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Titel

Christoph Wagner-Trenkwitz - Wenn sie auch schlecht singen, das macht nichts.

Versuche über Verdi

Aida, Nabucco, Rigoletto, Don Carlos, La Traviata – Giuseppe Verdis große Opern sind von zeitloser Faszination. Ihre Heldinnen und Helden dienen als Spiegel der Realität – und sind doch Ausdruck einer Wahrheit, die Verdi neu erfinden wollte. Er nutzte wie kein anderer die Leidenschaft als Handlungsmuster und schuf eine Musik, deren Emotionalität das Publikum bis heute zu fesseln vermag. Christoph Wagner-Trenkwitz beleuchtet Verdis schöpferische Entwicklung als Komponist, Librettist, Bühnenbildner – und als Politiker. Weil Verdi Geschichte nicht nur als Meister der Töne schrieb, sondern auch als Meister der Worte verzauberte, sind hier zudem seine schönsten Zitate zusammengestellt und in ihrer Wirkung kommentiert.

Erhältlich als

  • Hardcover
    228 Seiten
    Format: 140 x 220
    ISBN: 9783701732838
    Erscheinungsdatum: 11.03.2013
    21,90 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Autor
Christoph Wagner-Trenkwitz

geboren 1962 in Wien, Studium der Musikwissenschaft, Politikwissenschaft und Romanistik. Seit 2001 TV-Kommentator des Wiener Opernballs, seit 2003 Direktionsmitglied, seit 2009 Chefdramaturg der Volksoper Wien, aber auch als Moderator, Schauspieler, Kabarettist und Autor im „Universum Musiktheater“ tätig. Zuletzt bei Residenz erschienen: "'Wenn sie auch schlecht singen, das macht nichts!'" (2013).

Pressestimmen

… ein Verdi-Buch für Entdecker, für Leser, die Lust haben, lesend in seine Musik genauer hineinzuhören, abseits des rein Biografischen.
[Quelle: Christoph Vratz, dradio]

Dieser Mann hat sich die letzte Silbe seines Namens wirklich zum Motto gemacht, worüber er auch berichtet, immer ist ein Augenzwinkern dabei. Bei ihm wirken auch historisch eher fade Libretti interessant, er versteht es Detailwissen so in das Gesamte einfließen zu lassen, dass es einem ganz logisch erscheint und man gleichzeitig wieder Neues erfuhr. So macht Lernen Spaß !
[Quelle: Irene Schwingenschlögl, Film Sound & Media

Nach all dem Tiefgründeldem zum Verdi- und insbesondere zum Wagner-Jahr darf es auch einmal etwas unbeschwerter, leichtfüßiger Daherkommendes sein, so wie Christoph Wagner-Trenkwitz‘ Verdi-Buch. (…) Das entbehrt nicht des Charmes, so wie auch die an den Kapitelenden mitgeteilten persönlichen Erfahrungen mit einzelnen Opern vorzugsweise in Inszenierungen der Wiener Staatsoper diesen offenbaren. Man hat etwas den Eindruck, Wagner-Trenkwitz wolle in die Fußstapfen Marcel Prawys treten, nur ohne den heiligen Ernst, mit dem dieser für die Gattung Oper kämpfte. (…) Kühne Vergleiche- so der des „Macbeth“ mit „Wozzek“-, interessante Quellenforschung („Stiffelio“), Vergleiche zwischen Arien verschiedener Epochen mit Notenblättern („Regnava in silenzio“ mit „Tacea la notteplacida“), Entwicklungen von der Arie zum veristischen Monolog ( „Pari siamo“), Aufführungsprobleme („traditionelle“ Spitzentöne wie in „Rigoletto“): jeder der besprochenen Opern gewinnt Wagner-Trenkwitz eine neue Betrachtungsweise ab. (…) Nie kommt der Humor zu kurz, so in Betrachtungen über die Ägypten-Oper „Aida“.
OPERNFREUND, Ingrid Wanja

Verdi bezeichnet sich selbst in Schriftform als Bär, der mit seiner Pranke Harmonie zu schaffen weiss, auf genial-feinste Art und mit seiner autobiografisch-gestaltenden Signatur das synästhetisch ausstrahlt was er ist - ein Komponist vom Feinsten, Tiefen in der Musik über die Zeiten hinweg seinen Bogen* streicht. Das und vieles andere wie die Werke, sein Wirken und seine Weisheiten samt Werk/Register finden Interessierte in diesem hervorragend gelungenen "Versuch" über Verdi.
kultur-punkt.ch

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