Titel

Ulrich Ladurner - Lampedusa

Große Geschichte einer kleinen Insel

Zarin Katharina II. wollte die Insel für ihre Flotte erwerben. William Shakespeare siedelte auf ihr sein Drama „Der Sturm“ an. Ariosto ließ seinen Rasenden Roland an ihrem Strand kämpfen. Hunderte Soldaten Mussolinis ergaben sich 1943 widerstandslos einem englisch-jüdischen Piloten, der auf der Insel notgelandet war. Der italienische Romancier Tomasi di Lampedusa verspottete die Insel, deren Namen er trug. Und seit mehr als zwei Jahrzehnten ist Lampedusa für zehntausende Flüchtlinge zu einer Insel der Hoffnung geworden. Ulrich Ladurner hat sich aufgemacht, diese schroffen Felsen mitten im Meer zu erforschen – er fand Zeugnisse aus dem Herzen europäischer Geschichte und Gegenwart.

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  • Hardcover
    144 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701733316
    Erscheinungsdatum: 30.01.2014
    19,90 inkl. MwSt.
  • E-Book
    144 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701744657
    Erscheinungsdatum: 30.01.2014

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Produktdetails

Autor
Ulrich Ladurner

geboren 1962 in Meran/Südtirol, studierte Politikwissenschaft und Geschichte in Innsbruck. Seit 1999 berichtet er als Auslandsredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT aus Irak und Iran, Afghanistan und Pakistan. Er lebt in Hamburg. Bücher: „Bauern am Berg“ (1996), „Islamabadblues“ (2001), „Tausendundein Krieg“ (2004), „Die Asadis“ (2006), „Südtirol liegt am Meer“ (2006), „Die iranische Bombe“ (mit Gero von Randow, 2006), „Bitte informieren Sie Allah!“ (2007), "Solferino" (2009), "Eine Nacht in Kabul (2010), "Lampedusa" (2014).

Pressestimmen

In seinem Buch über Lampedusa trägt der Autor Ulrich Ladurner Schicht für Schicht dieser kleinen Insel ab, die doch eine große Geschichte hat. Um auch jene Geschichten zu Tage zu fördern, die hinter den Meldungen der Tagespolitik verborgen liegen.
[Quelle: Dr. Manuel Gogos, Deutschlandfunk]

Ladurners Quellenforschung ergibt ein schillerndes Bild von einem kargen Felsen, der zu ausufernden Phantasien reizte, ja sogar zur imaginären Heimstatt von Königen und Ort utopischer Reiche wurde. Sein Buch ist ein Inselführer nicht nur zu dem wenigen, was die Insel heute an Geschichtsresten zu bieten hat, sondern auch ein Eintauchen in das Meer von Phantasien, auf dem Lampedusa durch die Jahrhunderte trieb.
[Quelle: Karl Hoffmann, FAZ]

Lauter »Leuchttürme« der europäischen Kultur, deren Strahlen Ladurner immer wieder auf die Menschen hier und heute fallen lässt. Das Große und das Kleine. Er muss sie nicht auf irgendeine ideologische »Linie« bringen. Sie spiegeln wie von selbst zurück, was der ganze verdammte Kontinent sein könnte, wenn wir Resteuropäer von Lampedusa lernen würden.
[Quelle: Pieke Biermann, titel-kulturmagazin]

Eine Reportage, die gefehlt hat.
[Quelle: Peter Pisa, KURIER]

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist Lampedusa für zehntausende Flüchtlinge zu einer Insel der Hoffnung geworden. Der „Zeit“-Journalist und gebürtige Meraner Ulrich Ladurner hat sich aufgemacht, diese Insel zu erforschen.
[Quelle: FF]

Ladurner ist ein Meister der literarischen Reportage.
[Quelle: Florian Klenk, FALTER]

Ulrich Ladurners kleines, aber facettenreiches Lampedusa-Kompendium ist eine interessante, sprachlich fein ziselierte und inhaltlich hilfreiche Ergänzung zur plakativen und oft sensationslüsternen Lampedusa-Berichterstattung!
[Quelle: Karl Hoffmann, DEUTSCHLANDFUNK]

Ulrich Ladurner nimmt den Leser auf eine Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart mit.
[Quelle: Thomas Schmid, FRANKFURTER RUNDSCHAU]

Der Autor Ulrich Ladurner hat sich mit der bewegten und bewegenden Geschichte des Zufluchtsortes Lampedusa befasst und findet: Europa.
[Quelle: Gundi Große, WDR 5]

Lampedusa – Insel, Eiland und zugleich Symbol für eines der Phänomene unserer Zeit und Gesellschaft. 22 Quadratkilometer Kulturgeschichte um die sich das neue Buch von Ulrich Ladurner dreht.
[Quelle: MDR FIGARO]

…ein kleines, feines Büchlein…
[Quelle: Martina Hildebrand, NÜRNBERGER PRESSE]

Die eindrucksvolle literarische Reportage besticht durch angenehme Lesbarkeit sowie eine gute Verbindung von historischen Informationen und der Darstellung der heutigen Situation der Bewohner Lampedusas.
[Quelle: Karl Krendl, biblio]

Ladurner beleuchtet mit all diesen Leuchttürmen der Geschichte immer wieder die Menschen hier und heute auf der Insel, aber er zwingt seine Beobachtungen nie zum alles erklärenden Gesamtbild zusammen. Die Details erhellen in ihrer Vielfalt, was Europa sein könnte, wenn wir Resteuropäer von Lampedusa lernen würden.
[Quelle: DEUTSCHLANDRADIO Kultur]

Ein empfehlenswertes Buch, nicht nur für geschichtlich interessierte Leser.
[Quelle: Markus Drechsler, BLICKPUNKTE]

Unaufdringlich und ohne simple Erklärungsstrategien für die multiplen Probleme des Eilands verwebt Ladurner Gespräche mit der Bevölkerung, eigene Erlebnisse und literarische Zeugnisse miteinander zu einem Netz aus Geschichten, in dem man unweigerlich hängenbleibt.
(…) In vordergründig nüchterner und einfacher Sprache holt Ladurner weit aus, erzählt von Eroberungen, Besiedlungen und Skurrilitäten genauso wie von Herrschaftsverhältnissen, Ohnmacht und dem Arrangieren mit prekären Bedingungen. Aus dem, was Bewohner, Politiker und Besucher zu erzählen haben und aus den eigenen, über die Jahre gesammelten Beobachtungen und Anekdoten entsteht so ein umfangreiches Panorama, dem man den Wunsch, weder zu dramatisieren, noch zu beschönigen, hoch anrechnen muss.
[Quelle: Julius Schlögl, FM5]

Die eindrucksvolle literarische Reportage besticht durch angenehme Lesbarkeit sowie eine gute Verbindung von historischen Informationen und der Darstellung der heutigen Situation der Bewohner Lampedusas.
[Quelle: Karl Krendl, BIBLIOTHEKSNACHRICHTEN]

Ulrich Ladurner erzählt wie am Lagerfeuer…
[Quelle: Helmuth Schönauer, NEUE SÜDTIROLER]

Das ist ein großartiges Buch!
Veit Heinichen



 

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