Home / Gesamtverzeichnis / Streitbare Brüder
Titel

Hannes Leidinger Verena Moritz Karin Moser - Streitbare Brüder

Österreich : Deutschland - Kurze Geschichte einer schwierigen Nachbarschaft

Eine informative wie vergnügliche Zeitreise durch 2000 Jahre österreichisch-deutsche Geschichte Zwischen Nibelungentreue und Piefkeschmäh: Was verbindet Deutsche und Österreicher, was trennt sie voneinander? Und wann genau begannen die Gegensätze sich herauszubilden? Die Antworten führen durch die lange Vorgeschichte bis in die Gegenwart: von der Hermannsschlacht, über Martin Luther, Königgrätz, den Ersten Weltkrieg und den „Anschluss“ 1938 bis zur Wende von 1989 und zum Schulterschluss im vereinten Europa. Gemeinsamkeiten und Abgrenzungen, Mythen, Klischees und Vorurteile werden aber auch abseits der großen historischen Ereignisse betrachtet. Die Autoren zeigen, wie sich kulturelle Sonderwege und Mentalitätsunterschiede nachvollziehen lassen in Tradition, in Sprache und Film, in den Berg- und Talfahrten des Tourismus und den sportlichen „Ersatzschlachten“ von Cordoba bis zur Europameisterschaft. Ernsthaft, unaufgeregt, kurzweilig: eine Rückschau mit Gelassenheit.

Erhältlich als

  • Hardcover
    mit zahlreichen Fotos
    304 Seiten
    Format:140 x 220
    ISBN: 9783701731800
    Erscheinungsdatum: 17.02.2010
    21,90 inkl. MwSt.
Bestellen

Produktdetails

Autor
Hannes Leidinger

geboren 1969, Doz. Mag. Dr. Studierte Geschichte, Klassische Archäologie und Ur- und Frühgeschichte in Wien. Neben archäologischen Ausgrabungen Gründer, Herausgeber und Redakteur einer historisch-archäologischen Fachzeitschrift. Gestaltung von diversen Ausstellungen, Beratung von Radiosendungen und TV-Dokumentationen. Mitarbeiter des Heeresgeschichtlichen Museums (1998) und der Fachbibliothek für Zeitgeschichte (2000/2001). Kooperationspartner bzw. Verfasser und Herausgeber mehrerer Publikationen des Filmarchivs Austria. Mitglied der Militärhistorischen Denkmalkommission des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport. Lehrtätigkeit an den Instituten für Geschichte und Zeitgeschichte der Universität Wien seit 2001. Gastprofessor für Österreichische Geschichte an der Universität Wien 2009 und 2012. Preise: Böhlaupreis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (2004), Förderpreis der Stadt Wien (2006), Preisträger des Theodor Körner-Fonds (2006), „Das beste Wissenschaftsbuch 2013“ (Kategorie Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaft) - Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung/Verlag Buchkultur (2013). Zahlreiche Publikationen. Forschungsschwerpunkte: Österreichische Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert, Geschichte der Sowjetunion, Filmquellen zur Geschichte Österreichs, Habsburgermonarchie, Erster Weltkrieg, Geschichtstheorien, Historische Suizidologie, Kapitalismus-, Sozialismus-, Kommunismus- und Kriegsgefangenenforschung, Militär- und Spionagegeschichte. Zuletzt bei Residenz erschienen: "Hamburgs schmutziger Krieg" (2014).

Verena Moritz

geboren 1969 in Eisenstadt, studierte Geschichte und Russisch in Wien. Mehrjährige Forschungsaufenthalte in Russland. Lektorin an den Universitäten Salzburg und Wien. Neben Ausstellungstätigkeiten, zahlreiche Vorträge, unter anderem in der Ukraine und in Russland. Mitarbeiterin an diversen Forschungsprojekten, unter anderem über die Kriegsgefangenenproblematik im Ersten Weltkrieg, den Parlamentarismus in Russland und Österreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche Preise: z. B. 2004 Werner-Hahlweg-Förderpreis der Deutschen Bundeswehr, Böhlaupreis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 2006 Preis der Theodor-Kery-Stiftung und des Theodor-Körner-Fonds, „Das beste Wissenschaftsbuch 2013“ (Kategorie Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaft) - prämiert durch das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung/Verlag Buchkultur (2013). Neben zahlreichen wissenschaftlichen Artikeln Autorin folgender Bücher gemeinsam mit Hannes Leidinger: "Gefangenschaft Revolution Heimkehr", "Das Schwarzbuch der Habsburger", "Russisches Wien", "Zwischen Nutzen und Bedrohung", "Die Nacht des Kirpitschnikow". Zuletzt erschienen: "1917 - Österreichische Stimmen zur Russischen Revolution".

Karin Moser

geboren 1974, ist Filmhistorikerin, Redakteurin, Kuratorin diverser Filmreihen, Lektorin an der Universität Wien, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Filmarchiv Austria. Zuletzt erschienen: "Streitbare Brüder" (2010).

