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Bergsveinn Birgisson Eleonore Gudmundsson (Übersetzung) - Quell des Lebens

Eine bewegende Liebesgeschichte und zugleich eine leidenschaftliche Warnung vor Umweltzerstörung und kolonialem Hochmut.

An der nördlichsten Küste Islands entspringt eine Quelle, die Überlieferungen zufolge über geheimnisvolle Heilkräfte verfügt. Als ein heftiger Vulkanausbruch Island – damals eine dänische Kolonie – im 18. Jh. verwüstet, wird im fernen Kopenhagen die Zwangsdeportation der Bevölkerung geplant. Der junge Wissenschafter Magnús Egede wird auf die Insel geschickt, um die Umsetzung dieses Plans zu betreiben – stattdessen jedoch verfällt er der Faszination der rauen Landschaft, ihrer Archaik und der Schönheit von Sesselja, einem stummen Mädchen aus den Westfjorden. Als Magnús von einem Eisbären schwer verletzt wird, ist es das Wasser aus dem Quell des Lebens am Rande der bewohnbaren Welt, mit dem Sesselja ihn heilt – nur um ihn wieder zu verlieren…

Erhältlich als

  • Hardcover
    Aus dem Isländischen übersetzt.
    304 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701717187
    Erscheinungsdatum: 18.02.2020
    24,00 inkl. MwSt.
  • E-Book
    Aus dem Isländischen übersetzt.
    304 Seiten
    ISBN: 9783701746286
    Erscheinungsdatum: 18.02.2020

    Empfohlener Verkaufspreis
    16,99 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Autor
Bergsveinn Birgisson

geboren 1971 in Reykjavík, studierte altnordische Literatur in Bergen (Norwegen). Er publizierte Gedichtbände und Romane. Sowohl sein Romandebüt „Die Landschaft hat immer recht“ (dt. 2018) als auch sein neuester Roman „Quell des Lebens“ wurde für den Isländischen Literaturpreis nominiert, „Quell des Lebens" ist für den Literaturpreis des Nordischen Rates 2020 nominiert. Bergsveinn Birgisson lebt in Bergen, wo er auch an der Universität lehrt. In norwegischer Übersetzung erscheinen Birgissons Romane im ausgewählten Literaturprogramm des Pelikanen Forlag, der Karl Ove Knausgård gehört. Zuletzt erschienen: „Die Landschaft hat immer recht“ (2018) und "Quell des Lebens" (2020).

Eleonore Gudmundsson (Übersetzung)

geboren 1965 in Wien. Studium der Skandinavistik, Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien. Studium des Isländischen an der Universität Island. Geprüfte Fremdenführerin für Island. Lektorin für Isländisch an der Universität Wien. Derzeit Arbeit an der deutschen Ausgabe des Online-Wörterbuches ISLEX. Eleonore Gudmundsson übersetzte für den Residenz Verlag die Werke von Bergsveinn Birgisson.

Pressestimmen

In Bergsveinn Birgisson Historienroman „Quell des Lebens“ bereitet ein Wissenschaftler der Zwangsevakuierung Islands den Weg. (…) ein solider Schmöker…
[Quelle: Matthias Hannemann, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG]

In „Quell des Lebens“ erkundet Bergsveinn Birgisson die Lebenswelt des alten Island. Indem er effektvoll europäische Aufklärung und isländische Volkskultur aufeinandertreffen lässt, reflektiert sein Roman auch die wirtschaftlichen Aporien der Gegenwart. (…) „Quell des Lebens“ wurde zu Recht für Skandinaviens wichtigste literarische Auszeichnung, den Preis des Nordischen Rates, nominiert.
[Quelle: Aldo Keel, NEUE ZÜRCHER ZEITUNG]

In „Quell des Lebens“ erweckt der Autor das Island des 18. Jahrhunderts zum Leben.
[Quelle: NRZ]

„Quell des Lebens“ ist eine bewegende Liebesgeschichte und zugleich eine Warnung vor Umweltzerstörung.
[Quelle: Barbara Echsel-Kronjäger, ORF Steiermark]

Birgisson schildert eindringlich die urtümliche Landschaft Islands und ihre Zerstörung durch Naturkatastrophen. Das Schreckensszenario einer zerstörten Natur mit allen Auswirkungen auf die Überlebenden und das ureigene Hinterfragen des Protagonisten Magnus, ob Menschen, die ein genügsames und entbehrungsreiches Dasein führen, möglicherweise glücklicher leben, als Außenstehende annehmen, ist heute so aktuell wie damals.
[Quelle: Annegret Glock, LESELUST]

