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Titel

Nikolaus Harnoncourt - Musik als Klangrede

Wege zu einem neuen Musikverständnis

Das Schlüsselwerk zum Verständnis von Nikolaus Harnoncourts musikalischer Praxis – stilbildend und wegweisend. Dieses Buch lehrt einen, anders zu hören, verstehend zu hören

Eindringlich, mit Überzeugung und Leidenschaft erläutert Nikolaus Harnoncourt in seinen Essays und Vorträgen die Grundprinzipien seiner musikalischen Praxis, die ihn in der gesamten Musikwelt berühmt gemacht hat. Das Buch, erstmals 1982 erschienen, hat nichts von seiner Sprengkraft und Aktualität eingebüßt, es ist das Schlüsselwerk eines neuen Musikverständnisses und längst ein Klassiker – stilbildend und wegweisend. Es ist ihm um nicht weniger zu tun, als unsere bisherigen Hörgewohnheiten im Sinne eines „verstehenden Hörens“ auf völlig neue Fundamente zu stellen und aus der Beschäftigung mit Alter Musik, ihrer Spielweise und ihren Instrumenten markante Impulse für die Musikpraxis von heute zu gewinnen. „So befinden wir uns heute also in einer nahezu ausweglosen Lage, wenn wir noch immer an die verändernde Kraft und Macht der Musik glauben und sehen müssen, daß die allgemeine geistige Situation unserer Zeit die Musik von ihrer zentralen Position an den Rand gedrängt hat – vom Bewegenden zum Hübschen. Wir können uns aber damit nicht abfinden, ja, wenn ich sehen müßte, daß das die unwiderrufliche Situation unserer Kunst ist, würde ich sofort aufhören, Musik zu machen.“

Erhältlich als

  • Hardcover
    304 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701731664
    Erscheinungsdatum: 10.07.2009
    22,90 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Autor
Nikolaus Harnoncourt

geboren 1929 in Berlin, gestorben 2016, gründete 1953 sein Ensemble für Alte Musik, den Concentus Musicus. Als Dirigent erhielt er zahlreiche internationale Auszeichnungen, u. a. den Gramophone Lifetime Achievement Award (2009) und die Goldmedaille der Royal Philharmonic Society (2012).

Pressestimmen

Das wichtigste Buch über Musik, das in den vergangenen zwanzig Jahren erdacht und geschrieben worden ist.
DIE PRESSE, Franz Endler

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Töne sind höhere Worte

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Unser musikalisches Erbe verlangt mehr als Pflege, es zwingt zum Dialog: mit der Vergangenheit, mit uns selbst und unserer Zukunft. Ein leidenschaftliches Plädoyer! Beethoven und Schubert, Verdi und Johann Strauss, Schumann und Dvorak, Brahms und Bruckner, das sind nur einige der Protagonisten dieses Buches, in dem sich Nikolaus Harnoncourt mit den bedeutendsten Werken des „Romantischen Jahrhunderts“ auseinandersetzt. Der Dirigent erzählt darin von seiner lebenslangen Suche nach dem Schlüssel, der dem heutigen Hörer das durch Traditionen und Aufführungsmoden verschüttete Verständnis für die Musik dieser Zeit neu erschließen könnte. Unnachahmlich, mit Überzeugung und Leidenschaft zeigt Nikolaus Harnoncourt, dass unser musikalisches Erbe immer wieder neu gelesen werden muss. Darüber hinaus zeichnet er als Zeitzeuge ein bedrückendes Bild seiner Jugenderfahrungen unter dem NS-Regime und gibt faszinierende Einblicke in das Wiener Musikleben seiner Zeit. In allen Äußerungen Nikolaus Harnoncourts, sei es zur Musik, sei es zu ihrem kulturellen Stellenwert oder zu seinem Selbstverständnis als Interpret, kommt ein Lebensprogramm zum Ausdruck: Musik ist nicht nur ein kostbares Erbe der Vergangenheit, sie muss auch und gerade heute, wie alle Kunst, lebendiger Anspruch auf eine menschenwürdige Zukunft sein.

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