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Titel

Peter Henisch - Großes Finale für Novak

Novak entdeckt die Welt der großen Gefühle spät und ausgerechnet im Krankenhaus. Weil ihm sein Zimmergenosse Nacht für Nacht den Schlaf raubt, leiht ihm die indonesische Krankenschwester Manuela ihren Walkman samt Kassetten und infiziert ihn so mit ihrer Liebe zur Oper. Aus dem Krankenhaus entlassen, findet er nicht so recht in sein gewohntes, gewöhnliches Leben zurück. Manuela hat ihm die Ohren geöffnet, allerdings auch für die Zumutungen des lärmenden Alltags, für Rasenmäher, Pressluftbohrer und seine Frau Herta. Während er weiter seinem Laster frönt und Opern hört, vermutet sie hinter seiner Leidenschaft die Liebe zu einer anderen Frau. So falsch liegt sie damit auch nicht. Doch Manuela ist plötzlich verschwunden. War sie nur ein Trugbild auf der Bühne von Novaks späten Träumen? Oder hat Herta etwas mit ihrem stillen Abgang zu tun? Das Finale ist auch ohne sie große Oper: grausam dramatisch.

Erhältlich als

  • Hardcover
    304 Seiten
    Format:125 x 205
    ISBN: 9783701715473
    Erscheinungsdatum: 23.08.2011
    22,90 inkl. MwSt.
  • E-Book
    304 Seiten
    Format:125 x 205
    ISBN: 9783701742
    Erscheinungsdatum: 23.08.2011
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Produktdetails

Autor
Peter Henisch

Peter Henisch, geboren 1943 in Wien. Studium der Germanistik, Philosophie, Geschichte und Psychologie. Mitbegründer, Liedtexter und Sänger der Gruppe "Wiener Fleisch und Blut" (1975) sowie Mitbegründer der Zeitschrift "Wespennest". Seit 1971 lebt er als freieschwebender Schriftsteller in Wien, Niederösterreich und der Toskana. Erste literarische Veröffentlichung 1971 mit "Hamlet bleibt". 1975 erschien sein Roman "Die kleine Figur meines Vaters" (überarbeitete Neuauflage Residenz 2003), in dem er sich mit der Vergangenheit seines Vaters als offizieller Kriegsfotograf während des Nationalsozialismus auseinandersetzte, das bis heute ein Kultbuch geblieben ist. Musikalisch arbeitet er vor allem mit Woody Schabata und Hans Zinkl zusammen. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Anton-Wildgans-Preis, Literaturpreis der Stadt Wien. Mit den Romanen "Die schwangere Madonna" (Residenz, 2005) und "Eine sehr kleine Frau" (2007) war Peter Henisch für den Deutschen Buchpreis nominiert. Zuletzt erschienen: "Der verirrte Messias" (2009) "Kaum ein anderer österreichischer Autor macht so wenig Aufhebens von sich; und kaum einer hat die soziale und politische Entwicklung seines Landes in mittlerweile über zwanzig Büchern so präzise beschrieben wie er. Kritik hat er allerdings nie in der landesüblichen Form der rhetorischen Übertrumpfung betrieben, und vielleicht war es diese Tugend, sich der Routine wohlfeiler Empörung zu versagen und stattdessen den empörenden Verhältnissen geduldig auf den Grund zu gehen, die Peter Henisch den gebührenden Erfolg bis heute vorenthalten hat." Karl-Markus Gauß über Peter Henisch. Zuletzt bei Residenz erschienen: "Vom Wunsch, Indianer zu werden" (2012).

