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Elisabeth Klar - Himmelwärts

„Himmelwärts“ verbindet Poesie mit klaren politischen Ansagen zu einem ungewöhnlichen und hochaktuellen Roman.

Wir alle spüren es: Der Raum für die, die anders denken, anders aussehen und anders lieben, wird wieder enger, die Bedrohung größer. Noch gibt es das „Himmelwärts", die glitzernde Bühne der Dragqueens, der Zufluchtsort der Außenseiter und Nachtgestalten. Die gut versteckte Bar ist der einzige Ort, an dem sogar Sylvia sich sicher fühlt. Denn seit Sylvia, das Füchslein, auf der Flucht eine Menschenhaut von der Wäscheleine gerissen hat, lebt sie als Frau unter den Menschen, zusammen mit Jonathan, dem Träumer, dem Weltenretter. Doch als Jonathan ein gefiederter Tumor aus dem Rücken wächst und seine Verwandlung beginnt, wird klar: Nicht alles, was Flügel hat, fliegt, doch für die Utopie des „Himmelwärts“ lohnt es sich allemal zu kämpfen.

Erhältlich als

  • Hardcover
    160 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701717279
    Erscheinungsdatum: 28.01.2020
    20,00 inkl. MwSt.
  • E-Book
    203 Seiten
    ISBN: 9783701746293
    Erscheinungsdatum: 28.01.2020

    Empfohlener Verkaufspreis
    13,99 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Autor
Elisabeth Klar

geboren 1986 in Wien, Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft und Transkulturellen Kommunikation. Sie arbeitet in der Softwareentwicklung und leitet Literaturworkshops für Kinder und Jugendliche. Elisabeth Klar hat zahlreiche Preise erhalten, u. a. war sie Finalistin des FM4-Wettbewerbs Wortlaut (2013). Ihr gefeiertes Debüt „Wie im Wald“ erhielt den Förderpreis der Stadt Wien und stand auf der Shortlist des Rauriser Literaturpreises 2015, 2017 erschien ihr zweiter Roman „Wasser atmen“. Zuletzt erschienen: „Wasser atmen“ (2017) und „Himmelwärts“ (2020).

https://www.elisabethklar.at/

Pressestimmen

Elisabeth Klar ist ein zeitgenössischer Roman von Charakter in sprachlichem Duktus und Ton gelungen, der ein Porträt der Welt darstellt, in der sich junge Erwachsener unserer Zeit bewegen.
[Quelle: Gudrun Braunsperger, Ö1 Ex Libris]

Was Sie versäumen, wenn Sie diesen Roman nicht lesen: Alltagsfluchten, Phantastisches, Sozialkritik, surreale Dialoge, Schärfung der eigenen Jagdinstinkte, Zärtlichkeit, viel Solidarität zwischen den Gästen des „Himmelwärts“ – das ja eigentlich überall sein könnte.
[Quelle: Christina Repolust, WELT DER FRAUEN]

Himmelwärts bezieht klar Stellung gegen (gesellschafts)politische Repressionen; ohne andere fixe oder allgemeingültige Gegenkonzepte vorzugegeben. Identitäten werden entworfen und wieder verworfen und so der Raum offen gelassen.
[Quelle: Marina Rauchenbacher, https://www.literaturhaus.at]

Junge Wiener Autorinnen, DIE BESTEN FÜNF:
Geschickt lässt Klar die Grenzen zwischen Tier und Mensch verschwimmen und erzeugt so surreale Situationen, die zum nachdenken anregen.
[Quelle: Leslie Keferstein, FALTER BEST OF VIENNA]

Höchst poetisch und zugleich brandaktuell ist die Verwandlungsgeschichte, mit der Elisabeth Klar einen außergewöhnlichen Roman vorgelegt hat, der sich von der breiten Masse der Buchneuerscheinungen abhebt und das – oft schmerzlich vermisste – Gefühl zurück gibt, wieder einmal etwas wirklich Neues gelesen zu haben. So leicht wie die fantastische Geschichte während der Lektüre scheinbar daherkommen mag, so schwer wiegt jedoch ihr Inhalt, dessen Aussagekraft noch lange nach dem letzten Satz nachhallt.
[Quelle: Verena resch, DREHPUNKTKULTUR]

… der Text besticht durch den Sog der Handlung…. Was bleibt ist die Lust, das eigene Tier in sich zu entdecken.
[Quelle: Sophie Reyer, DIE PRESSE]

Elisabeth Klar feiert in ihrem Roman „Himmelwärts“ Transformationen und Maskierungen.
[Quelle: Veronika Schuchter, DIE FURCHE]

Es ist ein Kunststück, wie es Elisabeth Klar gelingt, Realistisches und Fantastisches zu verbinden, ohne, dass es peinlich oder aufgesetzt wirken würde. Das liegt auch daran, dass die Autorin mit „Himmelwärts“ einen doppelbödigen, aber ganz ernsthaften politischen Roman geschrieben hat, der davon erzählt, wie ungeschützt man sich als Außenseiter, sei es als Homo- oder Transsexueller, als Geflüchteter oder als Tier – in einer zunehmend unwirklich werdenden Umwelt fühlt, in der die Räume für Nichtangepasste systematisch verschwinden.
[Quelle: Karin Cerny, FALTER]

