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Titel

Nikolaus Harnoncourt Johanna Fürstauer (Herausgeber) - »… es ging immer um Musik«

Eine Rückschau in Gesprächen

Musik schenkt Freude: Überzeugend und leidenschaftlich reflektiert Nikolaus Harnoncourt über sein Metier. Seine Texte, Reden und Gespräche entfalten das Lebensprogramm eines großen Künstlers, der auf sein eigenes Wirken und weit in die Musikgeschichte zurückblickt. Er befasst sich mit der Notwendigkeit der Kunst ebenso wie mit Haydn und einem „Krokodil namens Mozart“, er macht sich Gedanken über romantische Einsichten und barocke Reminiszenzen. Harnoncourt blickt in die Abgründe einer unmoralischen Welt und lässt an Geschichten aus dem Musikverein teilhaben. Er erläutert, warum ein Künstler nicht lügen kann, warum die Zauberflöte ein ewiges Rätsel bleibt – und warum große Kunst letztlich aus Zweifeln entsteht.

Erhältlich als

  • Hardcover
    2. Auflage
    328 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701733439
    Erscheinungsdatum: 09.10.2014
    24,90 inkl. MwSt.
  • E-Book
    2. Auflage
    328 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701744909
    Erscheinungsdatum: 09.10.2014

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Produktdetails

Autor
Nikolaus Harnoncourt

geboren 1929 in Berlin, gestorben 2016, gründete 1953 sein Ensemble für Alte Musik, den Concentus Musicus. Als Dirigent erhielt er zahlreiche internationale Auszeichnungen, u. a. den Gramophone Lifetime Achievement Award (2009) und die Goldmedaille der Royal Philharmonic Society (2012).

Johanna Fürstauer (Herausgeber)

geboren am 11. März 1931 in Kössen, Tirol, gestorben am 26. April 2018 in Salzburg, Studium der Germanistik, Anglistik und Aufführungspraxis Alter Musik. Autorin, Übersetzerin und Herausgeberin zahlreicher Texte zu kulturgeschichtlichen Themen und klassischer Musik, v.a. zu Nikolaus Harnoncourt. Sie lebte mit Kater Moritz in Salzburg. Zuletzt erschienen: "Oper, sinnlich. Die Opernwelten des Nikolaus Harnoncourt" (2009), "Nikolaus Harnoncourt. Die Notwendigkeit der Kunst" (2014, Hrsg.).

Pressestimmen

Die Herausgeberin Johanna Fürstauer hat bei der Zusammenstellung der Interviews großes Fingerspitzengefühl bewiesen.
[Quelle: SONNTAG]

Nikolaus Harnoncourt zuzuhören oder von ihm zu lesen, lohnt für jeden. (…) viele spannende Wahrheiten über das „unerklärbare Rätsel“ Musik.
[Quelle: Christian Strehk, KIELER NACHRICHTEN]

Das dringend empfehlenswerte Buch „…es ging immer um Musik“ (…), in dem kluge Texte, geistreiche Reden und witzige Interviews des Grammy-dekorierten Pult-Großmeisters versammelt sind.
[Quelle: Elisabeth Hirschmann-Altzinger, ÖSTERREICH]

Spannende Interviews, überraschende Antworten, die viel über die Welt der Musik und den Menschen und Musiker Nikolaus Harnoncourt preisgeben.
[Quelle: KIRCHENZEITUNG]

Es ist ein Gewinn, dieses Buch zu besitzen! Darin wird jeder Musikbegeisterte vieles finden, was ihn bestätigt und auch, was er neu hinzulernen sollte.
[Quelle: Olaf Zenner, OPERAPOINT]
 

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Eine einzigartige Sammlung von Aussprüchen des Enfant terrible der klassischen Musik – aufgezeichnet bei Proben und Aufnahmen. Eines der großen Geheimnisse Nikolaus Harnoncourts ist die in seiner Zunft wohl beispiellose Sprachbegabung, seine Fähigkeit, musikalische Bilder in elementare, humorvolle, präzise Wort-Bilder zu übersetzen. Sabine M. Gruber, seit Anfang der Achtzigerjahre Sängerin im Arnold Schoenberg Chor, hat - als Beteiligte wie als Beobachtende - Nikolaus Harnoncourts geniale Sprachschöpfungen durch Jahre hindurch festgehalten. In verbindenden Kommentaren beleuchtet sie die Persönlichkeit des Künstlers und Menschen Nikolaus Harnoncourt und das Wesen des musikalisch-künstlerischen Prozesses. Aus Gedanken und Worten zu Werken von Bach, Beer, Beethoven, Händel, Haydn, Mendelssohn, Monteverdi, Mozart, Purcell, Schubert, Schumann und Strauß ist ein Buch entstanden, das einen faszinierenden Blick durchs Schlüsselloch von Probenräumen und Konzertsälen gewährt: ebenso ungewöhnliche wie authentische Einblicke in Arbeitsweise und Persönlichkeit eines der eigenwilligsten Musiker unserer Zeit, voller Humor, musikalischer Wahrheit und Lebensweisheit.