Wie schon in „Die Landschaft hat immer recht“, erzählt der 49-jährige Isländer Birgisson, der im norwegischen Bergen altnordische Literatur lehrt, auch in seinem jüngsten Buch in bildgewaltiger Sprache von alten Mythen und magischen Menschen, deren Tun das Sein bestimmt, eingebettet in Kargheit und Kabeljau, Wollgras und Wolken.
[Quelle: Manuela Tschida-Swoboda, KLEINE ZEITUNG]

Der isländische Autor Bergsveinn Birgisson beschreibt seine Heimat als Gegenpol zum rastlosen Profitstreben des modernen Lebens. Sein Roman „Quell des Lebens“ über die Island-Expedition eines dänischen Forschers ist ein historisches Märchen über Erdgeister und die Unzulänglichkeiten der Wissenschaft.
[Quelle: Cornelius Wüllenkemper, DEUTSCHLANDFUNK]

Das ist schon ein großes Weltentheater, das Bergsveinn Birgisson seinen Lesern in Quell des Lebens aufführt. Nicht nur lernen wir so manches über den Stand der Wissenschaften und Politik zu Ende des 18. Jahrhunderts, über die fatalen Lebensbedingungen der Menschen in Island zu jener Zeit, die Archaik der Landschaft und zerstörerischen Folgen von Naturkatastrophen, nein, der Autor stellt uns auch die ewig großen Themen des Menschseins und  unsere Fragen dazu vor, zu Arroganz und Missbrauch der Macht, zu Stolz und Demut, zu Glaube und Aberglaube, zu Glück und Liebe – und zu all den Dingen, die zwischen Himmel und Erde geschehen und die wir uns nie werden erklären können.
[Quelle: Wolfgang Schiffer, Wortspiele: Ein literarischer Blog]

Eine Quelle des Lebens in Zeiten der Katastrophen.
[Quelle: Peter Pisa, KURIER]

Das Buch ist viel: eine ironische Abrechnung mit grenzenlosem Rationalismus, eine Liebeserklärung an Island, ein historischer Roman, ein Abenteuerroman, der stellenweise an Jack London erinnert, eine Einführung in isländische Legenden, eine Parabel über den Kampf zwischen Ratio und Emotion (gemahnt doch der Name des Protagonisten nicht umsonst an den Stoiker Marc Aurel) – vor allem aber ist es eine berührende Liebesgeschichte (von der nicht verraten sei, wie sie ausgeht). Birgisson ist, da hat Knausgård schon recht, ein außergewöhnlicher Erzähler – aber mehr noch: er ist auch ein sehr guter Erzähler, der bei allem Gefühl nie in den Kitsch abgleitet. Ob des Hintergrunds ist dies sicherlich kein fröhliches, aber ein sehr schönes und kluges Buch, dem viele Leser zu wünschen sind.
[Quelle: Oliver Herzig, XING]

Gelungen ist ihm ein Roman vor historischem Hintergrund, doch frei von geschichtlicher Wirklichkeit (wie nicht zuletzt der Epilog zu den 30 Kapiteln des Werks beweist, dessen Inhalt hier aber nicht mal angedeutet wird), ein Roman, der in seinem Original erst jüngst – und aus meiner Sicht völlig zu Recht – für den Literaturpreis des Nordischen Rats nominiert wurde. Drücken wir ihm die Daumen, dass diese bereits so ehrenvolle Auszeichnung noch größer wird.
[Quelle: Wolfgang Schiffer, LITERATURHAUS KÖLN]

Bergsveinn Birgissons Quell des Lebens (übersetzt von Eleonore Gudmundsson) ist ein sehr ruhiges und sehr isländisches Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und allen LiebhaberInnen isländischer Literatur wärmstens empfehlen kann.
[Quelle: Sissi, klappentext]

Dieser Roman bietet eine großartige Mischung. Man findet hier eine wirklich sehr intensive und bewegende Liebesgeschichte aus dem alten Island, kombiniert mit einer leidenschaftlichen Warnung vor Umweltzerstörung und kolonialem Hochmut.
[Quelle: bookreviews.at/]

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Bergsveinn Birgisson Eleonore Gudmundsson (Übersetzung) - Die Landschaft hat immer recht

An der einsamsten Küste Islands, in einem kleinen Dorf in den Westfjorden, in dem die Zeit stillzustehen scheint, lebt Halldór, genannt Dóri, als Fischer. Täglich fährt er auf einem kleinen Kutter hinaus und zieht Kabeljau, Seehasen oder Hering aus dem Meer. In seinem Tagebuch schreibt Dóri über das Wetter und die Natur, die sein Leben bestimmen, über philosophische Fragen, die ihn beschäftigen, und über seine Suche nach der Liebe. Der alte, weise Jónmundur, der selbst nach einem Schlaganfall ans Bett gefesselt ist, ist es, der dem jungen Mann die Schönheit der Welt offenbart. Als Dóri vor einer großen Entscheidung steht, ermutigt ihn Jónmundur, um die Frau seines Lebens zu kämpfen.

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