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Titel

Bergsveinn Birgisson - Die Landschaft hat immer recht

Eindringlich und behutsam erzählt Birgisson von Halldórs Leben, das Wind und Wetter ausgesetzt ist, und von seiner Suche nach dem Glück. An der einsamsten Küste Islands, in einem kleinen Dorf in den Westfjorden, in dem die Zeit stillzustehen scheint, lebt Halldór, genannt Dóri, als Fischer. Täglich fährt er auf einem kleinen Kutter hinaus und zieht Kabeljau, Seehasen oder Hering aus dem Meer. In seinem Tagebuch schreibt Dóri über das Wetter und die Natur, die sein Leben bestimmen, über philosophische Fragen, die ihn beschäftigen, und über seine Suche nach der Liebe. Der alte, weise Jónmundur, der selbst nach einem Schlaganfall ans Bett gefesselt ist, ist es, der dem jungen Mann die Schönheit der Welt offenbart. Als Dóri vor einer großen Entscheidung steht, ermutigt ihn Jónmundur, um die Frau seines Lebens zu kämpfen.

Erhältlich als

  • Hardcover
    aus dem Isländischen von Eleonore Gudmundsson
    264 Seiten
    Format:125 x 205
    ISBN: 9783701716951
    Erscheinungsdatum: 30.01.2018
    22,00 inkl. MwSt.
  • E-Book
    264 Seiten
    ISBN: 9783701745685
    Erscheinungsdatum: 30.01.2018

    Empfohlener Verkaufspreis
    15,99 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Bergsveinn Birgisson

geboren 1971 in Reykjavík, studierte altnordische Literatur in Bergen (Norwegen) und promovierte über Skaldik. Er publizierte zwei Gedichtbände und mehrere Romane, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Sein Romandebut „Die Landschaft hat immer recht“ (Landslag er aldrei asnalegt) erschien 2003 und wurde für den Islandischen Literaturpreis nominiert, sein dritter Roman „Svar vid brefi Helgu“ wurde 2012 für den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert. Bergsveinn Birgisson lebt in Bergen, wo er auch an der Universitat lehrt. In norwegischer Übersetzung erscheinen Birgissons Romane im ausgewählten Literaturprogramm des Pelikanen Forlag, der von Karl Ove Knausgard geleitet wird. Für seinen Roman „Svarti Víkingurinn“ (Der schwarze Wikinger) hat sich Paramount 2017 die Verfilmungsrechte gesichert. Zuletzt erschienen: „Die Landschaft hat immer recht“ (2018).

Pressestimmen

Mit viel Menschlichkeit und Herz setzt Birgisson, der an der Universität Bergen zur altnordischen Literatur forscht und lehrt, in seinem Debüt dem einfachen und traditionellen, aber nicht minder würdevollen Leben der Fischer sowie der Liebe für Geschichten und dem Erzählen in seinem Heimatland ein Denkmal. „Die Landschaft hat immer Recht“ – der Verweis auf den Titel findet sich bei einer Begegnung zwischen Halldór und Jónmundur – bereitet eine wunderbare, weil auch wechselvolle Lektüre, da Geschehen und Sprache einen ganz eigenen Charme besitzen. Für all jene, die die Literatur und Landschaft im hohen Norden lieben, führt an diesem eigenwilligen Roman kein Weg vorbei.
[Quelle: Constanze Matthes, ZEICHEN & ZEITEN]

Birgissons Debütroman ist warmherzig und mit genau der richtigen Dosis Humor erzählt, sodass dem Leser der Griff zum Spirituosenschrank erspart bleibt. (…) Ein sehr liebevolles, empathisches Buch.
[Quelle: Oliver Herzig, XING]

Mit viel Herz schildert der Autor dieses Leben in einem Dorf in den Westfjorden. Beim Lesen spürt man in vielen Passagen förmlich die Mystik von Island. Fast wie ein Märchen! (…) Die großartigen Schilderungen der Charaktere, der Landschaft, des Wetters und der Unberechenbarkeit des Meeres machen dieses Buch zu einem eindrucksvollen Leseerlebnis.
[Quelle: Sirod, LITERATURBLOG.AT]

