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Marie von Ebner-Eschenbach

geboren 1830, gestorben 1916, geborene Freiin (spter Grfin) Dubsk, war eine der bedeutendsten sterreichischen Schriftstellerinnen. 1848 heiratete sie ihren Cousin Moritz von Ebner-Eschenbach. Sie schrieb zunchst zahlreiche Dramen, ab 1876 aber vor allem Prosa, mit den "Dorf- und Schlossgeschichten" (1883) gelang ihr der Durchbruch. In ihren letzten Lebensjahren erhielt sie zahlreicheAuszeichnungen, u.a. den ersten an eine Frau verliehenen Ehrendoktortitel der Universitt Wien. Bei Residenz erschien 2014/2015 die vierbndige Leseausgabe.

Bücher

Coverabbildung von 'Bozena. Der Vorzugssch�ler'

Marie von Ebner-Eschenbach Evelyn Polt-Heinzl (Hg.) Daniela Strigl (Hg.) Ulrike Tanzer (Hg.) - Bozena. Der Vorzugssch�ler

Bozena gehrt zu den groen starken Frauen der Weltliteratur und begrndete 1875 Marie von Ebner-Eschenbachs Ruhm: Die schne Dienstmagd mit ihrem ?Paar rabenschwarzer Augen?, die ?auch der mutigste Mann nicht ohne leises Grauen in Ungnaden auf sich gerichtet sah?, opfert ihr Leben der Bue fr den erotischen Fehltritt, der das ihr anvertraute Mdchen ins Unglck gestrzt hat. Ebner-Eschenbach zeichnet das ergreifende Portrt einer aufrechten Frau und zugleich ein Panorama der Gesellschaft am Vorabend der 1848er- Revolution. Von der Kehrseite der Erziehung, der berforderung durch eine mrderische Pdagogik, erzhlt die brillante Novelle ?Der Vorzugsschler? (1898), die Friedrich Torbergs ?Schler Gerber? vorwegnimmt.

Coverabbildung von 'Erz�hlungen und Aphorismen'

Marie von Ebner-Eschenbach Evelyn Polt-Heinzl (Hg.) Daniela Strigl (Hg.) Ulrike Tanzer (Hg.) - Erz�hlungen und Aphorismen

Die ?Dorf- und Schlogeschichten? wie ?Krambambuli? und ?Er lat die Hand kssen? zhlen zu den bekanntesten Werken Marie von Ebner-Eschenbachs. Das Spektrum der genau beobachtenden, sozialkritischen Autorin reichte von der Knstlernovelle bis zur Adelssatire. Fr viele war Ebner-Eschenbach in ihren Erzhlungen, die Betty Paoli als ?meisterlich erzhlt, natrlich, anmutig, mit heiterem Witz? beschrieb, auf dem Hhepunkt ihres Knnens. Zum Abschluss der vierbndigen Leseausgabe versammelt der Band ihre berhmtesten Erzhlungen sowie wenig bekannte und verblffend moderne Fundstcke und ein ?Best of? der Aphorismen.

Coverabbildung von 'Aus Franzensbad. Das Gemeindekind'

Marie von Ebner-Eschenbach Evelyn Polt-Heinzl (Hg.) Daniela Strigl (Hg.) Ulrike Tanzer (Hg.) - Aus Franzensbad. Das Gemeindekind

Das vielfltige Werk der Marie von Ebner-Eschenbach mit seiner feinen Psychologie und seiner klar formulierten Gesellschaftskritik verdient eine aktuelle Lesart. Gerade die Geschichte von Pavel, dem ?Gemeindekind?, der von der Gemeinschaft ausgestoen wird, dem aber gegen alle Widerstnde ein sozialer Aufstieg gelingt, ist von bestrzender Modernitt. Auch das unkonventionelle Debt der Autorin ? die 1858 anonym erschienene Briefnovelle ?Aus Franzensbad? ? demontiert erfrischend scharf und voller Sprachwitz den damaligen Zeitgeist. Beide Werke zeigen ihren wachen Blick fr die brennenden Fragen der Zeit und ihre kritische Haltung zu den Konventionen ihres eigenen Standes.

Coverabbildung von 'Lotti, die Uhrmacherin. Uns�hnbar'

Marie von Ebner-Eschenbach Evelyn Polt-Heinzl (Hg.) Daniela Strigl (Hg.) Ulrike Tanzer (Hg.) - Lotti, die Uhrmacherin. Uns�hnbar

Ein erstaunlich modernes Frauenbild ist zu entdecken: In ?Lotti, die Uhrmacherin? greift die Autorin auf ihre eigene Ausbildung als Uhrmacherin zurck. Lotti, sozial und beruflich gefestigt, wird trotz Liebesverwicklungen als unabhngige, selbstbewusste Frau geschildert. Grfin Maria Dornach in ?Unshnbar? hingegen scheitert als ?sterreichische Effi Briest? an den ungleichen Lebensoptionen, die die Gesellschaft den beiden Geschlechtern zugesteht. Whrend ihr Vater wie ihr spterer Verfhrer ein ausschweifendes Liebesleben geniet, bedeutet eine Verfehlung fr die junge Frau den Zusammenbruch ihrer ganzen Welt. Mit kritischem Witz vermisst Ebner-Eschenbach die gesellschaftlichen Handlungsspielrume junger Frauen.