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Nikolaus Harnoncourt Alice Harnoncourt (Hg.) - Über Musik

Mozart und die Werkzeuge des Affen

Gedanken des großen Meisters über das Hören und Musik-Verstehen.

Die Grundprinzipien von Nikolaus Harnoncourts musikalischer Praxis machten ihn in der gesamten Musikwelt berühmt. Er hat mit seinem Ensemble Concentus Musicus alte Traditionen gebrochen und die Interpretation Alter Musik neu zugänglich gemacht. Das war nicht nur das Ergebnis seiner intensiven Beschäftigung mit dem Klang der Originalinstrumente, sondern vor allem einer Infragestellung der üblichen Hörgewohnheiten: Was ist Musik überhaupt, wie wirkt sie und wie ist sie von ihren Schöpfern gemeint? Harnoncourts Texte über Aufführungspraxis, Barockmusik oder Instrumente wie das Cembalo lesen sich wie beredtes Musizieren. Eine wundersame Reise durch die Musikgeschichte!

Erhältlich als

  • Hardcover
    Herausgegeben von Alice Harnoncourt
    176 Seiten
    Format: 140 x 215
    ISBN: 9783701735082
    Erscheinungsdatum: 28.01.2020
    22,00 inkl. MwSt.
  • E-Book
    Herausgegeben von Alice Harnoncourt
    174 Seiten
    ISBN: 9783701746378
    Erscheinungsdatum: 28.01.2020

    Empfohlener Verkaufspreis
    15,99 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Autor
Nikolaus Harnoncourt

geboren 1929 in Berlin, gestorben 2016, gründete 1953 sein Ensemble für Alte Musik, den Concentus Musicus. Als Dirigent erhielt er zahlreiche internationale Auszeichnungen, u. a. den Polar Music Prize und den Erasmuspreis.

 

Alice Harnoncourt (Hg.)

geboren 1930 in Wien, begann schon sehr früh Klavier zu spielen, ehe sie mit neun Jahren die Liebe zur Geige entdeckte. Dreißig Jahre lang prägte sie den Concentus Musicus als Konzertmeisterin und Solistin und spielte am ersten Geigenpult bis zum letzten von Nikolaus Harnoncourt dirigierten Konzert. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen „Wir sind eine Entdeckergemeinschaft“ (2017), „Meine Familie“ (2018) und „Über Musik“ (2020).

Pressestimmen

Messerscharf hat Alice Harnoncourt Reden und Vorträge ausgesucht, die auch heute noch Sprengstoff besitzen, die Lust machen, auch heute noch einmal zu Nikolaus Harnoncourt zu greifen, noch einmal nachzulesen und nachzuhören.
[Quelle: Margarete Zander, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR]

Harnoncourts Plädoyers für die Wahrheit des Uneindeutigen, für die Fortschrittsresistenz des Mysteriums, für den Mut, Widersprüche aufzudecken und sie auszuhalten, statt sie aufzulösen, reißen mit, weil sie die analytisch argumentierende Vernunft nicht über Bord werfen.
[Quelle: Jan Brachmann, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG]

Die Entschlossenheit und Beharrlichkeit, die Nikolaus Harnoncourt als Cellist und Dirigent ausgestrahlt hat, ist auch seinen Texten eigen. Sie haben einen unverwechselbaren Ton, sind von tiefsinnigem Humor durchzogen. Er hat gern kräftige Begriffe gewählt…
[Quelle: Raliza Nikolov, DEUTSCHLANDFUNK]

Wie ein Vermächtnis für die auf dem verderblichen Weg des Materialismus dahin taumelnde Welt, eine Botschaft, die vielleicht doch noch zur Rettung des höchsten Gutes der Menschheit, der Kultur, führen kann, lesen sich einige der Texte, die die Witwe von Nikolaus Harnoncourt, (…)  in „Über Musik“ zusammengetragen hat.
[Quelle: Ingrid Wanja, OPERALOUNGE.DE]

Nikolaus Harnoncourts (…) Gelegenheitstexte aus sechzig Jahren sind frappierend einfach und tiefsinnig.
[Quelle: Erich Klein, FALTER]

Letzten Endes offenbart sich Nikolaus Harnoncourt damit auch posthum als das, was er wohl zeitlebens gewesen war: als glühender die Musik liebender pessimistischer Optimist.
[Quelle: Felix Jurecek, KRONEN ZEITUNG]

