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Nikolaus Harnoncourt

Nikolaus Harnoncourt

geboren 1929 in Berlin, gestorben 2016, gründete 1953 sein Ensemble für Alte Musik, den Concentus Musicus. Als Dirigent erhielt er zahlreiche internationale Auszeichnungen, u. a. den Gramophone Lifetime Achievement Award (2009) und die Goldmedaille der Royal Philharmonic Society (2012).

Bücher

Mozart Dialoge

Nikolaus Harnoncourt - Mozart Dialoge

Das Genie und sein Interpret: Nikolaus Harnoncourt und Wolfgang Amadeus Mozart im Dialog. Dieses Buch gibt Einblicke in die Überlegungen und die Praxis eines Interpreten, der wesentlich dazu beigetragen hat, die Werke Mozarts für den Hörer von heute neu zu erschließen. Texte, Reden und Gespräche von Nikolaus Harnoncourt aus mehr als zwei Jahrzehnten. Im Mittelpunkt: Mozart. Viele der Beiträge sind Momentaufnahmen aktueller Arbeitserfahrungen und bieten interessante Einblicke in die Überlegungen und die Arbeitsweise eines Interpreten, der wesentlich dazu beigetragen hat, die Werke Mozarts von zeitlich bedingten Überlagerungen zu befreien, um sie für den heutigen Hörer neu zu erschließen. In zahlreichen Gesprächen mit Musikjournalisten entfaltet Nikolaus Harnoncourt seine Vorstellungen einer möglichst werkgerechten Interpretation. Er weist auf die Schwierigkeiten hin, die sich aus der Aufführung historischer Musik sowohl für den Interpreten als auch den Hörer ergeben können. Am Beispiel seiner aktuellen Erfahrungen mit den Werken Mozarts zeigt er die diesen innewohnende Vielschichtigkeit und dramatische Spannung auf und trägt dadurch zu einem tieferen Verständnis der überzeitlichen Meisterwerke des Musikgenies Mozart bei. Eingebettet sind diese Mozart-Dialoge in eine Analyse der kulturellen Situation unserer Zeit. Einmal mehr unterstreicht Harnoncourt darin die eminente Bedeutung der Kunst im Allgemeinen wie der Musik im Besonderen für die Entfaltung und Bewahrung menschlicher und moralischer Werte: „Ein Computer kann nicht musizieren, er kann auch nicht lieben.“

Unmöglichkeiten sind die schönsten Möglichkeiten

Nikolaus Harnoncourt Sabine M. Gruber - Unmöglichkeiten sind die schönsten Möglichkeiten

Die Sprachbilderwelt des Nikolaus Harnoncourt

Eine einzigartige Sammlung von Aussprüchen des Enfant terrible der klassischen Musik – aufgezeichnet bei Proben und Aufnahmen. Eines der großen Geheimnisse Nikolaus Harnoncourts ist die in seiner Zunft wohl beispiellose Sprachbegabung, seine Fähigkeit, musikalische Bilder in elementare, humorvolle, präzise Wort-Bilder zu übersetzen. Sabine M. Gruber, seit Anfang der Achtzigerjahre Sängerin im Arnold Schoenberg Chor, hat - als Beteiligte wie als Beobachtende - Nikolaus Harnoncourts geniale Sprachschöpfungen durch Jahre hindurch festgehalten. In verbindenden Kommentaren beleuchtet sie die Persönlichkeit des Künstlers und Menschen Nikolaus Harnoncourt und das Wesen des musikalisch-künstlerischen Prozesses. Aus Gedanken und Worten zu Werken von Bach, Beer, Beethoven, Händel, Haydn, Mendelssohn, Monteverdi, Mozart, Purcell, Schubert, Schumann und Strauß ist ein Buch entstanden, das einen faszinierenden Blick durchs Schlüsselloch von Probenräumen und Konzertsälen gewährt: ebenso ungewöhnliche wie authentische Einblicke in Arbeitsweise und Persönlichkeit eines der eigenwilligsten Musiker unserer Zeit, voller Humor, musikalischer Wahrheit und Lebensweisheit.

Töne sind höhere Worte

Nikolaus Harnoncourt - Töne sind höhere Worte

Gespräche über romantische Musik

Unser musikalisches Erbe verlangt mehr als Pflege, es zwingt zum Dialog: mit der Vergangenheit, mit uns selbst und unserer Zukunft. Ein leidenschaftliches Plädoyer! Beethoven und Schubert, Verdi und Johann Strauss, Schumann und Dvorak, Brahms und Bruckner, das sind nur einige der Protagonisten dieses Buches, in dem sich Nikolaus Harnoncourt mit den bedeutendsten Werken des „Romantischen Jahrhunderts“ auseinandersetzt. Der Dirigent erzählt darin von seiner lebenslangen Suche nach dem Schlüssel, der dem heutigen Hörer das durch Traditionen und Aufführungsmoden verschüttete Verständnis für die Musik dieser Zeit neu erschließen könnte. Unnachahmlich, mit Überzeugung und Leidenschaft zeigt Nikolaus Harnoncourt, dass unser musikalisches Erbe immer wieder neu gelesen werden muss. Darüber hinaus zeichnet er als Zeitzeuge ein bedrückendes Bild seiner Jugenderfahrungen unter dem NS-Regime und gibt faszinierende Einblicke in das Wiener Musikleben seiner Zeit. In allen Äußerungen Nikolaus Harnoncourts, sei es zur Musik, sei es zu ihrem kulturellen Stellenwert oder zu seinem Selbstverständnis als Interpret, kommt ein Lebensprogramm zum Ausdruck: Musik ist nicht nur ein kostbares Erbe der Vergangenheit, sie muss auch und gerade heute, wie alle Kunst, lebendiger Anspruch auf eine menschenwürdige Zukunft sein.

Oper, sinnlich. Die Opernwelten des Nikolaus Harnoncourt

Nikolaus Harnoncourt Anna Mika Johanna Fürstauer - Oper, sinnlich. Die Opernwelten des Nikolaus Harnoncourt

Mehr als 400 Jahre ist die Oper nun alt, und wenn sie bis heute immer noch jung geblieben ist, dann liegt das an Künstlern wie Nikolaus Harnoncourt und seinem unermüdlichen Bemühen um die Erneuerung der Kunst und unseres Verständnisses von Kunst. Sein 80. Geburtstag ist eine gute Gelegenheit, seinen Weg durch die bunte Welt der Oper zu verfolgen und an zahlreichen Beispielen, von Monteverdis „L’Orfeo“ über Mozarts „Figaro“ bis zu Strawinskis „The Rake’s Progress“, zu erfahren, wie lebendig Oper sein kann. Oper ist ein Theater für alle Sinne, kein verstaubtes Relikt der Vergangenheit, keine leere Tradition und schon gar keine Spielwiese für elitäre Eitelkeiten. Text, Musik, Schauspiel und das Bild der Bühnenwelt verschmelzen in der Oper zu einem einzigartigen Kosmos, in dem sich die menschliche Natur spiegelt. Und darum ist Oper letztlich eine Notwendigkeit, wie jede Kunst. Das beweist Nikolaus Harnoncourt von Mal zu Mal, mit Leidenschaft, Intelligenz und Überzeugung. Dieses Buch legt dafür ein spannendes Zeugnis ab.

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