Coverabbildung von "Der Begabte"

Evelyn Grill - Der Begabte

Schonungslos und präzise seziert Evelyn Grill die Anatomie eines Verbrechens.

Begabt ist der Junge gewiss, den „kleinen Mozart“ nennen sie ihn in dem Städtchen. Doch jetzt sitzt er im Gefängnis – zu Unrecht? Schicht für Schicht steigen wir in die Tiefen seiner Erinnerung. Mit geradezu qualvoller Raffinesse enthüllt Evelyn Grill, wie aus einem Jungen, der ohne Freunde und ohne Mutter bei seinen Großeltern aufwuchs, der von seinem Opa, dem Schuldirektor, einer Autorität im Ort, aufgezogen und gefördert, gehätschelt und erniedrigt wurde, ein Verdächtiger, vielleicht ein Mörder wurde. Denn die Oma ist tot, erschlagen mit einer Hacke, und der Opa, der war im Wirtshaus, als es geschah. Meisterlich zieht Evelyn Grill die Fäden dieses grausamen Romans über die alltägliche Gemeinheit und die Sehnsucht nach Anerkennung.

Erhältlich als

  • Hardcover
    152 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701717095
    Erscheinungsdatum: 12.02.2019
    20,00 inkl. MwSt.
  • E-Book
    152 Seiten
    ISBN: 9783701746057
    Erscheinungsdatum: 12.02.2019

    Empfohlener Verkaufspreis
    13,99 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Autor
Evelyn Grill

geboren 1942 in Garsten, Oberösterreich, lebt als freie Schriftstellerin in Freiburg im Breisgau, seit 2017 wieder in Linz. 2017 erhielt sie den OÖ-Landeskulturpreis für Literatur. Bei Residenz erschienen: „Vanitas oder Hofstätters Begierden“ (2005, nominiert für den Deutschen Buchpreis), „Der Sammler“ (2006, mit dem Otto-Stoessl-Preis ausgezeichnet), „Wilma“ (Neuauflage 2007), „Das römische Licht“ (2008), „Das Antwerpener Testament“ (2011), „Der Sohn des Knochenzählers“(2013) und zuletzt "Der Begabte" (2019).

Pressestimmen

Dieses Wolferl ist gefährlich: Evelyn Grill erstellt ein Gruselkabinett der oberösterreichischen Provinz. Verschlüsselt, geheimnisvoll, schräg und abgründig komisch – das ist die Rezeptur, nach der die österreichische Schriftstellerin Evelyn Grill ihre Romane zusammenmischt. Überraschungen sind dabei die Gewürze.
[Quelle: Lerke von Saafeld, FAZ]

Das gleichermaßen Faszinierende wie Gruselige an diesem Roman sind das allmähliche Verstehen dieses jungen Menschen, der bisher reiner Befehlsempfänger war, und der nüchterne distanzierte Erzählton, durch den der Rückblick auf das eigene Leben zum Ausdruck der sozialen Kälte seiner Umgebung wird. (…) Mit diesem Text ist der Autorin ein intensives Psychogramm gelungen: Denn nicht die Verbrechenstat steht im Mittelpunkt der in immer größerem Radius kreisenden Gedanken, sondern der allmähliche Durchbruch verdrängter Inhalte in das Bewusstsein. Evelyn Grill, die Meisterin des kühlen, analytischen Blicks auf ihre Figuren und der präzisen Sprache, hat mit dem Roman „Der Begabte“ ein literarisches Kleinod geschaffen.
[Quelle: Alexandra Millner, DIE PRESSE]

Das Dorf, von dem hier erzählt wird, wird gezeichnet als ein zutiefst rigides, katholisch gegerbtes, unglaublich erbarmungsloses gegenüber allen Ausscherungen aus der sogenannten Norm. (…)
Grill ist eine Meisterin im kühlen Sezieren von Machtverhältnissen, womit ihr ein schauerliches Eindringen in die Nöte des Menschen gelungen ist.
[Quelle: Katja Gasser, ORF STUDIO 2]

Manipulation, Gewalt und düstere Abgründe in die menschliche Seele legt die Autorin raffiniert frei.
[Quelle: Wolfgang Atzenhofer, KURIER]

Evelyn Grill (…) ist eine Meisterin des Morbiden.
[Quelle: Wolfgang Huber-Lang, APA]

Schicht für Schicht legt Evelyn Grill die Erinnerungen Wolfgangs frei und zeigt, wie Machtmissbrauch, Manipulation und die Sehnsucht nach Anerkennung dazu führen können, dass ein junger Mann nicht aufschreit, wenn es heißt „Die Oma muss weg.“
[Quelle: Verena Resch, DREHPUNKT KULTUR]

An die Untiefen der menschlichen Seele rührend gestaltet die in Linz lebende Autorin Evelyn Grill ihren neuen Roman „Der Begabte“ zu einem Psychogramm, das alles andere als kalt lässt.
[Quelle: ORF OBERÖSTERREICH ONLINE]

Grill (…) spürt in ihrer Erzählkunst mit klaren Sätzen dem Abgründigen nach.
[Quelle: Christian Pichler, OÖ VOLKSBLATT]

