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FALKNER

1970 geboren in Kollerschlag, Oberöstereich, promovierte in politischer Psychologie (zum Thema verbale Konstrukte). Seit 2005 Literatur- und Kunstprojekte: Bücher und Manifeste; Performance, Installation, Interventonistische Kunst. Zuletzt erschienen: "A Fucking Masterpiece" (2005), "Falkner II" (2006), "Kaltschweißattacken" (2009) und "Du blutest, du blutest" (2011).

Bücher

Du blutest, du blutest

FALKNER - Du blutest, du blutest

Ivan, ein Kind, ein unschuldiger Anarchist wie alle Kinder, nimmt an der Welt Maß, an einer Welt, die moralisch in Trümmern liegt. Er wird zum Anführer einer Revolte von Kindern, die die Stadt mit Gewalt überziehen, in die Apokalypse stürzen. Auf den Spielplätzen, in den Hinterhöfen offenbart sich die Hölle eines Krieges, in dem es keine Gefangenen gibt, eine Hölle, die eine ganze Stadt verschlingt. Unerhörtes passiert. Am Ende sind aber auch die Kinder müde, des Tötens und des Lebens. Falkner baut aus Alltäglichem, aus Splittern unserer Lebenswirklichkeit ein Szenario, das sich nach und nach zu dem monströsen Fiebertraum entwickelt, der unsere Welt vielleicht schon ist. Ihre Sprache hart und poetisch, ihre Haltung schonungslos und radikal.

Kaltschweißattacken

FALKNER - Kaltschweißattacken

Sie ist wegen Ivan gekommen, für ihn ist sie hier. Ivan ist ihre Heimat, der Ort ihrer Wünsche und Sehnsüchte, der großen Idee von Liebe. Doch als sie schwanger wird, zuerst ein Kind, dann drei, ist Ivan der, der diese Idee verraten hat. Ihre Liebe wird zu einer Obsession, geht unter in Exzessen der Gewalt. Denn der Verrat verlangt nach Rache, und die Rache ist so leidenschaftlich wie die Liebe, so brutal wie das Begehren. \"Ich bin die Mutter. Ich habe sie geboren ich kann mit ihnen machen was ich will.\" Falkner erzählt vom Tod einer Liebe und sie tut das mit der Theatralik einer griechischen Tragödie. Und sie macht gleichzeitig den Schrecken eines Familiendramas erkennbar, in seiner ganzen Ungeheuerlichkeit, in seiner ganzen Alltäglichkeit. Diese Autorin hat den unbedingten Mut zur großen Pose, zum eisigen Pathos der Zerbrechlichkeit und der Grausamkeit.