Pressestimmen

... Buch, das fundierte Sachkenntnis mit hohem Unterhaltungswert verbindet.
Die Welt

...eine ebenso informative wie vergnügliche Zeitreise durch 2000 Jahre österreichisch-deutsche Geschichte.
Alpenadria Magazin

Seriös, aber nicht mit Bierernst
EKZ

Weitere Bücher des Autors / der Autorin

Im Zentrum der Macht

Gerhard Jagschitz Hannes Leidinger Verena Moritz - Im Zentrum der Macht

Die vielen Gesichter des Geheimdienstchefs Maximilian Ronge

Drei anerkannte Zeithistoriker auf den Spuren des wichtigsten österreichischen Geheimdienstmannes, von der Redl-Affäre bis zum Kalten Krieg. Eine packende Biografie – spannender kann Geschichte nicht sein! Maximilian Ronge war der letzte k. u. k. Geheimdienstchef. Er spielte in der Monarchie und der Republik mit: Er nutzte seine Agentennetzwerke gegen „Verräter aller Art“, gegen „abtrünnige“ Nationen, gegen Sozialisten und Bolschewiken. Bis 1938 gab es in Österreich keinen Spion, der an ihm vorbeikam. Aber auch nach seiner Haft im KZ Dachau machte Ronge weiter. Nach dem Krieg baute er gemeinsam mit den Amerikanern im besetzten Österreich einen neuen Geheimdienst auf. Das sind nur einige der unglaublichen Stationen im Leben dieses Verwandlungskünstlers, der seinem Kaiser im Grunde immer treu blieb. Das Historikerduo Leidinger/Moritz deckte dank akribischer Archivforschung seine Arbeit hinter den Kulissen auf. Denn zu Ronges absoluter Stärke gehörten nicht nur seine ausgeklügelten Methoden der Spionage und Intrige, sondern vor allem die Kunst, seine eigenen Spuren zu verwischen. Gerhard Jagschitz, Enkel Maximilian Ronges, lieferte einen privaten Einblick.

Oberst Redl

Hannes Leidinger Verena Moritz - Oberst Redl

Der Spionagefall, der Skandal, die Fakten

Sensationelle Aktenfunde zum größten Spionagefall der Donaumonarchie. Alfred Redl, Offizier des Generalstabs und im Geheimdienst Seiner Majestät Franz Josephs I., verkaufte brisante militärische Geheimnisse des Habsburgerreiches an Russland, Italien und Frankreich. Mit dem Lohn für den Verrat finanzierte er sein Luxus- und Liebesleben. Doch Redls Selbstmord verhinderte die vollständige Aufklärung eines Skandals von europäischer Tragweite – und lieferte Stoff für Mythen und Legenden. 100 Jahre danach begeben sich Verena Moritz und Hannes Leidinger auf eine spannende Spurensuche: Welche Daten wechselten den Besitzer? Stand Redl an der Spitze eines feindlichen Agentennetzes? Was waren seine Motive? Welche Auswirkungen hatte sein Verrat auf den Verlauf des Ersten Weltkrieges? Die beiden Historiker bringen sensationelles Archivmaterial zum Sprechen und lassen eines der rätselhaftesten Kapitel der österreichischen Geschichte in neuem Licht erscheinen. Wissenschaftsbuch des Jahres, Kategorie Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaften

Habsburgs schmutziger Krieg

Verena Moritz Hannes Leidinger Wolfram Dornik Karin Moser - Habsburgs schmutziger Krieg

Ermittlungen zur österreichisch-ungarischen Kriegsführung 1914-1918

Verbrechen – Grausamkeiten – Pflichtverletzungen: Die schonungslose Bilanz zur k.u.k. Kriegsführung im Ersten Weltkrieg Neue Erkenntnisse über die düstersten Kapitel des Ersten Weltkriegs: Die Autoren untersuchen die Beschlüsse und Kalkulationen der habsburgischen Entscheidungsträger. Sie zeigen, wie ohne Rücksicht auf die Konsequenzen der Krieg entfesselt wurde. Ihre Arbeit wirft zudem ein erschreckendes Schlaglicht auf Befehlsketten, Feindbilder und die eskalierende Gewalt gegenüber Verdächtigen, Wehrlosen und „verwalteten Massen“.

Gegenwelten

Verena Moritz - Gegenwelten

Aspekte der österreichisch-sowjetischen Beziehungen 1918–1938

Jahrzehntelang blieb der Geschichtsschreibung der Zugang zu den Archiven der UdSSR verwehrt. Der vorliegende Band untersucht mithilfe sowohl österreichischer als erstmals auch russischer Quellen nicht nur die außenpolitischen Konzepte sowie die diplomatischen, wirtschaftlichen und kulturellen Kontakte der beiden ungleichen Staaten Österreich und Sowjetunion. Es wird auch versucht, ihr Verhältnis im Kontext der internationalen Politik – unter anderem mit britischen, deutschen und französischen Aktenbeständen – zu positionieren. Dabei wird sichtbar, dass die Frage von Österreichs Schicksal in der Zwischenkriegszeit das kleine Land in den Blickpunkt übergeordneter Interessen rückte.

1917

Verena Moritz - 1917

Österreichische Stimmen zur Russischen Revolution

Wie stellten sich die beiden russischen Revolutionen aus österreichischer Sicht dar? Zahlreiche Soldaten der k.u.k. Armee waren in russische Gefangenschaft geraten und erlebten das Geschehen hautnah. Was beobachteten sie und wie bewerteten sie die Umbrüche, die nicht nur Russland, sondern die ganze Welt veränderten? Welche Hoffnungen und welche Befürchtungen taten sich nun in der Heimat auf? Wie kommentierte man hier das Entstehen einer neuen Ordnung, die dazu bestimmt war, die Welt über viele Jahrzehnte hindurch in zwei Lager zu teilen? Verena Moritz lässt anhand von Tagebucheintragungen, Briefen, Zeitungsberichten und anderem bisher unveröffentlichten Quellenmaterial eine Epoche großer Zäsuren erneut lebendig werden.

Seite drucken