Wir haben es mit einem Roman zu tun, und zwar mit einem ziemlich guten.
[Quelle: Christian Schacherreiter, OBERÖSTERREICH NACHRICHTEN]

Mit grausamer Präzision blickt Evelyn Grill hinter die Kulissen eines nach außen hin vorbildlichen bürgerlichen Lebens und zeigt schonungslos die gesellschaftlichen Strukturen, in denen Machtmissbrauch und Despotismus zu Wahnsinnstaten führen können. Ein intensives Buch, das einem eiskalte Schauer über den Rücken jagt.
[Quelle: Florian Lechner, RUPERTUS BUCHHANDLUNG]

Grill beschreibt ohne Pathos; man merkt der glasklaren Sprache ihrer Bücher an, dass sie einst Jus studiert hat. Es geht ihr um die Menschen hinter den Fällen – und um verkorkste Machtstrukturen.
[Quelle: Karin Cerny, PROFIL]

Dieser Roman zeigt kein fiktives Handeln, er zeigt dem Leser was möglich ist in, mit und durch die Psyche des Menschen. Ein tief gehender, berührender und in der Konsequenz im Gedächtnis bleibender Roman. Jeder Bücherei sehr empfohlen!
[Quelle: Gabi Radeck, BUCHPROFILE/MEDIENPROFILE]

 (…) So lernen wir einen unmündigen und verunsicherten Maturanten kennen, dessen Sprache ihn deutlich jünger erscheinen lässt. Das irritiert anfangs, verstärkt aber den Eindruck eines Menschen, der bewusst klein gehalten wurde, um formbar und abhängig zu bleiben.
[Quelle: Barbara Krennmayer, OÖ KULTURBERICHT]

Die oberösterreichische Schriftstellerin Evelyn Grill hat einen sehr eindringlichen Erzählstil. Sie beschreibt ohne Emotion und Rührseligkeit über die Sachlage. Und doch (oder gerade deshalb) berührt die Geschichte ungemein. Irgendwie hatte ich während des Lesens Gänsehaut, diese subtile Manipulation des Opas, diese Grausamkeit, den Jungen an Blut zu gewöhnen, richtig gruselig.
Ein tiefgehendes Psychogramm eines jungen Mannes, der mit einer Hochbegabung gesegnet ist und einer abgründigen Manipulation zum Opfer fällt.
[Quelle: Sigrid Kaltenbrunner, LOVELYBOOKS]

Schonungslos und präzise seziert Evelyn Grill die Anatomie des Verbrechens. (…) Meisterlich zieht Evelyn Grill die Fäden dieses grausamen Romans über die alltägliche Gemeinheit und die Sehnsucht nach Anerkennung.
[Quelle: DIE EXEKUTIVE]

Verschlüsselt, geheimnisvoll, schräg und abgründig – der Roman der österreichischen Autorin Evelyn Grill birgt Überraschendes und schildert Unerhörtes. Trotz der scheinbaren Vorhersehbarkeit der Handlung fesselt Evelyn Grill die Leser mit ihrer retrospektiven Erzählung, in der sie authentisch und mit geradezu qualvoller Raffinesse nach und nach die Geschehnisse enthüllt.
[Quelle: TOP MAGAZIN]

Der Leser wird durch die Beschränkung der Erzählperspektive auf die Zentralfigur zum unmittelbaren Zeugen eines Enthüllungsdramas, in dem das, was sich wirklich ereignet hat, erst nach und nach aufgeklärt wird. Der ebenso spannend erzählte wie beklemmend zu lesende Roman wirkt auf den Leser so eindrucksvoll, weil er auf alles Pathos und jede Sentimentalität verzichtet. Eine lange nachwirkende Lektüre!
[Quelle: Roland Schneider, RP ONLINE]

Grill übernimmt die Perspektive des Täters und arbeitet hervorragend heraus, wie ein autoritärer Machtmensch in einer von Enge und Heuchelei geprägten Atmosphäre ein Netz der Abhängigkeit über einen Heranwachsenden werfen konnte. Dieses Buch schärft unseren Blick für das Düstere und Dunkle im Menschen. Aus diesem Grund ist es lesenswert.
[Karl Vogel, BIBLIOTHEKS NACHRICHTEN]

Nahezu emotionslos und in präziser, nüchterner Sprache seziert Evelyn Grill das Innenleben des Knaben, beschreibt, was Abhängigkeit auf der einen Seite und Missbrauch von Macht und Vertrauen auf der anderen anrichten können. So könnte es tatsächlich gewesen sein. Das lässt einen schaudern.
[Quelle: KIRCHENZEITUNG DIÖZESE LINZ]

Evelyn Grill fesselt die Leser mit ihrer retrospektiven Erzählung, in der sie authentisch und mit geradezu qualvoller Raffinesse nach und nach die Geschehnisse enthüllt.
[Quelle: TOP MAGAZIN]

„Der Begabte“ ist ein literarisch anspruchsvoller Krimi und zugleich das subtile Psychogramm eines Täters, der zugleich Opfer ist. (…) Der ebenso spannend erzählte, wie beklemmend zu lesende Roman wirkt auf den Leser so eindrucksvoll, weil er auf Pathos und Sentimentalität verzichtet. Eine lange nachwirkende Lektüre!
[Quelle: Roland Schneider, RHEINISCHE POST]

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