Pressestimmen

Henisch ist der Glücksfall eines Autors, in dessen literarischen Gebäuden die Türen zwischen Politik und Fantasie, zwischen Ernst und Schrägheit offen stehen.
DIE ZEIT

Dass man dem Durchschnittsmenschen Franz Novak Interesse abgewinnt, verdankt sich der Kunstfertigkeit seines Erfinders. Peter Henisch folgt dem unglücklichen Pantoffelhelden mit Sympathie, kehrt das Innerste des tumben Toren nach aussen, bis er keineswegs nur noch stumpf und dumpf wirkt. Seine lakonischen Einsichten haben Witz, sind bisweilen regelrecht komisch.
NZZ, Jan Koneffke

Peter Henisch, der seit Jahren leichthändig und hintersinnig mit akribischem Blick für die Verästelungen der Psyche seiner Figuren erzählt, erspart diesem Paar nichts. (...) Aufgeräumt wird auch mit Vorurteilen gegen die Oper, die am Ende den einzigen Sieg davonträgt. Immer mehr Verschüttetes holt sie aus Novak hervor, wirkt be- und entzaubernd. Über diese Erlebnisse geht die wundersame Wirkung, die Peter Henisch schon in \\\"Eine sehr kleine Frau\\\" beschworen hat, unweigerlich auch auf den Leser über.
FAZ, Beate Tröger

Dass man dem Durchschnittsmenschen Franz Novak überhaupt Interesse abgewinnt, verdankt sich der Kunstfertigkeit seines Erfinders. Peter Henisch folgt dem unglücklichen Pantoffelhelden mit Sympathie, kehrt das Innerste des tumben Toren nach aussen, bis er keineswegs nur noch stumpf und dumpf wirkt. Seine lakonischen Einsichten haben Witz, sind bisweilen regelrecht komisch.
NZZ, Jan Koneffke

Im Grunde will Peter Henisch die erstaunliche Geschichte eines Menschen erzählen, der sich unverhofft von \\\"hoher Kunst\\\" tief in seinem Innersten angesprochen fühlt und seinem Leben eine neue Richtung geben möchte. Der \\\"treue Ehekrüppel\\\" Novak merkt, dass seine Rückkehr in die alten Gewißheiten nicht mehr möglich ist ... Wo es Peter Henisch gelingt, Wehmut und Komik derart zu mischen, erweist sich sein Roman als intelligente, anregende Lektüre.
DIE PRESSE, Rainer Moritz

Peter Henisch erweist sich wieder einmal als genauer Menschenbeobachter, der seine Romanfiguren, ihr Verhalten, ihre Sprache, ihr Verhängnis überzeugend aus ihren realen Lebensverhältnissen heraus kreiert. ... Henisch beherrscht das Erzählen auch in handwerklicher Hinsicht meisterlich. Spannungsbögen, pointierte episodische Sequenzen und punktgenau gesetzte Wendepunkte machen das Lesen dieses Eheromans zu einem spannenden Vergnügen.
OÖ Nachrichten, Christian Schacherreiter

Peter Henisch beschreibt mit psychologischem Feinsinn und humoristischer Ernsthaftigkeit den fatalen Schlingerkurs und Schiffbruch einer Ehe (...) Dazu trägt der flüssige, stets auf Genauigkeit erpichte Stil ebenso bei wie der geschickte Wechsel der Erzählperspektiven nebst eingeschobenen inneren Monologen, Reflexionen und Rückblicken.
WIENER ZEITUNG, David Axmann

Nachdem man die gesellschaftlich „relevante“ Alternativ- und Populärkultur zum unumschränkten Leitmedium ausgerufen hatte und damit der konsequenten Kommerzialisierung und ästhetischen Verflachung Vorschub leistete, begegnen wir nun im neuen Roman Großes Finale für Novak von Peter Henisch ausgerechnet der Oper als Trägerin einer neu entstehenden Gegenkultur.
DER STANDARD, Walter Grünzweig

... eines der besten Bücher, die ich in diesem Jahr bisher in der Hand hatte.
Libri.de, Winfried Stanzick

