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Ilija Trojanow - Der überflüssige Mensch

Wer nichts produziert und nichts konsumiert, ist überflüssig – so die mörderische Logik des Spätkapitalismus. Überbevölkerung sei das größte Problem unseres Planeten – so die internationalen Eliten. Doch wenn die Menschheit reduziert werden soll, wer soll dann verschwinden, fragt Trojanow in seiner humanistischen Streitschrift wider die Überflüssigkeit des Menschen. In seinen eindringlichen Analysen schlägt er den Bogen von den Verheerungen des Klimawandels über die Erbarmungslosigkeit neoliberaler Arbeitsmarktpolitik bis zu den massenmedialen Apokalypsen, die wir, die scheinbaren Gewinner, mit Begeisterung verfolgen. Doch wir täuschen uns: Es geht auch um uns. Es geht um alles.

Erhältlich als

  • Klappenbroschur
    Aus der Reihe "Unruhe bewahren"
    96 Seiten
    Format:140 x 220
    ISBN: 9783701716135
    Erscheinungsdatum: 06.08.2013
    18,00 inkl. MwSt.
  • E-Book
    Aus der Reihe "Unruhe bewahren"
    96 Seiten
    Format:140 x 220
    ISBN: 9783701743582
    Erscheinungsdatum: 06.08.2013

    Empfohlener Verkaufspreis
    9,99 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Ilija Trojanow

geboren 1965 in Sofia, wuchs in Kenia auf und lebt heute in Wien. Trojanow wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis 2000, dem Preis der Leipziger Buchmesse 2006, dem Berliner Literaturpreis 2007. Neben seinem umfangreichen literarischen Werk publizierte Trojanow Essays und Reportagen zu globalen politischen und kulturellen Themen. Zum Bestseller wurde „Der Weltensammler“ (2006). Bei Residenz erschien zuletzt: "Der überflüssige Mensch" (2013).

Pressestimmen

Soziale Ungerechtigkeit halten viele heute für gottgegeben. Genau dagegen lehnt sich Ilija Trojanow in seiner Streitschrift "Der überflüssige Mensch" auf. Sein Aufruf zu mehr Empathie ist faktenreich begründet und liefert gut recherchierte Beispiele beängstigender Entwicklungen.
[Quelle: Carsten Hueck, Dradio]

Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Auf knapp 100 Seiten stellt Ilija Trojanow die schmerzhaften, die wirklich wichtigen Fragen.
[Quelle: Günter Kaindlstorfer, WDR 5, SWR2, MDR]

Trojanow hat eine wichtige und brillante Streitschrift vorgelegt. Ein Plädoyer für mehr soziale Gerechtigkeit, Zerschlagung von konzentriertem Vermögen, (Wieder-)Herstellung der Demokratie. Kurz: Die Wiedererlangung der menschlichen Würde frei von kommerzieller Bewertung. Ein ungemein anregender Lesestoff!
[Quelle: Angelo Algieri, VORWÄRTS]

Polemisch? Ja. Gallig? Auch das. Und hervorragend im Stil. Ilija Trojanow (…) schreibt in seinem Essayband „Der überflüssige Mensch“ höllisch deftig.
Der Autor seziert die Zustände in der Welt diesmal nicht mit feiner Klinge, sondern fährt die scharfe geschliffene Breitaxt aus. Mit treffsicherer Sprachwucht und kraftvoll. Er ist zornig.
[Quelle: Manuela Swoboda, KLEINE ZEITUNG]

Eine große Systemkritik
(…) Das Buch ist eine Art Echo auf Stéphane Hessels vor drei Jahren erschienene Streitschrift „Empört euch!“. Das Rettungsboot ist bei Trojanow die ganze Welt.
[Quelle: Ronald Meyer-Arlt, SÄCHSISCHE ZEITUNG]

Der Essay des in Sofia geborenen und heute in Wien lebenden vielfach ausgezeichneten Schriftstellers ("Der Weltensammler") ist so etwas wie das heimische, stringenter und aktueller durchargumentierte Pendant zu Stephane Hessels "Empört Euch!". So pointiert Trojanow formuliert, so illusionslos ist er. (…)
Trojanow schreibt ohne Schaum vor dem Mund. Und bringt immer wieder verblüffende Beispiele.
[Quelle: APA]

Ilija Trojanow hat einen Essay geschrieben, in dem er mindestens so zornig ist wie im vorangegangenen Roman „EisTau“ (2011) über die Natur, mit der Kasperl gespielt wird, anstatt sie zu retten.
Die – sozusagen – souveräne Gleichgültigkeit macht es dem 47-jährigen (meist mit der Bahn fahrenden) Schriftsteller immer schwerer, sich im Zaum zu halten.
In „Der überflüssige Mensch“ kann er aufs schöne Formulieren verzichten. Da legt er einfach los.
[Quelle: Peter Pisa, KURIER]

In seiner Schrift „Der überflüssige Mensch“ liest der Essayist Ilja Trojanow dem Spätkapitalismus die Leviten. (…) Sehr lesenswert.
[Quelle: DRESDNER MORGENPOST]

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