Titel

Rudolph Wurlitzer - Zebulon

Zebulon Shook taumelt an der Grenze zwischen Leben und Tod durch einen psychedelischen Western – eine Kugel im Herzen dem letzten Horizont entgegen. Zebulon Shook heißt der Held dieses Western ohne Helden: Nachdem er Lobo Bill im Kampf um eine Frau, halb Irin, halb Indianerin, erschießt, verlässt der abgebrannte Trapper und Fellhändler seine Hütte am Gila-Fluss in New Mexico und zieht Richtung Westen. Sein Weg führt ihn durch ein Land, wo kein Gesetz herrscht und Amerika noch nicht begonnen hat. In einem Bordell trifft er seinen Stiefbruder Hatchet Jack wieder, verliert beim Poker gegen die trickreiche und schöne Hure Delilah, fängt sich eine Kugel ein, und als er tags darauf erwacht, weiß er nicht, ob er noch lebt oder nur ein Geist ist unter Geistern. Auf der Suche nach seinem Vater macht er sich auf nach Kalifornien, wo der Goldrausch Exzesse von Gier und Gewalt feiert, trifft in einer Opiumhöhle Delilah wieder und wird als notorischer Outlaw von den Kräften von Recht und Ordnung gejagt. Schließlich stößt er an die letzte Grenze, wo die Welt endet und etwas anderes beginnt ...

Erhältlich als

  • Hardcover
    aus dem amerikanischen Englisch von Rudolf Hermstein
    304 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701715961
    Erscheinungsdatum: 25.09.2012
    22,90 inkl. MwSt.
  • E-Book
    aus dem amerikanischen Englisch von Rudolf Hermstein
    304 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701742936
    Erscheinungsdatum: 25.09.2012

    Empfohlener Verkaufspreis
    12,99 inkl. MwSt.
Bestellen

Produktdetails

Autor
Rudolph Wurlitzer

geboren 1937 in Cincinnati, Ohio. Fünf Romane in knapp 40 Jahren (u.a. „Nog“ (1969), „Slow Fade“ (1984)) und mehrere Filmdrehbücher, u.a. für Sam Peckinpah („Pat Garrett jagt Billy the Kid“ (1973)), Alex Cox, Volker Schlöndorff und Bernardo Bertolucci, haben seinen Ruf als Kultautor begründet. „Zebulon“ ist sein jüngster Roman, er erschien 2008 unter dem Titel „The Drop Edge of Yonder“. Wurlitzer lebt in New York und Nova Scotia.

Pressestimmen
Wurlitzer schreibt eine knappe, klare Prosa, voller Eleganz und Drastik, voll absurdem Witz in den Dialogen und mit Gespür für Plot.
FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG, Peter Körte

Jeder Satz ist wie ein Schuss, jeder Dialog ein Treffer. Das Buch sollte obligatorische Lektüre für Jungschriftstellerinnen und -schriftsteller werden.
DER STANDARD, Alexander Kluy

Eine kraftvolle Story! Und unser Mann erlebt allen Schmerz mit dem gleichmütigen Humor eines Big Lebowski. So lässt sich wohl auch der Wilde Westen ertragen.
PLAYBOY, Klaus Mergel

Zebulon ist der Western, den man immer sehen wollte, aber nie lesen durfte.
DIE LITERARISCHE WELT, Albert Ostermaier

Seine Sprache ist reich, witzig, voller Rhythmik, Sinnlichkeit und Poesie. Man kann den Matsch und den Wahnsinn in den kalifornischen Bergen förmlich riechen.
DIE MÄRKISCHE, Thomas Askan Vierich

Zebulon äußert bisweilen die Vermutung, dass er "in dem gottverfluchten Traum von einem andern steckt und nicht rausfindet". Recht hat er. Nämlich in Wurlitzers von Westernklamotten befeuertem, abgründigem und ziemlich komischem Genre-Tagtraum.
TAZ, Frank Schäfer

Es ist ein Buch, das man beim Lesen anschaut wie einen Film, das man als Film besetzt, wenn man es noch einmal liest, und von dem man im Traum die Fortsetzung schreibt. Hypnotisch und durchdrungen von Poesie und mystischer Liebe.
PATTI SMITH

Die Frauen bei Wurlitzer lassen Deadwood ausschauen wie Bonanza.
ROBERT DOWNEY SR.

