Wien um 1670: Barocke Herrlichkeit und bittere Armut prägen die Stadt. Kaiser Leopold I. leidet nicht nur unter Geldmangel für seine Feldzüge, er braucht auch dringend einen Thronfolger. Nur Leibarzt Pedro de Rojas kann der verzweifelten Kaiserin Margarita Teresa helfen. Der jedoch hat ein gefährliches Geheimnis: Er ist ein spanischer Converso, ein konvertierter Jude, der seinen Glauben im Geheimen praktiziert. Die katholische Kaiserin will die Juden aus der Stadt vertreiben, sie hält sie für die Ursache allen Übels. Wird es Don Pedro und seiner Geliebten, der Hebamme Esther, gelingen, das zu verhindern? Vladimir Vertlib verbindet Komödie und Drama zu einem großen Roman über Glaubenskämpfe und Standesdünkel, Hetze, Intrigen und Verrat, aber auch Liebe, Treue und tiefe Freundschaft.
Globalisierung und Digitalisierung haben Wohlstand gebracht – und zugleich Spaltung, Angst vor Statusverlust und politische Wut. Rechtspopulisten von Trump über Weidel bis Kickl nutzen diese Verwerfungen für einfache Antworten, die keine Lösungen sind. Dieses Buch zeigt, wie Globalisierung und soziale Medien den Populismus befeuern, und warum demokratische Parteien so schwach reagieren. Doch weil uns Heulen auch nicht weiterhilft, skizziert Fritz Jergitsch, Social-Media-Experte und Kommentator der Tagespolitik, einen neuen Liberalismus für das 21. Jahrhundert: mit fairer Teilhabe am Fortschritt, digitaler Demokratie und einem selbstbewussten Bekenntnis zu Freiheit und Rechtsstaat. Ein leidenschaftliches Plädoyer für die Erneuerung unserer Demokratie.
Die Graphic Novel erzählt von Delphina, der jüngsten Tochter der ärmlichen Kleinbauernfamilie Burtscher, welche im hintersten Walsertal in die Fänge des NS-Regimes gerät. Zwei von Delphinas Brüdern, Willi und Leonhard, sowie ihr Verlobter Martin kehren nicht mehr an die Front zurück und bauen eine kleine Widerstandsgruppe auf. Die 17-jährige Delphina versorgt sie. Die Familie wird schließlich verraten und Martin sowie einer ihrer Brüder werden im Dezember 1944 in Graz enthauptet. Delphina kommt in eine Jugendhaftanstalt bei München. Ihr Baby muss sie zurücklassen. Die „gezeichnete Geschichte“ verwebt Delphinas Erinnerungen mit den Perspektiven ihrer Enkelinnen. Sie spannt einen transgenerationalen Bogen und lädt ein, sich mit fragmentierten Kriegserzählungen, alltäglichem Widerstand und der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Delphinas mutiger, menschlicher und oft humorvoller Umgang mit Leben und Leid wird so zu einer Inspiration – für das Erinnern, das Fragen und das Weitergeben.
Als kleines Mädchen träumte Rebecca Maria Salentin von roten Lackschuhen – das Gegenteil der Wanderschuhe, in denen sie 40 Jahre später als erste Frau den 2700 Kilometer langen „Internationaler Bergwanderweg der Freundschaft“ alleine im thru hike zurücklegte. Anhand der Schuhe ihres Lebens zeichnet sie die Geschichte des Schuhwerks nach, von den ersten, aus Fellen und Pflanzen hergestellten Sandalen der Steinzeit über das Schusterhandwerk bis zur industrialisierten Massenproduktion. Denn wenige Dinge sind der Geschichte der Menschheit so eng verbunden wie der Schuh: Er schützt den Fuß vor Schmutz, Kälte und Verletzungen, er zeigt unseren Stand, Beruf oder Status – und er spiegelt mit Siebenmeilenstiefeln, High Heels und Lotusfüßchen Macht- und Geschlechterverhältnisse.
Seit den Anfängen der Fotografie zog der Arlberg internationale wie nationale Stars an. Landschaft und Schnee, High Society und das Dorfleben wurden porträtiert. Diese Bilder präsentieren den Wandel der Fotografie am Arlberg, im Alpenraum und im Tourismus. Das prächtige Buch zur Ausstellung des Lechmuseums zeigt großformatige Fotografien, Postkarten und Amateur-Fotos. Es versammelt Werke von Slim Aarons, Siegrun Appelt, Norbert Bertolini, Robert Capa, Natasha Durlacher, Tim Hall, Mathias Kessler, Edgar H. Mall, Walter Niedermayr, Hanno Mackowitz, Lothar Rübelt, Margherita Spiluttini u. v. m. Ergänzt wird der Bildband durch ein ausführliches Künstler*innen-Lexikon.
"Herzaugen" versammelt ausgewählte Gedichte von Alma Hübler aus den Jahren 1998 bis 2025 – eine poetische Reise durch innere Landschaften von Sehnsucht, Liebe und Wandlung. Zart und zugleich sinnlich entfaltet sich eine Sprache, die das Herz als moralischen Kompass begreift und Licht wie Schatten umfasst. Zwischen Naturbildern, Vergänglichkeit und Aufbruch entstehen Texte von stiller Intensität, die berühren und nachhallen. Hüblers Lyrik lädt dazu ein, innezuhalten, Verletzlichkeit anzunehmen und im Prozess des Loslassens Neues zu entdecken – ein kraftvoller Band über Menschlichkeit und Erneuerung.