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Titel

Alfred Pfabigan - Mord zum Sonntag

Tatortphilosophie

Im Herbst 2016 wird der 1000. Tatort ausgestrahlt – Zeit für eine kritische Analyse mit erstaunlichen Ergebnissen.

Bis zu 14 Millionen Menschen verfolgen jede Woche den Mord zum Sonntag. Die wohl langlebigste Fernsehserie wird als „kulturelles Gedächtnis“ wahrgenommen, das sensible Themen und aktuelle Fragen nicht scheut. Doch was verbirgt sich hinter Kapitalismuskritik und tagespolitisch brisanten Einsätzen der Kommissare mit den brüchigen Biografien? Pfabigan zeigt Zusammenhänge zur nationalsozialistisch geprägten Geschichte des deutschen Polizeifilms auf, er verweist auf zahlreiche Kontinuitäten hinter zeitkritischen Anliegen. Im Vergleich zu amerikanischen CSISerien erweisen sich die Tatort-Opfer als verdächtig schuldig, die Täter als auffallend einfühlsam gezeichnet und Recht und Unrecht als eine Gefühlssache, die wenig mit Beweisen zu tun hat.

Erhältlich als

  • Hardcover
    208 Seiten
    Format: 140 x 220
    ISBN: 9783701733989
    Erscheinungsdatum: 02.09.2016
    20,00 inkl. MwSt.
  • E-Book
    208 Seiten
    Format: 140 x 220
    ISBN: 9783701745401
    Erscheinungsdatum: 02.09.2016

    Empfohlener Verkaufspreis
    13,99 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Autor
Alfred Pfabigan

geboren 1947 in Wien, habilitierte 1979 in Politikwissenschaft an der Universität Salzburg. 1993–2013 war er Professor für Sozialphilosophie an der Universität Wien und unterrichtete in den USA, Bulgarien, Frankreich und der Ukraine. Leiter der „Philosophischen Praxis Märzstraße“. Autor von zahlreichen Publikationen. Zuletzt erschienen: "Mord zum Sonntag" (2016).

Pressestimmen

Vorab: Es ist ein gelungenes Buch. Es ist ein gutes Buch. Es ist ein kritisches Buch. Und es gleicht mehr einem komplexen Wallander als einem Boerne und Thiel oder – Sender bewahre – Nick Tschiller (…) …ein Muss für all jene, die Krimis schauen, aber auch in deren Abgründe sehen wollen. Den Tatort mag man hinterher trotzdem noch.
[Quelle: Rüdiger Dittrich, GIESSENER ANZEIGER]

Eine aufschlussreiche sozio-kulturelle Analyse des beliebten Sonntagabendkrimis.
[Quelle: Patricia Brooks, BUCHKULTUR]

Wir sind Herrn Pfabigan dankbar dafür, dass er uns rechtzeitig vor der 1000. Folge endlich einmal und für immer erklärt, was uns an dieser längsten Serie des deutschsprachigen Fernsehens alles (nicht) gefällt.
[Quelle. Andreas Weber, DIE PRESSE]

Was treibt die „Tatort-Bourgeoisie“ seit Jahrzehnten Sonntag für Sonntag um 20.15 Uhr aufs Fernsehsofa? Was leistet der Konsum einer sozialkritisch sich gerierenden, ästhetisch aber recht konservativen und insgesamt nachgerade modernisierungsresistenten TV-Serie für die kollektive Psyche und die staatsbürgerliche „Erziehung“? In seinem ebenso informativen wie unterhaltsamen Buch (…) findet Pfabigan überraschende Antworten.
[Quelle: Klaus Nüchtern, FALTER]

… eine Empfehlung – gerade auch für Tatort-Verweiger_innen.
[Quelle: Nikola Staritz, MALMOE]

In seinem Buch nimmt der Wiener Autor und Philosoph den TV-Dauerbrenner genau unter die Lupe und entlarvt nicht nur Ermittler-Schwächen und fragwürdige Opfer-Darstellungen, sondern thematisiert auch die Nazi-Vergangenheit der „Tatort“-Urväter.
[Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG]

In seinem 208 Seiten starken Buch wirft Pfabigan interessante Fragen auf: Wie hängt der deutsche Fernsehkrimi mit dem Mythos von Kain und Abel - dem abendländischen "Ur-Krimi" schlechthin - zusammen? Warum orientieren sich US-amerikanische Polizeiserien an einer "Ästhetik des Schreckens“ (…) während sich der "Tatort" über Jahrzehnte hinweg als politisch korrekte Reihe im sozialkritischen Geist der Ära Willy-Brandt präsentiert hat? Warum sind im "Tatort" so oft nackte weibliche Leichen zu sehen, aber so gut wie nie nackte männliche?
[Quelle: Günter Kaindlstorfer, BAYERN 2 - Favoriten]

Pfabigan argumentiert sehr pointiert und scharf und mit erhellenden Rückgriffen auf Mythologie, Philosophie und Literatur.
[Quelle: Markus Suplicki, EKZ]

Die Geschichte des deutschsprachigen TV-Krimis wird weitergeschrieben, Alfred Pfabigans „Tatortphilosophie“ ist dazu ein wichtiger Beitrag, der Anhängern wie Gegnern des Genres gleichermaßen gefallen wird.
[Quelle: Dieter Hauptmann, BESTE SEITEN]

Um „Mord zum Sonntag“ zu lesen, muss man kein „Tatort“-Fan sein. Wenn man sich aber selbst zur „Tatort“-Bourgeoisie zählt, entdeckt man im herausragend recherchierten und humorvoll verfassten Buch viel Neues über das vertraute Ritual, Sonntag, um 20.15 Uhr.
[Quelle: Julia Schafferhofer, KLEINE ZEITUNG]

Natürlich gehört zur Klärung des Falls auch das Motiv und die Spur, die von Alfred Pfabigan ausführlich beleuchtet werden. Man erfährt auf sehr anschauliche Weise, was alles hinter dieser so langlebigen Fernsehserie steckt.
[Quelle: lesefreunde24.de]

Mit seiner Beschlagenheit in der Geschichte des „Tatort“ gelingt Pfabigan eine spannende Lektüre, die auch die jüngste Entwicklung der Lokalepisoden kommentiert und um Pointen nicht verlegen ist.
[Quelle: Florian Baranyi, FALTER]

Ein kluges, erhellendes, amüsantes Werk.
[Quelle: NEWS]