Rudolph Wurlitzer nimmt keine Gefangenen. Eine kompromisslose, wilde und benebelte Geschichte.
SAM SHEPARD

Es ist ein Buch, das Fellini gestohlen hätte, und er hätte daraus einen großartigen Film gemacht. Er hätte all die extravaganten, surrealen Charaktere von Wurlitzer übernommen, genauso wie dessen reiche, unendlich phantasievolle Sprach- und Erzählkunst, und er hätte geschworen, das alles wäre von ihm. Aber das ist es nicht, es ist von Wurlitzer, der einen verschlagenen, subversiven Humor hat, der, wie ich finde, unnachahmlich ist. Dieses Buch war für mich ein ungeheures Vergnügen.
ALAN ARKIN

Wenn Mel Brooks, William Burroughs und Jack Smith gemeinsam an einem Szenario für Ramona arbeiten würden, dann nach einem Ausfall durch Guy Maddin ersetzt würden, könnte das Ergebnis eine Ähnlichkeit mit Rudolph Wurlitzers zärtlichem, haarsträubendem, obszönem und herrlich lustigem neuen Roman haben. Wurlitzer ist in Topform und es ist eine düstere Freude, ihn zu lesen, wie es das immer war.
JOHN ASHBERY

The Drop Edge of Yonder ist Schönberg, der auf einem Bordellklavier spielt, Sam Beckett mit einem Trommelrevolver und einem Sack Klapperschlangen. Rudolph Wurlitzer wringt Ihnen das Herz aus, als wär’s der Hals einer Henne, während er Ihnen den Menschenfresser im Badezimmerspiegel zeigt.
GARY INDIANA

Ein wildes Abenteuer, von jemandem geschrieben, der weiß, wie er sein Publikum gespannt am Lagerfeuer hält. Es ist auch ein subversiver moderner Roman über die Grenzen der Liebe und das Unbehagen im zivilisierten Leben. Und es ist nicht zuletzt eine mit einem Lächeln aus alten Zeiten übergebene Einladung, mit einem Meister des Loslassens zu meditieren.
JUDITH THURMAN

Einer der reinsten, zutiefst aufregenden, besten amerikanischen Romane, den ich seit Jahren gelesen habe.
DENNIS COOPER

Ich habe noch nichts Vergleichbares gelesen. Jede Seite führt den Leser vom Gehirn bis zu den Eingeweiden und wieder zurück, hin und her, hin und her, bis man zu spüren beginnt, dass es am Ende keinen Unterschied zwischen Gehirn und Eingeweiden gibt.
SCOTT SPENCER

Ein schelmisches, amerikanisches Totenbuch ... in der Tradition von Thomas Pynchon, Joseph Heller, Kurt Vonnegut und Terry Southern.
LOS ANGELES TIMES BOOK REVIEW

Ein lustiger, kurioser Roman, der seine Leser zwingt, ihre Vorstellungen vom Westen und von persönlicher Freiheit zu überdenken.
THE WALL STREET JOUNAL

Wurlitzer schenkt uns einen mysteriösen Western von anarchischem Charme und bezaubernder Schönheit.
PUBLISHERS WEEKLY

Die Art von Buch, die man sich in die Tasche steckt, bevor man sich auf den Weg ins Unbekannte macht.
LA WEEKLY

Wurlitzers philosophische, humorvolle und visionäre Geschichte führt den Leser in eine Landschaft, die sich durchstreift, um sich endlich zu verlieren; in einen Westen, der in ein spirituelles Terra Incognita zwischen Schlaf und Wachzustand, zwischen Leben und Tod führt und zu einer Anschauung davon, was es bedeutet,
eine Grenze zu überschreiten.
LA CITYBEAT

Mit Zebulon Shook hat Wurlitzer einen lustigen, bitteren Vertreter des amerikanischen Heldentums geschaffen, dem man kaum widerstehen kann. Es ist eine der seltenen Geschichten, die immer besser werden, je weiter sie sich hinziehen, dem Don Quixote, einem anderen weitläufigen Schelmenroman nicht unähnlich.
WASHINGTON CITY PAPER

Wurlitzers Buch sollte man kennen wie alles von Cormac McCarthy, Steve Erickson oder Jim Harrison. Ein reines Vergnügen, virtuose Erzählkunst. Drop Edge ist ein Buch, das Amerika den Spiegel in einem Moment seiner Geschichte vorhält, der es als um sich schlagenden, unbändigen, haarigen Streithammel mit weit aufgerissenen Augen und einem großen, verwirrten Herzen zeigt, das gegen die rauen Anforderungen der Existenz und der Zivilisation rebelliert.
BARNES & NOBLE REVIEW