Weitere Bücher des Autors / der Autorin

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Mit seiner zehnjährigen Tochter betritt Max Stein eine Trafik, um eine Zeitschrift zu kaufen, und hört einen von jenen Sätzen, "die man zu jener Zeit oder wenigstens bald darauf wieder öfter hörte, ohne sie wirklich zu hören". Einen vorerst unwidersprochenen Satz, dem er - das wird ihm bald zur fixen Idee - einen Satz hätte entgegensetzen, dem er hätte widersprechen müssen. Aus der kleinen Öffentlichkeit der Trafik dringt dieser Satz nämlich in eine größere, in eine große Öffentlichkeit hinaus. Eine Entwicklung, deren Zeugen wir werden, nimmt ihren Lauf. Und wer ist schuld an allem? Max Stein ist schuld! Das Persönliche und das Allgemeine, das Tragische und das Komische liegen eng beieinander. Vorerst noch mehr oder minder glücklich verheiratet, zieht sich Stein, immer autistischer, in eine winzige Wohnung zurück. Um, wie der tote Großvater, der als U-Bott bei ihm haust, sagen würde, zu KLÄREN. An dem Ort der ungetanen Tat, des unausgesprochenen Widerspruchs zurückkehrend, lernt Stein schließlich Clarissa kennen, die Frau, die gekommen ist, um sich mit unserer Vergangenheit zu beschäftigen und die angesichts unserer Gegenwart schon ihren Rückflug gebucht hat. Obwohl er sich kaum mehr wohl fühlt in seiner österreichischen Haut, gelingt es Stein nicht, aus dieser Haut zu fahren.

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Dies ist das Buch mit den Liedern des "Schwarzen Peter". Am Piano in New Orleans sitzend, wird der Protagonist von Henischs gleichnamigem Roman von den Erinnerungen an sein früheres Leben eingeholt. Im Songbook, sagt Henisch, bin ich so etwas wie der musikalische Stuntman meines Hauptdarstellers. Dieses Statement signalisiert sowohl Identifikation als auch ironische Distanz. Auf der CD realisiert der Autor die Texte gemeinsam mit seinen langjährigen Begleitern, dem Vibraphonisten Woody Schabata und dem Gitarristen Hans Zinkl. Henisch gehört zu den Autoren, die man nicht nur lesen, sondern auch hören sollte. Michael Sowa hat sich mit zwei feinen Bildern in seine Welt einzufühlen versucht.

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Peter Henisch - Die schwangere Madonna

Josef Urban will nichts als davon, da kommt ihm das Auto, an dem der Schlüssel steckt, durchaus gelegen. Dass es nicht seines ist, berührt ihn fürs Erste ebenso wenig wie der Umstand, dass er keinen Führerschein besitzt. Allerdings muss er bald bemerken, dass auf dem Rücksitz ein Mädchen schläft. Als sie kurz aufwacht, fordert er sie auf, auszusteigen, aber sie will nicht. Maria ist Schülerin und Geliebte des Religionslehrers, dem das Auto gehört, außerdem ist sie schwanger. Mit dem Bestohlenen hat sie wenig Mitleid. Urbans Fluchtversuch hingegen kann sie etwas abgewinnen. Die Grenze ist näher, als man glaubt, unversehens sind die beiden in Italien. Josef findet immer mehr Gefallen an der Fahrt und seiner jungen Begleiterin. Aber er kann nicht umhin, sich auch für sie verantwortlich zu fühlen; eine im Prinzip undankbare Rolle, zumal sie nicht leicht von der des absurd Liebenden zu trennen ist. Peter Henisch erzählt die Geschichte einer unerwarteten Begegnung, einer aus dem Zufall entstandenen Zweckgemeinschaft, die für den männlichen Part zur Obsession wird. Ein Roadmovie, das sich kreuz und quer durch die Literaturlandschaft bewegt und doch mit tragikomischer Konsequenz auf sein Ziel zu steuert: dem Finale vor dem Fresko der Madonna del Parto, der Schwangeren Madonna.

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Peter Henisch - Vom Wunsch, Indianer zu werden

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