Seine Frau, die Violinistin Alice Harnoncourt, hat für den Residenz Verlag Reden und Aufsätze ihres Mannes (…) gesammelt. Was der Meister vor mehr als 20 Jahren über Begriffe wie, „Authentizität“ und „Werktreue“ schrieb, ist so erstaunlich wie visionär.
[Quelle: Susanne Zobl, NEWS]

Alice Harnoncourt ist mit der vorliegenden persönlichen Auswahl von Texten in „Über Musik“ sicher gelungen, den immer originellen und dabei ganz charmanten Provokateur Nikolaus Harnoncourt noch einmal pointiert zu Wort kommen zu lassen.
[Quelle: Daniel Knödler, DAS ORCHESTER]

Das Buch bietet eine schöne Gelegenheit zur Wiederbegegnung mit diesem funkensprühenden Streiter für das tiefere Verständnis von Musik – auch nach dessen Tod. Und für diejenigen, die Harnoncourt nicht mehr persönlich als Musiker oder Redner erleben durften, eine eindrucksvolle Einführung in sein Denken und Musizieren.
[Quelle: Robert Jungwirth, BR KLASSIK]

Seine Essays und originellen Denkweisen inspirieren und beflügeln zu neuen Einsichten über Musik.
[Quelle: Elisabeth Hell, RAIFFEISENZEITUNG]

Im Gegensatz zu den früheren Veröffentlichungen wirken die Essays dort fast wie Plaudereien und Anekdoten zum Musik-Verstehen – und sind damit auch für den gelegentlichen Konzertgeher ein toller Einstieg in die Welt dieses faszinierenden Interpretationsansatzes.
[Quelle: Christian Rupp, JOURNAL FRANKFURT]

Gedanken des großen Meisters über das Hören und Musik-Verstehen. Harnoncours kulturkritische Gedanken mehren sich in seinen älteren Schriften. Die Apelle Harnoncourts lassen einen nicht kalt. Ein umfassend gebildeter Musiker rückt mit einer klaren und leicht verständlichen Ausdrucksweise einfache Wahrheiten in den Fokus. Nicolaus Harnoncourts Schriften helfen uns dabei Musik zu verstehen, mehr noch: sie geben uns Impulse für eigenes weiterdenken.
[Quelle: Niki Keisinger, SR2]

Vernunft versus Liebe, Logik versus Fantasie – das sind die Gegensatzpaare, die Harnoncourt aufmacht. Dass die Musik ein Rätsel ist, und ein unerklärbares Geschenk aus einer anderen Welt, ist eine etwas einseitige Betrachtung der Dinge. Aber es weist hin auf sein großes Thema, das sich durch dieses ganze Buch zieht: Der fundamentale Gegensatz von Logik, einer Vernunft gesteuerten, rational bestimmten Logik und der Fantasie.
[Quelle: Rainer Pöllmann und Masche Drost, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR]

So vehement und unmissverständlich die Herausgeberin ihre und auch seine Position vertritt, so unterhaltsam und zugänglich lesen sich die Texte (…). Herausgekommen ist kein vertrackter, musikphilosophischer Band, sondern eine bunte Sammlung grundlegender, niederschwelliger Texte über die Musik und ihre Bedeutung für die Menschheit. Kurzweiliger kann Musikkunde kaum vonstattengehen.
[Quelle: Judith Hoffmann, Ö1 KULTUR]

„Über Musik“ nennt sich die Sammlung von Essays des Dirigenten und Musikforschers. Der Untertitel „Mozart und die Werkzeige des Affen“ verweist auf die unkonventionelle und gleichzeitig kompromisslose Einstellung zur Musik, die Harnoncourt ausgezeichnet hat.
[Quelle: VOLKSBLATT]

Es bleibt bestechend, wie Nikolaus Harnoncourt in einfacher Sprache die Wunder und Wenden der Musikhistorie erklärt.
[Quelle: MÜNCHNER MERKUR]

Harnoncourt hat ein Leben geführt, in dem Musik zwar eine wesentliche Rolle spielte, ihn aber nicht in einer weltfremden Nabelschau verharren ließ. Deshalb ist „Über Musik“ höchst anregend zu lesen, und man wird veranlasst, diesen oder jenen Gedanken weiterzudenken …
[Quelle: John H. Mueller, DER NEUE MERKER]

Mit Harnoncourt haben wir einen Besessenen und Beseelten für das Verständnis für Musik verloren, dieses Buch ist ein großartiges Vermächtnis.
[Quelle: Grit Schulze, MDR KLASSIK]

