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Markus G. Patka (Hg.) Sabine Fellner (Hg.) - Jedermanns Juden

100 Jahre Salzburger Festspiele

Jüdische Künstler erfinden ein katholisch-barockes, ur-österreichisches Bühnenspektakel – die Ambivalenz der Salzburger Festspiele.

Die 1920 begründeten Salzburger Festspiele verstanden sich als katholisch-neobarockes Spektakel, dennoch waren zahlreiche Jüdinnen und Juden maßgeblich daran beteiligt. Nicht nur der Begründer Max Reinhardt, sondern auch der Dirigent Bruno Walter, der Violinist Arnold Rosé oder die Tänzerin Margarete Wallmann wurden 1938 aus Österreich vertrieben. In der Nachkriegszeit kehrten nur wenige nach Salzburg zurück und die Darsteller der NS-Zeit konnten nach kurzer Pause ihre Karrieren fortsetzen. Der Band beleuchtet die Ambivalenz der künstlerischen Genese und die Veränderung der Festspiele durch „Ständestaat“ und NS-Zeit.

Erhältlich als

  • Klappenbroschur
    Mit Beiträgen von Helmut G. Asper, Barbara Lesák, Albert Lichtblau, Oliver Rathkolb u.a. Mit zahlreichen Abbildungen, dt./eng.
    240 Seiten
    Format: 290 x 230
    ISBN: 9783701735037
    Erscheinungsdatum: 15.03.2020
    29,90 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Autor
Markus G. Patka (Hg.)

seit 1998 Kurator im Jüdischen Museum Wien, Zeit- und Kulturhistoriker mit Schwerpunkt auf Wiener jüdische Geschichte und Literatur, zahlreiche Publikationen und Ausstellungen im In- und Ausland, 2004 und 2006 Unterricht an der Portland State University; 2015 Habilitation am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien.
 

Sabine Fellner (Hg.)

freie Kuratorin und Autorin. Publikationen zum Thema Alltagskultur und zur österreichischen Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Ausstellungen im NORDICO Stadtmuseum in Linz, Forum Frohner in Krems, LENTOS Kunstmuseum in Linz (2016, 2017), Leopold Museum in Wien, Jüdischen Museum in Wien (2016), Belvedere in Wien (2017, 2019) und im Austrian Cultural Forum in New York (2018).

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Noch vor Ende des Ersten Weltkriegs wurden die organisatorischen Weichen für Festspiele in Salzburg gestellt. Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Salzburger Festspiele, das 2020 gefeiert wird, stehen im zweiten Band einer Schriftenreihe Max Reinhardt und die Erforschung seines Lebenswerks im Zentrum der Betrachtung. Im Frühjahr 1918 erwarb Max Reinhardt Schloss Leopoldskron, das er als barockes Gesamtkunstwerk wiederauferstehen ließ und das als Keimzelle seiner Festspielvision zum Mittelpunkt des kulturellen Lebens der Stadt wurde. In der Ausgestaltung von Schloss Leopoldskron und seiner Nutzung manifestierte sich Reinhardts genialisches Gespür für theatralische Wirkung – dieser Lust am Theatralischen und Sinnlichen spüren die Beiträge des Bandes nach.