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Coverabbildung von "Die Geschichte von Uljana"

Sofia Andruchowytsch Alexander Kratochvil (Übersetzung) Maria Weissenböck (Übersetzung) - Die Geschichte von Uljana

Amadoka Band 2

Ein Jahrhundert ukrainischer Geschichte, fesselnd erzählt – Band 2 gehört Uljana und ihrer verbotenen Liebe zu einem Juden im Nationalsozialismus.

Einst war die galizische Kleinstadt Buczacz ein Zentrum des Zusammenlebens der polnischen, ukrainischen, deutschsprachigen und jüdischen Bevölkerung. Hier wächst Bogdans Großmutter Uljana auf, hier verliebt sie sich in den jüdischen Jungen Pinkhas. Doch mit der nationalsozialistischen Besetzung 1941 beginnt die Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung, die Uljanas Vater unter Lebensgefahr zu verstecken versucht. Um ihre geheime, von religiösen Verboten und Vernichtung gleichermaßen bedrohte Liebe zu retten, trifft Uljana eine verhängnisvolle Entscheidung… Siebzig Jahre später reißt Romanas Erzählung alte Wunden auf und macht die verdrängte Geschichte der Ukraine schmerzhaft lebendig.

Erhältlich als

  • Hardcover
    Aus dem Ukrainischen übersetzt.
    348 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701717644
    Erscheinungsdatum: 07.11.2023
    25,00 inkl. MwSt.
  • E-Book
    Aus dem Ukrainischen übersetzt.
    308 Seiten
    ISBN: 9783701746965
    Erscheinungsdatum: 07.11.2023

    Empfohlener Verkaufspreis
    17,99 inkl. MwSt.
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Autor*innen
Sofia Andruchowytsch

geboren 1982 in Iwano-Frankiwsk, Ukraine. Sie lebt in Kiew als Schriftstellerin, Übersetzerin und Essayistin. Sie ist die Tochter des Autors Jurij Andruchowytsch und hat seit 2002 mehrere Prosabände veröffentlicht. 2014 gelang ihr der literarische Durchbruch mit dem Roman „Der Papierjunge“, der in mehrere Sprachen übersetzt sowie verfilmt wurde und 2016 bei Residenz erschienen ist. Ihre große Roman-Trilogie „Amadoka“ erschien 2020 in der Ukraine und löste heftige Diskussionen über die Rolle der Ukraine während des Nationalsozialismus sowie über die Krim-Annexion von 2014 aus.

Alexander Kratochvil (Übersetzung)

geboren 1965 in München, Studium der Slawistik, Osteuropageschichte und Germanistik. Übersetzungen aus dem Ukrainischen und Tschechischen, u.a. Oksana Sabuschko, Jurij Wynnytschuk, Oleksandr Irwanez, Pavel Šrut u.a. Eigene Bücher zur ukrainischen und tschechischen Literatur, u.a. Trauma-Literatur-Gedächtnis (Berlin 2019).

Maria Weissenböck (Übersetzung)

Geboren 1980 in Wien. Studium der Angewandten Sprachwissenschaften in der Fächerkombination Russisch/ Ukrainisch/ Deutsch. Maria Weissenböck übersetzt aus dem Ukrainischen und dem Belarussischem, u.a. von Taras Prochasko, Tanja Maljartschuk und Volja Hapeyeva. Sie erhielt 2004 den Übersetzerpreis der Stadt Wien für die Übersetzung von Jurij Wynnytschuks „Die Einhornjagd“. Für den Residenz Verlag übersetzte sie den Roman „Der Papierjunge“ von Sofia Andruchowytsch.

Weitere Bücher

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Amadoka Band 3

Unter dem Stalinismus wurde die „Sowjetukraine“ nicht nur Opfer einer mörderischen Hungersnot, auch die Intelligentsia und das blühende literarische Leben der 1920er wurden gnadenlos vernichtet. Im Zentrum der intellektuellen Zirkel von Kiew stehen der Dichter Mykola Zerow und seine schöne Frau Sofia. Als Zerow 1934 verhaftet und 1937 von Stalins Schergen erschossen wird, spielt Sofias Geliebter, der mysteriöse Autor, Wissenschaftler und sowjetisch-deutsche Doppelagent Wiktor Petrow eine zwielichtige Rolle. In der „Geschichte von Sofia“, dem letzten Band von „Amadoka“, enthüllt sich endlich Bogdans wahre Identität – die eng mit seiner Heimatstadt Mariupol, der Geschichte des Agenten Petrow und dem Massaker von Babyn Jar verknüpft ist.

Coverabbildung von 'Die Geschichte von Romana'

Sofia Andruchowytsch Alexander Kratochvil (Übersetzung) Maria Weissenböck (Übersetzung) - Die Geschichte von Romana

Amadoka Band 1

Die epochale Roman-Trilogie von Sofia Andruchowytsch umfasst ein Jahrhundert ukrainischer Geschichte. Der erste Band erzählt von der Archivarin Romana, die meint, in einem namenlosen Soldaten, der 2014 schwerverletzt aus dem Krieg im Donbas zurückkehrt, ihren verschollenen Ehemann Bogdan zu erkennen: Der Mann ist zu verstümmelt, um identifiziert zu werden, und zu traumatisiert, um sich zu erinnern. Romana versucht, Bogdan erzählend Gedächtnis und Identität zurückzugeben. Einst hat er ihr einen geheimnisvollen Koffer mit Fotos und Dokumenten übergeben, in deren Mittelpunkt das erschütternde Schicksal seiner Großmutter Uljana stand. Vielleicht ist Romana aber bloß eine unzuverlässige Erzählerin, die einem fremden Soldaten eine ihr genehme Biographie anbietet…

Coverabbildung von 'Der Papierjunge'

Sofia Andruchowytsch Maria Weissenböck (Übersetzung) - Der Papierjunge

Stanislau um 1900: eine galizische Kleinstadt am Rande der Monarchie. Adelja und Stefa, „miteinander verflochten wie die Stämme zweier Bäume“, einander stützend, einander die Luft zum Atmen nehmend, wachsen gemeinsam auf. Als Adelja den Steinmetz Petro heiratet, wird aus der engen Verstrickung ein Dreieck, aus dem Stefa sich vergeblich zu befreien trachtet. Und als der Magier Torn mit seinem Zirkus die Stadt besucht, taucht plötzlich der engelsgleiche Junge Felix in Petros Werkstatt auf – ein kleiner Schlangenmensch, sprachlos, biegsam und brüchig wie Papier. „Der Papierjunge“ bietet mehr als ein dichtes, mit sinnlichen Eindrücken und Details gesättigtes Bild einer Epoche, es ist eine drängend erzählte Geschichte von Liebe und Verrat.