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Gabriele Groschner

geboren 1961 in Wels (OO), Studium der Kunstgeschichte, Geschichte, Philosophie und Jüdischen Kulturgeschichte in Salzburg, Forschungsstipendien des Bundes in Antwerpen und Rom. 1984–2016 als Kuratorin und Kunstvermittlerin in der Residenzgalerie tätig, Autorin zahlreicher wissenschaftlicher Kataloge, seit 2017 Forschungsreferentin Residenzgalerie im Referat Volkskultur, kulturelles Erbe und Museen, Land Salzburg. Zuletzt erschienen:  "Zwei junge Wilde der Malerei und die Überwindung der Bildfläche" (2018), "Zwischen den Dingen" (2019).

Bücher

Zwischen den Dingen

Gabriele Groschner - Zwischen den Dingen

Zwei Stillleben von Jan und Cornelis de Heem

Zwei Stillleben zeigen luxuriöse Arrangements aus Früchten, Austern und anderen Genussmitteln in dunklen Innenräumen mit feinen Lichtspielen. Die stillen Dinge erzählen von Raum und Zeit, experimenteller Mathematik und Optik, fragilem Reichtum und Lust sowie von der atemberaubenden Meisterschaft der Künstler, die sich darin verewigt sahen: Jan de Heem, Künstler internationalen Rangs und zentrale Figur der Stilllebenmalerei Hollands und Flanderns im 17. Jahrhundert, und sein Sohn Cornelis de Heem, der das väterliche Vorbild mit eigenständigen Erfindungen und naturgetreuen Details bestechend umsetzte. Das Buch widmet sich neben biografischen, ikonografischen und ikonologischen Fragen dem Raumerlebnis dieser beiden Stillleben abseits unserer perspektivischen Sehgewohnheiten.

Zwei junge Wilde der Malerei und die Überwindung der Bildfläche

Gabriele Groschner - Zwei junge Wilde der Malerei und die Überwindung der Bildfläche

Figurenporträts von Rembrandt van Rijn und Jan Lievens aus der Sammlung Residenzgalerie Salzburg

Das bekannteste und wertvollste Bild der Residenzgalerie, Rembrandts „Betende alte Frau“, ist eines der ersten Werke, das seine experimentelle und innovative Malweise zeigt, und gilt – da auf eine vergoldete Kupferplatte gemalt – innerhalb der Rembrandt-Forschung als Besonderheit. Sein Künstlerkollege und Freund Jan Lievens, dessen „Männerbildnis“ ein feinsinniges Porträt seines Bruders, eines Schulkollegen Rembrandts, zeigt, galt seinen Zeitgenossen ebenfalls als Wunderkind. Noch heute gibt diese einmalige Künstlersymbiose der Forschung Rätsel auf. In einer Gegenüberstellung der Lebenssituationen und künstlerischen Ambitionen der beiden Maler und auf Basis technischer Untersuchungen dieser beiden Bilder gelingt es hier, aus den beiden zeitnah entstandenen Gemälden ein Bild der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts zu zeichnen.