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Albert Holler

Albert Holler

geboren 1955 in Salzburg als Sohn einer italienisch sprechenden Triestinerin und eines deutsch sprechenden Jugoslawen. Er lebt seit 1966 in Graz, wo er als Facharzt für innere Medizin an einem Krankenhaus arbeitet. „Entfernte Heimkehr“ ist seine erste literarische Veröffentlichung.

Bücher

Entfernte Heimkehr

Albert Holler - Entfernte Heimkehr

Die Geschichte von Karl H. beginnt zwischen den Kriegen, an Grenzen, die nicht eindeutig zu ziehen sind, zwischen Mitteleuropa und dem Balkan. Er liebt die Zahlen, das Bedürfnis nach Klarheit und Ordnung wird ihn sein Leben lang begleiten. Es führt ihn in ein fernes Alpental, wo er im Namen des Fortschritts am Bau eines gigantischen Kraftwerks mitwirken will. Doch eines Tages ist er plötzlich Soldat der Wehrmacht und findet sich als Dolmetscher bei Partisanenverhören wieder, zuerst in Sarajewo, dann in Triest. Dort sitzt er eines Tages plötzlich Tomo Brejc gegenüber, einem Mann, den er seit Kindertagen kennt. Beide haben sie ihre Heimat verloren und stehen auf unterschiedlichen Seiten. Was hat Karl H. falsch gemacht? Was kann er jetzt noch richtig machen? Karl H. war weder Deutscher noch Österreicher, auch kein Jugoslawe. Und doch war er in seinem Leben alles das, wie es der Zufall der Geschichte eben wollte. Karl H. war ein Mann, der durch das 20. Jahrhundert stolperte. Am Ende war er jedenfalls ein Überlebender, einer, der heimkehrte, aber eben nur in die Fremde. Albert Holler spürt mit ungeheurer Intensität dem Leben eines Menschen nach, der ihm vertraut war wie kaum jemand sonst und für ihn dennoch immer ein Fremder geblieben ist. Ein Vater, ein Rätsel für seinen Sohn. Dieser Roman ist ein Versuch zu verstehen, einem Menschen so nahe zu kommen, wie es nur große Literatur kann.

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