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Mehr als 400 Jahre ist die Oper nun alt, und wenn sie bis heute immer noch jung geblieben ist, dann liegt das an Künstlern wie Nikolaus Harnoncourt und seinem unermüdlichen Bemühen um die Erneuerung der Kunst und unseres Verständnisses von Kunst. Sein 80. Geburtstag ist eine gute Gelegenheit, seinen Weg durch die bunte Welt der Oper zu verfolgen und an zahlreichen Beispielen, von Monteverdis „L’Orfeo“ über Mozarts „Figaro“ bis zu Strawinskis „The Rake’s Progress“, zu erfahren, wie lebendig Oper sein kann. Oper ist ein Theater für alle Sinne, kein verstaubtes Relikt der Vergangenheit, keine leere Tradition und schon gar keine Spielwiese für elitäre Eitelkeiten. Text, Musik, Schauspiel und das Bild der Bühnenwelt verschmelzen in der Oper zu einem einzigartigen Kosmos, in dem sich die menschliche Natur spiegelt. Und darum ist Oper letztlich eine Notwendigkeit, wie jede Kunst. Das beweist Nikolaus Harnoncourt von Mal zu Mal, mit Leidenschaft, Intelligenz und Überzeugung. Dieses Buch legt dafür ein spannendes Zeugnis ab.

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Wege zu einem neuen Musikverständnis

Eindringlich, mit Überzeugung und Leidenschaft erläutert Nikolaus Harnoncourt in seinen Essays und Vorträgen die Grundprinzipien seiner musikalischen Praxis, die ihn in der gesamten Musikwelt berühmt gemacht hat. Das Buch, erstmals 1982 erschienen, hat nichts von seiner Sprengkraft und Aktualität eingebüßt, es ist das Schlüsselwerk eines neuen Musikverständnisses und längst ein Klassiker – stilbildend und wegweisend. Es ist ihm um nicht weniger zu tun, als unsere bisherigen Hörgewohnheiten im Sinne eines „verstehenden Hörens“ auf völlig neue Fundamente zu stellen und aus der Beschäftigung mit Alter Musik, ihrer Spielweise und ihren Instrumenten markante Impulse für die Musikpraxis von heute zu gewinnen. „So befinden wir uns heute also in einer nahezu ausweglosen Lage, wenn wir noch immer an die verändernde Kraft und Macht der Musik glauben und sehen müssen, daß die allgemeine geistige Situation unserer Zeit die Musik von ihrer zentralen Position an den Rand gedrängt hat – vom Bewegenden zum Hübschen. Wir können uns aber damit nicht abfinden, ja, wenn ich sehen müßte, daß das die unwiderrufliche Situation unserer Kunst ist, würde ich sofort aufhören, Musik zu machen.“

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Wer war der Schöpfer der "Schöpfung"? Diese zeitgenössische Biografie weiß es besser als jede andere. So gut, dass Stendhal sie geschrieben haben wollte. Giuseppe Carpani wurde zum Biografen Joseph Haydns (1732-1809), weil er sein Freund geworden war. Er musizierte gemeinsam mit dem Komponisten und war über lange Jahre sein enger Vertrauter und Gesprächspartner. Was er über die Musik Haydns zu sagen weiß, ist klar und kenntnisreich, überzeugend und voller Enthusiasmus. Was er aus dessen Leben erzählt, ist so lebendig, so voller Geist, dass Stendhal das Werk kurzerhand als sein eigenes ausgab. Carpanis Haydn-Biografie erschien im italienischen Original 1812, drei Jahre nach dessen Tod. Der Biograf lässt uns die Gestalt des Komponisten mit den Augen seiner Zeitgenossen sehen, gleichermaßen offen wie lebensnah. Er gibt uns kostbare Einblicke in das Wesen und die arbeitsweise eines Künstlers, der, einfallsreich und furchtbar wie kaum ein anderer, in seinem Leben ein einfacher Mensch war und mit seiner Musik unsterblich wurde. Die Biografie von Giuseppe Carpani erscheint hier, zwei Jahrhunderte nach Haydns Tod, erstmals auf Deutsch. Ein einzigartiges kulturgeschichtliches Dokument.

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