„Es gibt diesen Ort meiner
Kindheit nicht mehr, und das
ist keine Gemeinschaft mehr,
von der ich heute Teil sein will,
warum also habe ich den
unbedingten Wunsch, mich
noch einmal dazuzusetzen?“
Für den Eisenbahner Bertl und seine Frau Klara bedeutet der Semmering einen Aufstieg: Die Beförderung zum Stationsvorsteher und ein Häuschen mit Garten sind in Zeiten von Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit viel. Mit Schwung und Liebe zum Detail erzählt Tanja Paar von der Welt hinter den Kulissen der noblen Sommerfrische, von Dienstmädchen und Holzknechten, Groß- und Kleinbauern, vom Postfräulein Negrelli und von Rahel, die für die jüdischen Gäste koscher kocht. Immer stärker werden die politischen Konflikte auch im Kurort abseits der Großstadt Wien spürbar, und als die Nazis 1938 die Macht ergreifen, gerät die gefährdete Idylle gänzlich aus den Fugen. Wird Klara ihre Freundin Rahel vor der Deportation retten können?
Wie Mental Health gefördert und gestärkt werden kann
Die psychische Gesundheit junger Menschen steht im Fokus wie nie zuvor. Doch was brauchen Jugendliche wirklich? Wie können Eltern, Lehrer:innen und die Gesellschaft unterstützen?
Caroline Culen und Golli Marboe widmen sich in acht Abschnitten wichtigen Problembereichen, welche die psychische Gesundheit einschränken: Leistungsdruck und Prüfungsangst, Mobbing, Körperbild und Essstörungen, Handysucht sowie Depression und Suizidalität. Ihre Expertise als Psychologin und Journalist, gepaart mit persönlichen Erfahrungen als Eltern, macht dieses Buch zu einem unverzichtbaren Begleiter für alle, die mit jungen Menschen arbeiten oder leben.
London, ein flirrend heißes Juniwochenende: Maggie ist schwanger und pleite und fürchtet die Rückkehr in die Vorstadt ihrer Kindheit. Ed jobbt als Fahrradkurier und verheimlicht seine Bisexualität. Phil ist unglücklich in seinen Mitbewohner verliebt. Als Phils Hausgemeinschaft in einer leerstehenden Lagerhalle aufgelöst wird, feiern sie, als wäre es das letzte Mal.
Mit Intensität und Empathie fängt Oisín McKenna die Energie einer Generation ein, die zwischen Arbeit und Selbstfindung, Freiheitsdrang und dem Wunsch nach Stabilität oszilliert. Ein ungeschönter, zärtlicher Roman über das urbane Leben Anfang dreißig – über Kreativität, Prekarität und die Frage, wie man authentisch bleibt, wenn unsere Träume von der Realität eingeholt werden.
Wien um 1670: Barocke Herrlichkeit und bittere Armut prägen die Stadt. Kaiser Leopold I. leidet nicht nur unter Geldmangel für seine Feldzüge, er braucht auch dringend einen Thronfolger. Nur Leibarzt Pedro de Rojas kann der verzweifelten Kaiserin Margarita Teresa helfen. Der jedoch hat ein gefährliches Geheimnis: Er ist ein spanischer Converso, ein konvertierter Jude, der seinen Glauben im Geheimen praktiziert. Die katholische Kaiserin will die Juden aus der Stadt vertreiben, sie hält sie für die Ursache allen Übels. Wird es Don Pedro und seiner Geliebten, der Hebamme Esther, gelingen, das zu verhindern? Vladimir Vertlib verbindet Komödie und Drama zu einem großen Roman über Glaubenskämpfe und Standesdünkel, Hetze, Intrigen und Verrat, aber auch Liebe, Treue und tiefe Freundschaft.
Globalisierung und Digitalisierung haben Wohlstand gebracht – und zugleich Spaltung, Angst vor Statusverlust und politische Wut. Rechtspopulisten von Trump über Weidel bis Kickl nutzen diese Verwerfungen für einfache Antworten, die keine Lösungen sind. Dieses Buch zeigt, wie Globalisierung und soziale Medien den Populismus befeuern, und warum demokratische Parteien so schwach reagieren. Doch weil uns Heulen auch nicht weiterhilft, skizziert Fritz Jergitsch, Social-Media-Experte und Kommentator der Tagespolitik, einen neuen Liberalismus für das 21. Jahrhundert: mit fairer Teilhabe am Fortschritt, digitaler Demokratie und einem selbstbewussten Bekenntnis zu Freiheit und Rechtsstaat. Ein leidenschaftliches Plädoyer für die Erneuerung unserer Demokratie.
Das Genie und sein Interpret: Wolfgang Amadeus Mozart und Nikolaus Harnoncourt im Dialog. Dieser Band vereint Harnoncourts Texte zu Mozart. Er gibt Einblicke in die Überlegungen und die Praxis eines Interpreten, der wesentlich dazu beigetragen hat, die Werke Mozarts von zeitlich bedingten Überlagerungen zu befreien und für die heutige Hörerschaft zu erschließen. Dabei beschreibt er das Spannungsfeld der Aufführung von historischer Musik und die Herausforderungen für Interpreten und Hörende. Ausgehend von seinen Erfahrungen zeigt er deren Vielschichtigkeit und dramatische Spannung auf. Er trägt dadurch zu einem tieferen Verständnis der überzeitlichen Meisterwerke des Musikgenies Mozart bei.