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Peter Rosei

Peter Rosei

geboren 1946 in Wien. 1968 promovierte er zum Doktor der Rechtswissenschaften. Seit 1972 lebt er als freier Schriftsteller in Wien und auf Reisen. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. Franz-­Kafka-­Preis 1993, Anton-­Wildgans-­Preis 1999, Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 2006, Goldenes Ehrenzei­chen für Verdienste um das Land Wien 2007 und Großes Ehrenzeichen für Verdiens­te um die Republik Österreich 2016. Zuletzt erschienen: „Wiener Dateien“ (fünf Bände im Schuber, 2016), „Karst“ (2018), „Die große Straße“ (2019), „Das Märchen vom Glück“ (2021), „Das wunderbare Leben“ (2023) und "Unsterbliche Seelen" (2025). 

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Bücher

Coverabbildung von 'Unsterbliche Seelen'

Peter Rosei - Unsterbliche Seelen

Von Tokyo bis Wien, von Chicago bis Fidschi, von Utah bis nach Kairo spannt Peter Rosei die Fäden seines neuen Romans. Präzise, raffiniert und mit einem klaren Blick für menschliche und wirtschaftliche Abgründe erzählt Peter Rosei vom Aufstieg und Fall des Robert Perwald. Zunächst scheint der brillante Ökonom auf der Überholspur, doch als er wegen seiner japanischen Frau Yoko nach Tokyo übersiedelt, bekommt der Glanz erste Risse. Perwald lässt sich treiben, sucht die Nähe anderer gescheiterter Existenzen und kehrt schließlich nach Wien zurück, wo er erneut in Abhängigkeit von seiner Mutter gerät. Scharfsinnig und unerbittlich zeichnet Rosei Lebensgeschichten und ihre unberechenbare Entwicklung nach. Robert Perwald wird zuletzt zum Mörder.

Coverabbildung von 'Entwurf für eine Welt ohne Menschen'

Peter Rosei - Entwurf für eine Welt ohne Menschen

Bei Erscheinen 1974 wurde Peter Roseis ungewöhnliche Reisebeschreibung als einzigartiges „Mausoleum für eine Menschheit am Ende ihrer Geschichte“ (DIE ZEIT) gefeiert. Eine Art Kaspar Hauser macht sich auf den Weg in eine Welt ohne Menschen, die er zu erforschen versucht. Ist diese Welt nur in seinem Kopf oder ist sie da draußen? Peter Rosei skizziert die Topografie einer menschenleeren Gegend, einer Weltlandschaft, überdeutlich in jeder Einzelheit, wie in einer Halluzination. Wir werden mitgenommen von diesem einsamen Wanderer, von seinem Blick: durch ein ebenes Land, durchs Gebirge, durch Schnee und Eis und bis zum Horizont. Eine kühne Reise an die Grenzen der Wahrnehmung wird endlich wieder zugänglich gemacht – eine Wiederentdeckung von beklemmender Aktualität.

Coverabbildung von 'Von hier nach dort'

Peter Rosei - Von hier nach dort

Gemeinsam mit H.C. Artmann unternahm Peter Rosei von Salzburg aus zahllose Motorradausfahrten. Die beiden ließen sich treiben, einmal sogar bis Venedig. Aus diesem Geist von Rastlosigkeit und der Sehnsucht nach Freiheit ist der Roman „Von hier nach dort“ entstanden. 1978 erschienen, erzählt er skizzenhaft von einem jungen Mann, der auf dem Motorrad durch Europa zieht. Bewusstseinszustände zwischen Realität und Traum bestimmen die Atmosphäre in „Von hier nach dort“. Kurze Beschreibungen eines flüchtigen und intensiven Glücks blitzen auf in einer Erzählung von der ständigen Bewegung als Leitmotiv. Die Neuauflage greift das Kult-Cover von Walter Pichler auf und macht einen Roman, der oft zu Peter Roseis besten gezählt wird, wieder für ein breites Lesepublikum zugänglich!

Coverabbildung von 'Das wunderbare Leben'

Peter Rosei - Das wunderbare Leben

Wahrheit und Dichtung

„Das wunderbare Leben“ ist nicht einfach Peter Roseis Autobiografie. Es ist sein Versuch zur literarischen Wahrhaftigkeit und zugleich die Geschichte eines Autors, der viele Leben gelebt hat. Dessen Devise lauten könnte: Das Leben ist wunderbar, auch wenn es zu Zeiten schrecklich ist. Aus kleinen Verhältnissen stammend, kommt der junge Mann als Sekretär des Malers Ernst Fuchs rasch zu Geld, gibt aber alles auf, um seiner Berufung als Dichter gerecht zu werden. Nach Jahren schwerer Krisen folgt ein abenteuerliches Bohème-Leben an der Seite der Künstler und Literaten der 70er- und frühen 80er-Jahre, darunter sein engster und langjährigster Freund H.C. Artmann. Schließlich die große Wende – aber lesen Sie selbst: Wahrheit und Dichtung ergänzen sich in diesem Text.