Home / Autoren / Undiné Radzevičiūtė
Undiné Radzevičiūtė

Undiné Radzevičiūtė

geboren 1967 in Vilnius, studierte an der Kunstakademie Vilnius Kunstgeschichte, Kunsttheorie und -kritik. Sie arbeitete als Art director für Werbefirmen wie Saatchi & Saatchi. 2003 erschien ihr erster  Roman „Strekaza“, 2011 und 2013 kamen ihre Werke auf die litauische Shortlist der besten Bücher des Jahres sowie auf nationale Bestenlisten. 2015 gelang ihr der Durchbruch mit dem Roman „Fische und Drachen“ (dt. 2017, Residenz Verlag), der mit dem EU-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschienen: "Das Blut ist blau" (2019). Derzeit ist sie Stipendiatin der Villa Concordia in Bamberg.

Bücher

Das Blut ist blau

Undiné Radzevičiūtė - Das Blut ist blau

Das Adelsgeschlecht von der Borch war nicht minder einflussreich und machtgierig als ihre italienischen Verwandten, die berühmten Borgia. An der Schwelle zwischen Mittelalter und früher Neuzeit kämpft Bernhard von der Borch, Landmeister des Deutschritterordens, in Livland um den Erhalt seiner Macht, er will einen neuen Kreuzzug ins Leben rufen – doch die Zeiten der Ritterlichkeit sind vorbei. Undiné Radzevičiūtė, in deren Adern das blaue Blut der Borchs fließt, folgt ihrer eigenen Familiengeschichte und erzählt fesselnd und gewitzt vom Kampf der letzten Ordensritter um ihre Vormachtstellung. Wird es Bernhard von der Borch gelingen, sich mit Putsch und Intrige in einer Welt zu behaupten, die bereits in Auflösung ist?

Fische und Drachen

Undiné Radzevičiūtė - Fische und Drachen

Drei Frauengenerationen teilen eine Altstadtwohnung mitten in Chinatown: Großmutter Amigorena, Mama Nora, Autorin erotischer Kriminalromane, sowie deren erwachsene Töchter Miki und Schascha. Täglich tragen sie auf engstem Raum mit rasantem Witz ihre absurden Wortgefechte aus. Auch Schascha schreibt, allerdings über den geheimnisvollen Jesuiten und Maler Giuseppe Castiglione, der 1715–1766 am Hof des Kaisers von China lebte, doch statt diesen zu missionieren, immer tiefer in die chinesische Kultur und ihre Rätsel eintauchte. Ein umwerfend komischer Roman über zwei Kulturen, die sich anziehen und bekämpfen, verehren und missverstehen, über eine Faszination, der Schascha genauso erliegt wie Jahrhunderte vor ihr der Jesuit Castiglione.