Melancholie auf ganzer Ebene, garniert mit spitzem Humor. (…) Ein Buch, das nicht nur der norwegische Autor Karl Ove Knausgård wärmstens empfiehlt.
[Quelle: Simone Hoepke, KURIER]

Es ist ein wunderbares, fröhlich-melancholisches Buch.
[Quelle: Manuela Swoboda, KLEINE ZEITUNG]

Poetisch, philosophisch, voller überwältigender Naturbeschreibungen.
[Quelle: Beate Frauenschuh, EKZ]

Egal welche der vielen unterschiedlichen Abhandlungen man liest – ob über Fischfang, die intensiven Träume Halldórs, die Episoden mit den Haushälterinnen… – man folgt den eindringlichen Schilderungen gern bis zum Ende.
[Quelle: Annegret Glock, LESELUST]

Auf 288 Seiten schafft Birgisson spielerisch ein Universum, das man nicht verlassen möchte. Man mag mit Halldórs Augen aus dem Fenster schauen, den Wolken nachsehen und den Lada der Brüder borgen, um den Pfarrer zu besuchen. Mit Jónmundur auf die Berge sehen und mit Gusi übers Meer. Wo manchmal der Sturm aufreißt und Lichtinseln zaubert. In denen manch ein verschollener Fischer aufscheint.
[Quelle: Anne Hahn, LITERATENFUNK]

Es ist ein zusammengewürfelter Haufen skurriler Typen. Von ihnen erzählt Bergsveinn Birgisson mit urwüchsigem Humor, berührend poetisch und beschwört die Magie der isländischen Landschaften.
[Quelle: Marianne Haring, ELBEWESER AKTUELL]

Ein Debütroman, der in eine andere Welt entführt. (…) Windumtost, humorvoll und poetisch, mehr romantisch als realistisch.
[Quelle: Ditta Rudle, BUCHKULTUR]

Hin- und hergerissen zwischen Euphorie und Depression, Lakonie und Logorrhoe, Fischkutter-Realismus und Wollgras-Epiphanie und aufs Komischste kommentiert/korrigiert von den Herausgebern seiner Aufzeichnungen, orgelt er nicht immer kitschresistent, aber doch virtuos auf diversen Manu- und Pedalen. Birgisson und seine Übersetzerin bestechen durch einen Mix, der feine flapsige Formulierungen wie „Kaffeetassenzusammengesitze“ mit Sätzen kombiniert, die sich mit ein bisschen Zeilenbruch in super Gedichte verwandeln lassen – quasi poetischer Faktizismus.
[Quelle: Klaus Nüchtern, FALTER]

Glück und Unglück, Leben und Tod liegen in diesem Roman so nah beieinander wie Sturm und aufbrechender Wolkenhimmel an der einsamen Küste Islands. (…) Ein betörend ruhiger, humorvoller, erfüllender Roman, ein Debüt, nach dem man gerne – und zugegebenermaßen mit ein wenig Ungeduld – auf die Übersetzung der nächsten beiden Birgisson-Romane wartet.
[Quelle: KOMMBUCH.COM]

Alle Liebhaber der Natur im Hohen Norden werden sich an den zum Teil magischen Schilderungen der Landschaft besonders erfreuen.
[Quelle: sf, NORDIS]

Das Buch ist pure isländische Magie.
[Quelle: Euro Journal]

Bergsveinn Birgissons Debüt (…) ist ein sehr intensiver Roman, der mit seinem ganz eigenen Tempo, einer ureigenen Lebensphilosophie und der selten besungenen Schönheit einer wunderfeinen Blume bis zur letzten Seite ohne Unterbrechung gelesen sein will.
[Quelle: Susanne Rikl, GUTE BÜCHER LESEN]

Ein bisschen Liebe, einzigartige Beschreibungen der knorrigen Charaktere, da wird wenig geredet, viel gedacht und kunstvoll geschwiegen. Doch Humor zwischen den Fischernetzen zeichnet diesen Roman ebenso aus wie Brutalität in der Zeichnung der Abgründe.
[Quelle: Repolusts Lesezeichen]

 

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