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Titel

Gerhard Roth Hans-Jürgen Heinrichs - Reise ins Unsagbare

Hans-Jürgen Heinrichs im Gespräch mit Gerhard Roth

Gerhard Roth ist für seinen Gesprächspartner, den Schriftsteller und Ethnologen Hans-Jürgen Heinrichs, nicht nur einer der letzten Romanciers, die sich Zyklen von epischen Ausmaßen wie „Die Archive des Schweigens“ und „Orkus“ zutrauen, sondern auch einer der sprachmächtigsten Grenzüberschreiter zwischen Literatur und Geschichte. In einem fundierten und lebendigen Dialog ergründen die beiden nicht nur Roths große Romane, sondern widmen sich auch persönlichen Themen wie der Herkunft des Schreibens, der Bedeutung der Erinnerung und nicht zuletzt dem Tod. So wird der Leser zum Begleiter jener „Reise ins Unsagbare“, die Roths Literatur antritt.

Erhältlich als

  • Hardcover
    192 Seiten
    Format: 140 x 220
    ISBN: 9783701716517
    Erscheinungsdatum: 10.11.2015
    21,90 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Autor
Gerhard Roth

geboren 1942 in Graz, lebt als freier Schriftsteller in Wien und der Südsteiermark. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und Theaterstücke, darunter den 1991 abgeschlossenen siebenbändigen Zyklus „Die Archive des Schweigens“. Anschließend erschienen die acht Bände des „Orkus“-Zyklus. Seit Mitte der 70er Jahre hat Gerhard Roth auch die südsteirische Landschaft und ihre Bewohner in analogen Fotografien festgehalten. Für sein Werk wurde Gerhard Roth mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, zuletzt erhielt er den Großen Österreichischen Staatspreis. Sein aktueller Fotoband beim Residenz Verlag: "Spuren"

Hans-Jürgen Heinrichs

geboren 1945, Schriftsteller und Ethnologe, 1980–1984 Verleger (Qumran Verlag für Ethnologie und Kunst). Heinrichs hat zahlreiche Prosaund Essay-Bände publiziert sowie Biografien (u. a. über Leiris und Bataille) und Gesprächsbände (u. a.: „Die Sonne und der Tod“, mit Peter Sloterdijk, „Schwarzfahrer des Lebens“, mit Georges-Arthur Goldschmidt). 2003 erhielt er den „Preis für dialogisches Denken“. Zuletzt erschienen: "Reise ins Unsagbare" (2015).

Pressestimmen

Roth steigt tief hinab in die Tiefen und Untiefen der eigenen Psyche, um von dort aus die Welt zu beleuchten.
[Quelle: ORF Online]

Ein faszinierender Dialog über Leben und Schreiben, Wahrnehmung und Wahn, Erinnerung und Gedächtnis – und immer wieder über das unverzichtbare Glück des Lesens.
[Quelle: BEZIRKSREVUE]

Hans-Jürgen Heinrichs (…) ist ein kongenialer Gesprächspartner für einen magisch zu nennenden Schriftsteller wie Gerhard Roth. (…) Heinrichs versteht es, aus dem verhaltenen Schriftsteller Roth all jene schöpferischen Pointen zu locken, die ihn zu seinem umfangreichen erzählerischen Werk befähigen. Atemlos folgt man diesen Perlen bis in die kompliziertesten Vorgänge künstlerischen Seins. (…) Und die Gespräche machen neugierig auf all jene Romane Roths, die den roten Faden für die Edition bilden.
[Quelle: EVANGELISCHE ZEITUNG]

Ein Glücksfall. (…) Die Erläuterungen sind nicht nur für Roth-Leser interessant, weil die Aufarbeitung von einigen Lebensthemen des Autors (der Erinnerung, dem Schweigen, dem Nachdenken über die Realität von Literatur) auch für sich, ohne Kenntnis seiner Bücher anregend sind.
[Quelle: MG, KRONEN ZEITUNG]

Viele Erkenntnisse des Autors vermitteln den Eindruck von tiefer Weisheit, von Verständnis für eine Welt, die nie so sein kann, wie wir sie wahrnehmen.
[Quelle: Jürgen Heimlich, www.sandammeer.at]

Durch einzelne, ausformulierte Gedanken, durch Erinnerungen und Geschichten entsteht ein Mosaik, das erst in seiner Gesamtschau ein Ganzes ergibt. Man begleitet Heinrichs und Roth gerne auf ihrer Reise zu diesem sehenswerten Mosaik.
[Quelle: hadl, ORF.at]