Ein kleiner literarischer Schatz. Dieses Buch schafft etwas, was eigentlich alle Bücher schaffen sollten nämlich das Märchenhafte mit der Wirklichkeit zu verbinden und greifbar zu machen. Ein Buch darüber wie schwer es ist du selbst zu sein und zu werden, was du eigentlich sein willst.
[Quelle: Johannes Kößler, Guten Morgen Österreich, ORF]

Das verschärfte politische, fremdenfeindliche Klima in Österreich, auf das Sylvias Umgebung aufmerksam reagiert, ist in „Himmelwärts“ keine Dekoration, um die Aktualität zu unterstreichen. Es ist Teil eines Gesamtkonzepts: Wird das Fantastische zum Teil der Wirklichkeit, zeigt die Wirklichkeit ihre surreale Seite. (…) Elisabeth Klar, die hier ihren dritten Roman vorlegt, ist zu klug, alles auszuerzählen. „Himmelwärts“ ist handwerklich ein perfekt wirkendes Buch.
[Quelle: Judith v. Sternburg, FRANKFURTER RUNDSCHAU]

Eigenwillig, verrätselt, berührend und von sprachlicher Klarheit. In „Himmelwärts“ spenden einander die Mensch gewordenen Tiere und die sich zum Tier verwandelnden Menschen Trost und Sicherheit. Das ist vielleicht die schönste Botschaft des Buchs: Menschlichkeit muss keine Utopie sein und Solidarität kein Fremdwort.
[Quelle: Dagmar Kaindl, BUCHKULTUR]

Surrealismus vs Reality. Die Autorin verbildlicht Jonathans Trauma immer wieder mit surrealen und absurden Elementen, die an Fabeln und Märchen erinnern. Dadurch gelingt eine verzweigte Geschichte, die poetische Sprache und aktuelle, sozialpolitische Themen wie LGBTQIA-Rechte, Umweltsünden und Menschenrechtsaktivismus vereint.
[Quelle: Michaela Pichler, FM4]

"Himmelwärts" übt sich selbst in der Camouflage. Die glatte Haut der Konvention ist dünn. Wo sie einreißt, schimmert das Unheimliche immer wieder durch. So unentschieden der sprachlich bei heutigen Beziehungsgeschichten angesiedelte Roman zwischendurch manchmal wirkt, so rasant ist sein Finale. Das gelingt Elisabeth Klar so packend, dass man die Verfilmung bereits förmlich vor sich sieht.
[Quelle: Wolfgang Huber-Lang, APA]

Mythisch, fantastisch, drastisch: Elisabeth Klar verbindet in ihrer Verwandlungsgeschichte „Himmelwärts“ Poesie mit klaren politischen Ansagen zu einem ungewöhnlichen und hochaktuellen Roman.
[Quelle: QUEER.DE]

Eine Fähe, die eine Menschenhaut gestohlen hat und seitdem als Menschenfrau lebt, ein Mann, dem Flügel wachsen, die viel zu schwer für ihn sind und rundherum die Welt, unsere wunderschöne Welt in all ihrer grausamen, verwirrenden und tröstlichen Wirklichkeit; „Himmelwärts“ ist ein klarsichtiger, schockierender und gleichzeitig poetischer Traum.
[Quelle: Johannes Kössler, Seeseiten Buchhandlung]

Die Wiener Autorin verleiht dieser Geschichte, die homosexuelle Beziehungen sehr direkt beschreibt, fantastische oder märchenhafte Züge. So erscheint ihre Hauptfigur als Füchsin in Menschengestalt und die 2. wichtige Figur als Mensch, dem Engelsflügel wachsen.
[Quelle: Rouven Hans, EKZ]

Klar ist sprachlich eine der interessantesten Erscheinungen der jungen heimischen Literatengeneration.
[Quelle: Sebastian Fasthuber, FALTER]

In ihrem dritten Roman mausert sich die Wiener Autorin endgültig zur Spezialistin für ungewöhnliche Sujets – Von Mensch und Tier und allem dazwischen.
[Quelle: VORARLBERGER NACHRICHTEN]

Ein inspirierendes und verblüffendes Buch.
[Quelle: ÖSTERREICH]

Eine Füchsin, die sich eine Menschenhaut überwirft und ein queerer Mann, dem Flügel wachsen: eine Melange aus engagierter Literatur und Gender-Phantastik von der österreichischen Autorin Elisabeth Klar.
[Quelle: Pascal Fischer, SWR2]

Wenn man sich einmal eingelesen hat, will man das Buch nicht mehr weglegen!
[Quelle: GOODNIGHT.AT]

Klar beschreibt die zunehmend repressive Atmosphäre Österreichs in einer fantastischen Parabel.
[Quelle: BÜCHERMAGAZIN]

Aus therapeutischer Sicht kann dieses Buch vielleicht gerade dann ergiebig sein, wenn man/frau noch mehr und andere Zugänge zu einem queeren Verständnis bekommen möchte – aber eben nicht auf eine lehrbuchhaft-belehrende, sondern auf eine metaphorisch-fantastische Art, was eindeutig mehr Freiheitsgrade für die Leserinnen birgt. 
[Quelle: Johanna Schwetz-Würth, SYSTEME]

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