Ein monumentaler Western, der alles in sich vereint, was an Wurlitzers Romanen und Drehbüchern so großartig ist … Eine alte Hand, die das Beste schreibt, was sie je zu Papier gebracht hat.
ARTHUR MAGAZINE

Hypnotisierend: ein Western, wie Céline ihn geschrieben hätte.
TIMES LITERARY SUPPLEMENT OF LONDON

Wurlitzers erster Roman seit 24 Jahren, sein bester bis jetzt. Es ist ein rares Buch, das nicht einfach nur voller großer Ideen steckt, sondern auch so dreist und clever ist, diese durchzuziehen.
TIME OUT NEW YORK

Ein großartiger Western, der die einzigartige Erzählweise von Wurlitzers frühen Romanen mit der filmischen Handschrift seiner besten Drehbücher vereint.
DAZED & CONFUSED

Ein psychedelisches Abenteuer, nachdenklich und aufregend zugleich.
ENTERTAINMENT WEEKLY

Das könnte Sie auch interessieren

Kickboxen mit Lu

Roman Marchel - Kickboxen mit Lu

„Also, kein Sex, kein Gott, keine Träume“, sonst redet Lu über alles. Den Eltern erzählt sie, sie fahre in ein Trainingscamp, zwei Wochen Kickboxen. Stattdessen nimmt sie sich eine Auszeit, mietet sich ein in der Pension „Zur schönen Gegenwart“. Lu ist 16, Geschichte hat sie noch keine, keine richtige, aber reden kann sie, wie andere atmen. In der Pension trifft sie auf Tulpe Valentin, eine alte Schriftstellerin, acht Romane hat sie geschrieben, der letzte ist lange her. Sie glaubt, sie hätte ihr Leben hinter sich und auch das Schreiben. Die Auszeit, die sie und ihr kranker Pensionsnachbar sich nehmen, ist ein Warten auf den richtigen Moment aufzugeben. „Ein Treffer, den man kommen sieht, tut weniger weh.“ Aber dann kommt Lu und redet, und Tulpe Valentin hört zu und schreibt auf, ihren letzten Roman, weil sie erkennt, dass sie hier das Leben vor sich hat – ein anderes Leben, das weitergeht.

Die Besucher

Kurt Palm - Die Besucher

Der Journalist Martin Koller liegt im Krankenhaus und kann nicht schlafen. Er wird von merkwürdigen Ohrgeräuschen gepeinigt, die ihn in eine tiefe Depression stürzen. Dass seine Frau um jeden Preis ein Kind von ihm will und ihm ein junger ehrgeiziger Kollege in seine Recherchen im rechtsextremen Milieu hineinpfuscht, macht es nicht besser. Da erfährt er, dass seine Mutter im Sterben liegt. Er rafft sich auf und macht sich auf den Weg zurück in den Ort seiner Kindheit. Ein paar Tage ist er mit seiner Mutter allein. Dann kommen sie, die Besucher, und nehmen das ganze Haus in Beschlag. Sie sind überall: im Keller, in den Zimmern, auf dem Dachboden. Niemand weiß, woher sie kommen, niemand weiß, was sie wollen. Eine Ärztin, die Martin noch aus Jugendtagen kennt, ruft ihn an sie hat eine rätselhafte Entdeckung gemacht. Ein Alptraum beginnt.

Vom Wunsch, Indianer zu werden

Peter Henisch - Vom Wunsch, Indianer zu werden

Im Kopf war Karl May ja schon oft in Amerika. Aber erst im September 1908, da ist er 66, macht er sich wirklich auf, um sich in Bremerhaven nach New York einzuschiffen, gemeinsam mit seiner zweiten Frau Klara. Und wie es der Zufall will, trifft er auf dem Schiff ausgerechnet Franz Kafka, einen jungen Mann, der sehr schmal und sehr blass an der Reling steht. Will er sich, Gott behüte, ins Meer stürzen? Und wer, wenn nicht Karl May und die viel jüngere Dame an seiner Seite, soll ihn davor retten, für die Literatur und das Leben? Das ist der Stoff, aus dem gute Geschichten sind, und manchmal sind das eben Dreiecksgeschichten. Peter Henischs Buch ist ein amüsantes Fantasie-Stück, ein raffiniertes Kammerspiel zwischen Realität und Fiktion. Mit leichter Hand und viel Fingerspitzengefühl bringt er Dinge zusammen, die wir in unserer Schulweisheit gerne trennen: Karl May und Franz Kafka, U und E, Lebenslüge und Lebensangst. Wen wundert’s, dass da die Funken sprühen!

Seite drucken