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H. C. Artmann

geboren am 12. Juni 1921 in Wien-Breitensee, gestorben am 4. Dezember 2000 in Wien. Schon frh ist er in vielen Sprachen bewandert. Lngere Aufenthalte in Stockholm, Lund, Berlin, Malm, Bern, Graz. Seit seiner ersten Lyrikverffentlichung 1947 schreibt er Gedichte, Theaterstcke, Prosa. Er gehrt zu den Mitbegrndern der ?Wiener Gruppe?. Sein erster Gedichtband ?med ana schwoazzn dintn? (1958) macht Artmann berhmt. Neben vielen anderen Auszeichnungen erhlt er 1997 den Georg-Bchner-Preis. Bis zu seinem Tod im Dezember 2000 lebte Artmann vor allem in Wien und Salzburg.

Bücher

Coverabbildung von 'Gesammelte Prosa'

Klaus Reichert (Hg.) H. C. Artmann - Gesammelte Prosa

Zwei B�nde im Schuber

H. C. Artmanns Zauber wirkt noch immer unvermindert und nirgends strker, berraschender und facettenreicher als in seiner Prosa. In jeder Zeile der sprhende Geist, der immense Reichtum an Formen und Einfllen, die subtile Komik einer Ausnahmeerscheinung der sterreichischen Literatur. Es gibt nur wenige Wunder auf dieser Welt: H. C. Artmann ist eines davon.

Coverabbildung von 'W�rterbuch �sterreichisch-Deutsch'

Astrid Wintersberger H. C. Artmann - W�rterbuch �sterreichisch-Deutsch

sterreichisch ist Deutsch und doch nicht Deutsch, weil es eben sterreichisch ist. Die daraus resultierenden Unklarheiten beseitigt diese Wrterbuch mit allem gebotenen Witz. Nicht zuletzt ist dieses Wrterbuch auch ein Psychogramm: denn die Seele eines Landes offenbart sich ja nicht zuletzt darin, wofr man Worte findet und worber man sie verliert. Hier zeichnen sich drei entscheidende Themenkreis ab, die den sterreich scheinbar mehr bewegen als alles andere: die unterschiedlichsten Grade der Alkoholisierung, die diversen Formen geistiger Demenz und die vielfltigen Aspekte weiblicher Widerwrtigkeit. Tu felix Austria! Der Kassenschlager seit 1995. Klein - gnstig und wirklich praktisch ... ich werde es sicher noch fters verschenken! Christina Svoboda, amazon.de

Coverabbildung von 'der herr norrrdwind'

H. C. Artmann - der herr norrrdwind

Ein Opernlibretto

H. C. Artmanns letztes Werk: ein pfiffiges Mrchen fr junggebliebene Erwachsene und solche, die es noch werden wollen ... Der Bauer Geppone und seine Familie nagen am Hungertuch. Schuld an der Misere ist der Herr Norrrdwind, der noch im Wonnemonat ber die Felder pfeift und sich bei Gott nicht wie ein Mailfterl gebrdet. So fat sich der geplagte Landmann ein Herz und wird kurzerhand bei dem windigen Gesellen vorstellig, um ihm sein Leid zu klagen. Er findet ein offenes Ohr bei Frau Holla, Norrrdwinds Gattin, die ihm ein silbernes Kstchen-deck-dich berreicht, das im Notfall mit jeder Menge Speis und Trank aushelfen soll. Geponne bringt das spendable Kisterl nach Hause, nicht ohne es zuvor ausgiebig getestet zu haben, und die Familie scheint aller Sorgen enthoben. Doch das Glck whrt nicht lange, denn vom Duft des Bratens angezogen, findet sich der Herr Pfarrer ein und versteht es flugs, Geppones gutglubiger Gattin das Kleinod abzuluchsen ? Wird sich Frau Holla ein weiteres Mal erbarmen? Gibt es vielleicht ein gldenes Kstchen, das noch bemerkenswertere Stckeln spielt? Und haben die Bauersleute gelernt, den Finten der gierigen Geistlichen zu widerstehen, oder mssen am Ende vier beherzte Rugbyspieler auftreten, um mit einiger Schlagkraft dem blen Spiel ein Ende zu bereiten? Das Operlibretto ?Der Herr Norrrdwind? ist H. C. Artmanns letzter Text. Es ist ein luftig-lustiges und reichlich unverschmtes Spiel mit den hheren Herren (und Damen) im Himmel und auf Erden auch.

Coverabbildung von 'Im Schatten der Burenwurst'

H. C. Artmann - Im Schatten der Burenwurst

Skizzen aus Wien

Er ist inzwischen legendr: Zorro, der Rcher der Wrstelmnner, der einem nadelgestreiften Kunden, welcher die Unterstellung verlauten lie, die dargebotene Burenwurst bestnde aus Rofleisch, kurzerhand mit der Senfspritze ein groes gelbes Zett aufs feine Tuch applizierte. Der Dezentling mit dem fatalen Senfzett an der Sakkobrust jaulte auf wie der Werwolf von London. Das pate hbsch in die laue Vollmondnacht, verbreitete einen herben Hauch gruseliger Romantik und brachte nebenbei einen kleinen Menschenauflauf zustande. Nicht in allen diesen Geschichten aus Wien geht es um die Wurscht: auch ein schnes Schnitzerl, eine gekochte Hauskatze oder einen Kellerratz in Pfefferso darf man erwarten, und in besonders windigen Lokalen mit arabischem Koch werden Blindschleichen als Aale aus dem indischen Ozean verkauft. Das Caf Hawelka, dem hier ein literarisches Denkmal gesetzt wird, kredenzt Nubeugeln und Melangen. Im Hause der Frau Amtsrat Melanie Reifleisch wiederum drfen sich Menschenfresser und andere zwielichtige Aus-lnder keine Kost und schon gar kein Logis erwarten. Ausgerechnet in Berlin erschien, gesammelt und herausgegeben von Gerald Bisinger, die erste Buchausgabe dieser Prosastcke, die H. C. Artmann (zum berwiegenden Teil) vor mehr als vierzig Jahren fr die Wochenendausgabe des Neuen Kurier schrieb. Jahre spter inspirierten die ebenso grotesken wie realittsnahen Genrebilder aus dem Wiener Kleinbrgerleben den Zeichner Ironimus zu seiner kongenialen Interpretation der Skizzen aus Wien.