„Über Musik“ ist ein tiefgründiges, lehrreiches und immer wieder berührendes Buch.
[Quelle: Sina Kleinedler, CRESCENDO]

Die hier in fünfzehn Kapiteln vermittelten Einblicke in das zukunftsweisende Schaffen Harnoncourts offenbaren eine grundlegende Kritik und Infragestellung zeitgenössischer Hörgewohnheiten, eine tiefreichende Beschäftigung mit der Wirkung von Musik bis hin zur Instrumentenkunde und zum akribischen Quellenstudium auf der Suche nach Komponisten-Intentionen.
[Quelle: Johann Buddecke, CONCERTI]

Dieses Buch ist gut, weil es eine glänzende Gelegenheit ist, in die Welt des Musikdenkers Harnoncourt einzutauchen.
[Quelle: Gerhard Zach, BUCHMEDIA MAGAZIN]

Für alle Musikinteressierten ein Feuerwerk an Ideen und Überlegungen und für jene, die Harnoncourt nicht erleben konnten, eine wunderbare Einführung in sein Denken.
[Quelle: Josef Kunz, BIBLIOTHEKSNACHRICHTEN]

Die bekannte Musikerin Alice Harnoncourt will Kennern mit diesen Texten die Gedanken ihres 2016 verstorbenen Mannes zu historischer Aufführungspraxis und deren Grenzen näherbringen und gleichzeitig interessierten Laien Vieles zum Thema Mozart, Instrumentation, Barockmusik, historischer Aufführungspraxis oder Kunst im Allgemeinen. - Ein empfehlenswertes Lesebuch.
[Quelle: Gertraud Roth, MEDIENPROFILE]

In dem Band finden sich (…) zahlreiche kürzere Beiträge, die ganz unprätentiös an die Prinzipien der historischen Aufführungspraxis heranführen.
[Quelle: Peter Hagmann, MITTWOCHS UM ZWÖLF]

Dass Nikolaus Harnoncourt sein Schaffen gründlich reflektiert und publikationsreif formulierte, ist zu einem kostbaren Zeugnis gediehen.
[Quelle: DORFZYTIG BIEL-BENKEMER]

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Nikolaus Harnoncourts Kindheit und Jugend waren von der Not und den Folgen des Zweiten Weltkriegs, dem Erziehungskodex des adeligen Standes seiner Familie und der Liebe zur Musik geprägt. Eine Welt im Umbruch, eine Ära der politischen und gesellschaftlichen Veränderung. Die persönlichen Aufzeichnungen von Nikolaus Harnoncourt sind eine spannende Spurensuche in die Vergangenheit.

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„Es packt uns wie ein vorgezeichneter, aber total ungeplanter Weg, ja fast wie eine Lawine, die alles mit sich reißt.“ Auf der Suche nach dem Originalklang wurde der Concentus Musicus gegründet, der die internationale Musiklandschaft und klassische Hörgewohnheiten komplett veränderte. Die Tagebuchaufzeichnungen und Notizen von Nikolaus Harnoncourt erzählen von dieser aufregenden Reise.

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Eine Rückschau in Gesprächen

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Eindringlich, mit Überzeugung und Leidenschaft erläutert Nikolaus Harnoncourt in seinen Essays und Vorträgen die Grundprinzipien seiner musikalischen Praxis, die ihn in der gesamten Musikwelt berühmt gemacht hat. Das Buch, erstmals 1982 erschienen, hat nichts von seiner Sprengkraft und Aktualität eingebüßt, es ist das Schlüsselwerk eines neuen Musikverständnisses und längst ein Klassiker – stilbildend und wegweisend. Es ist ihm um nicht weniger zu tun, als unsere bisherigen Hörgewohnheiten im Sinne eines „verstehenden Hörens“ auf völlig neue Fundamente zu stellen und aus der Beschäftigung mit Alter Musik, ihrer Spielweise und ihren Instrumenten markante Impulse für die Musikpraxis von heute zu gewinnen. „So befinden wir uns heute also in einer nahezu ausweglosen Lage, wenn wir noch immer an die verändernde Kraft und Macht der Musik glauben und sehen müssen, daß die allgemeine geistige Situation unserer Zeit die Musik von ihrer zentralen Position an den Rand gedrängt hat – vom Bewegenden zum Hübschen. Wir können uns aber damit nicht abfinden, ja, wenn ich sehen müßte, daß das die unwiderrufliche Situation unserer Kunst ist, würde ich sofort aufhören, Musik zu machen.“

