Home / Gesamtverzeichnis / Der sichtbare Feind
Titel

Anna Kim - Der sichtbare Feind

Die Gewalt des Öffentlichen und das Recht auf Privatheit

Aus der Reihe "Unruhe bewahren" in Kooperation mit der Akademie Graz und DIE PRESSE

Diskussionen über die Bedrohung des Privaten durch Abhörskandale und Rasterfahndungen sind an der Tagesordnung. Anna Kim zieht eine Entwicklungslinie von der historischen Aufhebung der Privatsphäre im Verhör zur heutigen Nutzung digitaler Technologien für staatliche Übergriffe. In der Situation des Verhörs wurde das Individuum schon immer einer Willkür des Öffentlichen unterworfen. Anna Kim erzählt die unerhörte, bis in die Antike zurückreichende Geschichte von Verhörtechniken und -strategien und führt uns bis zu den Diktaturen der Moderne, die diese mit Beschattungsexzessen und Schauprozessen perfektioniert haben. So entsteht eine ungewöhnliche Genealogie der Überwachung als öffentlich sanktionierter Gewaltakt.

Erhältlich als

  • Klappenbroschur
    Aus der Reihe "Unruhe bewahren"
    112 Seiten
    Format: 140 x 220
    ISBN: 9783701716395
    Erscheinungsdatum: 19.02.2015
    18,00 inkl. MwSt.
  • E-Book
    Aus der Reihe "Unruhe bewahren"
    112 Seiten
    Format: 140 x 220
    ISBN: 9783701745005
    Erscheinungsdatum: 19.02.2015

    Empfohlener Verkaufspreis
    9,99 inkl. MwSt.
Bestellen

Produktdetails

Autor
Anna Kim

geboren 1977 in Daejeon, Südkorea. 1979 Umzug der Familie nach Deutschland. Studium der Philosophie und Theaterwissenschaft an der Universität Wien. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a.: Robert-Musil-Stipendium 2011, European Union Literature Prize 2012. Zuletzt erschienen: „Die gefrorene Zeit“ (2008), „Invasionen des Privaten“ (Essay, 2011), „Anatomie einer Nacht“ (2012). Bei Residenz zuletzt erschienen: „Der sichtbare Feind“ (2015).

Pressestimmen

Kim ist eine Autorin, die auch außerhalb ihrer Romane darüber reflektiert, wie der Einzelne sich in der heutigen Welt behaupten kann. Das Buch regt zum Nachdenken an.
[Quelle: Sebastian Fasthuber, FALTER]

Lesen Sie dieses Buch, lesen Sie es unbedingt. Sie werden einiges sehr viel klarer sehen und neue Zusammenhänge erkennen.
[Quelle: Susanne Rikl, KOMMBUCH.COM]

Das könnte Sie auch interessieren

Barmherzigkeit

Dimitré Dinev - Barmherzigkeit

Barmherzigkeit – was hat dieser Begriff in unserer Gesellschaft für eine Bedeutung? Oder hat er gar keine mehr? Dimitré Dinev hat sich in vier kurzen Essays mit dieser Thematik beschäftigt. Er erzählt von persönlichen Erlebnissen, von Bettelkindern, die in den Westen verschleppt dem Kapitalismus dienen, von einem Land, in dem man anstelle von Frieden von Sicherheit spricht … Dimitré Dinev skizziert eine Gesellschaft, die nicht barmherzig sein kann, und stellt ihr ein Ich gegenüber, das bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Pointiert und gleichnishaft verpackt er eben diese Verantwortung in Geschichten, Fragestellungen, eingängige Thesen.

Die Kunst des Zwitscherns

Franz Schuh Kathrin Passig Helwig Brunner Thomas Macho (Vorwort) - Die Kunst des Zwitscherns

Die ganze Welt zwitschert, so oder so: Franz Schuh widmet sich als meisterlicher Essayist dem Zwitschern von Schluckspechten, ihrem Schwanken an der Kippe zwischen Souveränitätsutopie und Abhängigkeitsrealität, das zeigt, dass Leid und Verworfenheit ein gewichtiges Wort dabei mitzureden haben, wer oder was Menschen sind. Twitter hat dem arabischen Frühling zum Durchbruch verholfen, sagt man; ist Twittern also doch mehr als leeres Gezwitscher? fragt Kathrin Passig. Zur Frage, was Poesie und Vogelgezwitscher verbindet, ist wiederum Helwig Brunner zweifacher Experte, nicht nur als einer der wichtigsten jungen Lyriker im deutschsprachigen Raum, sondern auch als Ornithologe.

Die Grenzen der Sprache

Anna Mitgutsch - Die Grenzen der Sprache

Wo sind die Grenzen der Sprache und was liegt dahinter? Der Horizont war vielleicht immer schon die größte Versuchung der Künste. Anna Mitgutsch beschreibt die Versuche der Dichter, über den Rand des Denkbaren hinaus zu gelangen. Sie spannt dabei einen großen historischen Bogen von Gilgamesch bis ins 20. Jahrhundert, dem die Idee des Horizonts zwar abhanden gekommen ist – nicht aber die Sehnsucht danach. Von Emily Dickinson über Jorge Luis Borges zu Imre Kertész eröffnen sich spannende Grenzgänge und machen Lust auf neue Entdeckungsreisen in die Literatur. Anna Mitgutsch weckt mit ihrem brillanten Essay die Neugierde auf eine Welt, die Rätsel bleibt. Absolut empfehlenswert!

Der überflüssige Mensch

Ilija Trojanow - Der überflüssige Mensch

Wer nichts produziert und nichts konsumiert, ist überflüssig – so die mörderische Logik des Spätkapitalismus. Überbevölkerung sei das größte Problem unseres Planeten – so die internationalen Eliten. Doch wenn die Menschheit reduziert werden soll, wer soll dann verschwinden, fragt Trojanow in seiner humanistischen Streitschrift wider die Überflüssigkeit des Menschen. In seinen eindringlichen Analysen schlägt er den Bogen von den Verheerungen des Klimawandels über die Erbarmungslosigkeit neoliberaler Arbeitsmarktpolitik bis zu den massenmedialen Apokalypsen, die wir, die scheinbaren Gewinner, mit Begeisterung verfolgen. Doch wir täuschen uns: Es geht auch um uns. Es geht um alles.

Kontaminierte Landschaften

Martin Pollack - Kontaminierte Landschaften

An die offiziellen Opfer des 20. Jahrhunderts erinnern Mahnmale und Kriegerdenkmäler. Doch wo gedenken wir der Tausenden namenlos gewordenen, heimlich verscharrten Toten – Juden oder Roma, Antikommunisten oder Partisanen? Wie leben wir in Landschaften, die kontaminiert sind mit den unzähligen vertuschten Massakern Mitteleuropas – im burgenländischen Rechnitz genauso wie im slowenischen Kocevski Rog oder in Kurapaty bei Minsk? Martin Pollack geht es um das schonungslose, aber sorgsame Zeichnen einer anderen, wahrhaftigeren Landkarte unseres Kontinents. Einer Landkarte, in der Erinnerung und Verortung an die Stelle vergifteter Geheimnisse und anonymer Gräber treten. Aus der Reihe "Unruhe bewahren"