Home / Gesamtverzeichnis / Denk ich an Österreich
Titel

Fritz Muliar - Denk ich an Österreich

Eine Bilanz

Ein bewegtes Leben, ein wacher Geist Seit Jahrzehnten gehörte Fritz Muliar zur ersten Garde der österreichischen Volksschauspieler, und er zählte zu jenen Künstlern, die engagiert und unbeirrbar zu gesellschaftspolitischen Entwicklungen Stellung beziehen. In „Denk ich an Österreich“ zieht Fritz Muliar Bilanz. Er erzählt von der Zeit des Nationalsozialismus, vom Verschwinden seiner eigentlichen Wiener Heimat, der gelebten Multikulturalität, und davon, wie die Grundsätze, die zur Gründung der Zweiten Republik geführt haben, auf dem Altar des Populismus geopfert wurden. Muliar spart nicht mit Kritik an Politikern, an der katholischen Kirche und nicht zuletzt an der Entwicklung des Theaters. Doch es ist eine Bilanz ohne Bitterkeit und Wehleidigkeit, sie ist vielmehr geprägt von Muliars scharfem Blick. „Denk ich an Österreich“ ist eine Autobiographie und viel mehr als das – es ist eine kritische Liebeserklärung an ein Land, von einem, dessen Leben mit seiner Geschichte untrennbar verbunden ist. Fritz Muliar starb nach Fertigstellung seiner Autobiographie überraschend am 4. Mai 2009 an Herzversagen. Dieses Buch ist sein Vermächtnis.

Erhältlich als

  • Hardcover
    272 Seiten
    Format:125 x 205
    ISBN: 9783701731428
    Erscheinungsdatum: 15.09.2009
    9,90 inkl. MwSt.
Bestellen

Produktdetails

Autor
Fritz Muliar

geboren 1919 in Wien. Ab Mitte der dreißiger Jahre Kabarettist und Volksschauspieler. Engagements im Raimundtheater, Burgtheater, Theater in der Josefstadt u.v.m. Spielte in Heimatfilmen, Operettenadaptionen sowie Fernsehserien. Zahlreiche Ehrungen, u.a. die Platin Romy 2004 für sein Lebenswerk. Er starb am 4. Mai 2009. Zuletzt erschienen: "Denk ich an Österreich" (2009).

Das könnte Sie auch interessieren

Theaterskandale

Bernd Noack - Theaterskandale

von Aischylos bis Thomas Bernhard

Theater ohne Skandale? Undenkbar! Seit Aischylos` „Orestie“ gehört die Aufregung über das, was auf der Bühne zu sehen ist, zum unberechenbaren und manchmal auch kalkulierten Reiz des Theaters. Bis in die heutige Zeit, bis zu Rolf Hochhuths „Stellver - treter“ oder Thomas Bernhards „Heldenplatz“, haben Stücke und Inszenierungen immer wieder für Skandale gesorgt. Sie haben provoziert, aufgerüttelt oder einfach nur die bequeme Langeweile gestört; sie haben das Theater revolutioniert oder sind so wirkungslos verklungen wie das Geschrei im ersten Rang; sie kamen über - raschend und heftig oder wurden von den Medien inszeniert und aufgebauscht; sie haben wegen politischer Inhalte oder ästhetischer Grenzüberschreitungen für Empörung und Verstörung gesorgt – und nicht selten für Verhaltensweisen beim Publikum, die man bis dato nur aus einem Bierzelt zu kennen glaubte. Eine konkurrenzlose Kulturreportage durch die lange und laute Geschichte der Theaterskandale: mit Analysen des Phänomens, mit Abgesängen auf eine alte Tradition, mit Interviews und Anekdoten, mit Kritiken und Beispielen aus Bühnenwerken, bei denen nicht nur die Türen knallten.

Seite drucken