive turning point. A new generation of readers and critics discovered in Drach (now aged 86) – whom the Times Literary Supplemement had counted in the same breath as Elias Canetti as being amongst the "most important avant-gardists in the German language" – one of the most original and radical writers after 1945. In 1988, Eva Schobel began her series of conversations with the author. She encountered a still raging but wise man who judged the Austria of the Second Republic, contemporary literature, and also his own life and work, with provocative severity.

Book details

560 pages
format:120 x 205
ISBN: 9783701713141
Release date: 01.01.2002

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Authors
Eva Schobel

Eva Schobel is a freelance literary critic and journalist, writing for Die Presse, Süddeutsche Zeitung and ORF (Austrian Broadcasting) and others. She interviewed Albert Drach regularly during his last years, did a critical appraisal of his unpublished works in the literary archives of the Austrian National Library, and is co-editor of the new edition of Drach\\\'s works.

Press
Die Wirklichkeitsentwürfe sind es, und nicht die Wahrheitssuche im faktischen Sinn, die dieses Buch so faszinierend machen, da sie gerade in der fiktionalisierten Darstellung des vielleicht Geschehenen, jedenfalls aber Aufgeschriebenen oder Erzählten, charakteristische Einsichten in eine schwer verständliche Persönlichkeit erlauben. Die reich illustrierte Biographie ist ein spannendes Buch, das sich abschließenden Deutungen enthält und zum Weiterdenken und Entdecken auffordert, statt mit seiner bloßen Existenz die Eingliederung des Autors in den literarischen Kanon zu vollenden und ihn für die Verstaubung freizugeben. Damit hat es Drach den vielleicht größten Dienst erwiesen.
Walter Grünzweig, Standard, 28.9.2002

Eva Schobel ist den Lebenspuren Drachs mit einer optimalen Mischung aus Dezenz und Deutlichkeit nachgegangen, hat den Ring der Anekdoten, den Drach um sein Leben errichtete dort durchstoßen, wo er brüchig wurde, hat sich nicht von einer öden Chronologie leiten lassen, sondern hat in jeder Lebensphase die Totale vor Augen. Ohne denunziatorischen Eifer markiert Schobel die Divergenzen, die sich aus Drachs Texten und ihren Nachforschungen ergeben und so entsteht ein unerhört dynamisches Bild, das Dichtung und Wahrheit in ihre Rechte setzt. Eva Schobel versteht sich auf die Schrullen des Autors, weiß sie aber als Reaktionen zu deuten, die Drach weit über sein literarisches Werk hinaus auf eine Welt einsetzte, in der es eben nicht ordentlich zugeht und die mit sich selbst nie ins Reine kommt, weil sie alles beschönigt. Das ist eine Biographie für Leser, die nicht durchs Schlüsselloch in die Schlafkammer des Dichters schauen wollen, sondern für solche, denen es darauf ankommt das Unverwechselbare an einem Leben und einem Werk kennenzulernen.
Wendelin Schmidt-Dengler, ORF, Ex libris, 15.12.2002

Drach ist gerne auch ein großsprecherischer Schwadroneur und Schobel will in ihrem Buch „Ein wütender Weiser“ seine Verdienste nicht kleinreden. Man hat sich verstanden, und was dabei herausgekommen ist, verdient weit mehr als das Interesse der ohnehin Eingeweihten. Schobels Lebenserzählung, von den autobiographischen Büchern kräftig mitgetragen, enthält den Kern von Drachs Wut und dokumentiert die lebenslangen Versuche, das Unrecht nicht nachträglich zu emotionalisieren, sondern seine Rationalität in den „Protokollen“ deutlich zu machen.
Paul Jandl, Zürcher Zeitung , 17.12.2002

„Drach war nicht im Vernichtungslager, er hat den letzten Abgrund nicht gesehen“, vermerkt seine Biographin Eva Schobel, die ein ebenso lebendiges wie liebevolles, überaus lesenswertes Buch über ihn verfaßt hat.
Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung, 17.12. 2002

Ein wunderbarer Wälzer. Eva Schobels Biographie hat eine Reihe neuer Fakten und Hintergründe zusammengetragen, die sie in einem eloquent flüssigem Stil präsentiert. Alles in allem gehört Schobels, im übrigen gut bebilderte, Schriftsteller-Mongraphie zu den besten ihrer Art. Hier liegt ein außergewöhnliches Porträt über einen außergewöhnlichen Schriftsteller vor.
Volker Kaukoreit, Deutschlandradio, 17.12.2002

Im Moment, wo mich nur Bios, Memos und Tabus interessieren, genau das richtige Lesefutter, ein wundervoll gehaltvolles, dabei flottisime geschriebenes Buch!
Peter Rühmkorf

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