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Mehr als 400 Jahre ist die Oper nun alt, und wenn sie bis heute immer noch jung geblieben ist, dann liegt das an Künstlern wie Nikolaus Harnoncourt und seinem unermüdlichen Bemühen um die Erneuerung der Kunst und unseres Verständnisses von Kunst. Sein 80. Geburtstag ist eine gute Gelegenheit, seinen Weg durch die bunte Welt der Oper zu verfolgen und an zahlreichen Beispielen, von Monteverdis „L’Orfeo“ über Mozarts „Figaro“ bis zu Strawinskis „The Rake’s Progress“, zu erfahren, wie lebendig Oper sein kann. Oper ist ein Theater für alle Sinne, kein verstaubtes Relikt der Vergangenheit, keine leere Tradition und schon gar keine Spielwiese für elitäre Eitelkeiten. Text, Musik, Schauspiel und das Bild der Bühnenwelt verschmelzen in der Oper zu einem einzigartigen Kosmos, in dem sich die menschliche Natur spiegelt. Und darum ist Oper letztlich eine Notwendigkeit, wie jede Kunst. Das beweist Nikolaus Harnoncourt von Mal zu Mal, mit Leidenschaft, Intelligenz und Überzeugung. Dieses Buch legt dafür ein spannendes Zeugnis ab.

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Gespräche über romantische Musik

Unser musikalisches Erbe verlangt mehr als Pflege, es zwingt zum Dialog: mit der Vergangenheit, mit uns selbst und unserer Zukunft. Ein leidenschaftliches Plädoyer! Beethoven und Schubert, Verdi und Johann Strauss, Schumann und Dvorak, Brahms und Bruckner, das sind nur einige der Protagonisten dieses Buches, in dem sich Nikolaus Harnoncourt mit den bedeutendsten Werken des „Romantischen Jahrhunderts“ auseinandersetzt. Der Dirigent erzählt darin von seiner lebenslangen Suche nach dem Schlüssel, der dem heutigen Hörer das durch Traditionen und Aufführungsmoden verschüttete Verständnis für die Musik dieser Zeit neu erschließen könnte. Unnachahmlich, mit Überzeugung und Leidenschaft zeigt Nikolaus Harnoncourt, dass unser musikalisches Erbe immer wieder neu gelesen werden muss. Darüber hinaus zeichnet er als Zeitzeuge ein bedrückendes Bild seiner Jugenderfahrungen unter dem NS-Regime und gibt faszinierende Einblicke in das Wiener Musikleben seiner Zeit. In allen Äußerungen Nikolaus Harnoncourts, sei es zur Musik, sei es zu ihrem kulturellen Stellenwert oder zu seinem Selbstverständnis als Interpret, kommt ein Lebensprogramm zum Ausdruck: Musik ist nicht nur ein kostbares Erbe der Vergangenheit, sie muss auch und gerade heute, wie alle Kunst, lebendiger Anspruch auf eine menschenwürdige Zukunft sein.

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Nikolaus Harnoncourt Sabine M. Gruber - Unmöglichkeiten sind die schönsten Möglichkeiten

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Eine einzigartige Sammlung von Aussprüchen des Enfant terrible der klassischen Musik – aufgezeichnet bei Proben und Aufnahmen. Eines der großen Geheimnisse Nikolaus Harnoncourts ist die in seiner Zunft wohl beispiellose Sprachbegabung, seine Fähigkeit, musikalische Bilder in elementare, humorvolle, präzise Wort-Bilder zu übersetzen. Sabine M. Gruber, seit Anfang der Achtzigerjahre Sängerin im Arnold Schoenberg Chor, hat - als Beteiligte wie als Beobachtende - Nikolaus Harnoncourts geniale Sprachschöpfungen durch Jahre hindurch festgehalten. In verbindenden Kommentaren beleuchtet sie die Persönlichkeit des Künstlers und Menschen Nikolaus Harnoncourt und das Wesen des musikalisch-künstlerischen Prozesses. Aus Gedanken und Worten zu Werken von Bach, Beer, Beethoven, Händel, Haydn, Mendelssohn, Monteverdi, Mozart, Purcell, Schubert, Schumann und Strauß ist ein Buch entstanden, das einen faszinierenden Blick durchs Schlüsselloch von Probenräumen und Konzertsälen gewährt: ebenso ungewöhnliche wie authentische Einblicke in Arbeitsweise und Persönlichkeit eines der eigenwilligsten Musiker unserer Zeit, voller Humor, musikalischer Wahrheit und Lebensweisheit.

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