Der deutsche Ethnologe und Schriftsteller Hans-Jürgen Heinrichs, der Roths Gesamtwerk so gut kennt wie nur wenige, hat ein 180 Seiten umfassendes Gespräch mit Gerhard Roth veröffentlicht, das erhellende Einblicke in die Denk- und Schaffenswelt dieses außergewöhnlichen Autors gibt.
[Quelle: Christian Schacherreiter, OÖ NACHRICHTEN]


 

Weitere Bücher des Autors / der Autorin

Im Irrgarten der Bilder

Gerhard Roth - Im Irrgarten der Bilder

Die Gugginger Künstler

1976 fuhr Gerhard Roth zum ersten Mal nach Gugging, in die Landesnervenheilanstalt nahe Wien, um den Leiter Leo Navratil und den Dichter Ernst Herbeck zu besuchen. Herbeck lebte in Gugging, mit anderen Patienten, die wie er an chronischen psychischen Erkrankungen litten, später wurde dort das so genannte „Haus der Künstler“ eingerichtet. Es war der Auftakt für eine tiefgreifende Auseinandersetzung, die bis heute anhält und Gerhard Roth stark geprägt hat. In der Folge besuchte er sie alle und immer wieder: August Walla, Johann Hauser, Oswald Tschirtner, heute ohne Ausnahme Künstler von Weltruf, aber auch die Vertreter der „zweiten Generation“ wie Arnold Schmidt, Karl Vondal, Leonhard Fink u.a. Roth war nicht nur von ihrer Kreativität beeindruckt, sondern auch von den Persönlichkeiten der Künstler und der Einheit von Leben und Werk, die er in ihnen erkannte. Dieses Buch dokumentiert eine bereits 35 Jahre dauernde Begegnung: mit zahlreichen Abbildungen der Künstler und ihrer Werke sowie Texten von Gerhard Roth über ihr Leben und ihre Bilder. Mehr als 300 seiner Fotografien zeigen sein tiefes Verständnis für das Leben und Schaffen dieser aussergewöhnlichen Menschen.

Spuren

Martin Behr (Hg.) Daniela Bartens (Hg.) Gerhard Roth (Fotos) - Spuren

Aus den Fotografien von 2007 bis 2017

Die neuen Fotos von Gerhard Roth spüren einer sich auflösenden Dingwelt nach. In der Mikrowelt entdeckt der Autor Schönheit und Poesie. In seinen aktuellen digitalen Bildern erforscht Gerhard Roth die Mikrostrukturen des Lebens in der Peripherie: Rinde, Rost, Schimmel, Eis, Holz, Pilze, ein alter Eisenbahnwaggon und noch vieles mehr: Diese neuen Bilder sind aus extremer Nähe aufgenommen und bisweilen am Computer nachbearbeitet. Sie geben die Oberflächenstrukturen der Dinge wieder, durch die Fokussierung auf das Detail wird das Bekannte und Konkrete abstrakt. Die ausschnitthafte, intensivierte Realität kündet vom Sich-Auflösen der Form, erinnert an sinnliche Farblandschaften aus der bildenden Kunst. Der Fotograf Gerhard Roth macht die Schönheit im Alltäglichen sichtbar, seine Bilder bleiben – ebenso wie Lyrik – mehrdeutig: Sinnsuche in der Welt des Kleinen, des Unvollkommenen und Fragmentarischen.

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Uwe Schütte - Unterwelten

Zu Leben und Werk von Gerhard Roth

Mit seinen Romanzyklen „Orkus“ und „Die Archive des Schweigens“ hat Gerhard Roth sich als einer der bedeutendsten Schriftsteller der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur erwiesen. Seine literarische Arbeit hat er drei Jahrzehnte lang dem Kampf gegen das Verschweigen historischer Schuld gewidmet, wie er sich auch immer wieder engagiert in politische Debatten eingemischt hat. Uwe Schüttes Dossier verschafft einen aufschlussreichen Einblick in Roths umfangreiches Gesamtwerk und macht es als künstlerische Spurensuche im Dunkel der Vergangenheit begreifbar – als Projekt, das immer auch als Gegenentwurf zur offiziellen Geschichte lesbar ist, als vielschichtiges Werk, das den Verfolgten, Vergessenen und Ausgegrenzten eine Stimme gibt.

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