Titel

Cordula Simon - Der Neubauer

Lustvoll böse und unglaublich komisch: ein brillant erzählter, zeitgenössischer Hochstaplerroman. „Schlechten Menschen geht es immer gut“ – mit diesem Motto und anderen zynischen Sprüchen hat sich der Erzähler zum bewunderten und verhassten Mittelpunkt einer gelangweilten Oberschichtclique gemacht. Keiner weiß, dass er von schlecht bezahlten Minijobs und einer außergewöhnlichen Gabe lebt: Alkohol macht ihn zum Gedankenleser. Ein Hochstapler, der die Dummheit der oberflächlichen Hipsterbande ausnützt, aber auch ein unwiderstehlicher Improvisationskünstler, der in der glamourösen Tarán seine Liebe findet und sich aus schierer Not in ein immer aberwitzigeres Lügennetzwerk verstrickt, in dem tätowierte Mafiabosse und wilde Verfolgungsjagden zum Alltag gehören. Dieser Drahtseilakt geht jedoch nur solange gut, bis der Neubauer auftaucht…

Erhältlich als

  • Hardcover
    200 Seiten
    Format:125 x 205
    ISBN: 9783701716852
    Erscheinungsdatum: 13.02.2018
    20,00 inkl. MwSt.
  • E-Book
    200 Seiten
    ISBN: 9783701745692
    Erscheinungsdatum: 13.02.2018

    Empfohlener Verkaufspreis
    13,99 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Autor
Cordula Simon

geboren 1986 in Graz. Studierte deutsche und russische Philologie in Graz und Odessa, wo sie von 2011 bis 2015 auch lebte. Mitglied der Literaturgruppe „plattform“ und Koordinatorin der Jugend-Literatur-Werkstatt Graz. Zahlreiche Veröffentlichungen u. a. in „manuskripte“, „lichtungen“, „Zeit-Campus“ sowie „Fleisch“. 2013 Teilnahme an den „7. Tagen der deutschsprachigen Literatur“. Cordula Simon war Stipendiatin des Literarischen Colloquiums Berlin und erhielt für ihr Werk zahlreiche Preise. Bisher veröffentlichte sie: „Der potemkinsche Hund“ ( 2012), „Ostrov Mogila“ (2013), „Wie man schlafen soll“ (2016), "Der Neubauer" (2018).
Mehr Infos auf der Autorinnenwebsite.

Pressestimmen

Eine furios angelegte Betrachtung aus einem Land namens Boboville, plakativ wie abgründig (…) Schräg, schrill, bösartig (…)
[Quelle: Silvia Treudl, BUCHKULTUR]

Der Geist in der Flasche. Leben am Abgrund.
[Quelle: Evelyn Bubich, DIE PRESSE]

Cordula Simons neuer Roman bietet eine spannende Geschichte voll unangenehmer Zeitgenossen.
[Quelle: Conny Lee, FM4]

Wie alle bisherigen Romane Cordula Simons hat auch Der Neubauer Witz, Tempo und überraschende Wendungen. Mit Verve und ohne unnötige Schnörkel geschrieben, ist das Buch ein Pageturner, den man nur schwer wieder aus der Hand gibt. Außerdem hat der Roman eine Qualität jenseits der Kritik an Gerechtigkeitsrhetorik und Nachhaltigkeitsgeschwafel sozial Bessergestellter: Er ist auf geradezu unerschrockene Weise mit scheinbar banalen Sinnsprüchen gespickt, die bei genauerer Betrachtung mehr Stoff zum Nachdenken bieten als so manche philosophische Abhandlung.
[Quelle: Gerald Lind, LITERATURHAUS WIEN]

„Cordula Simon erzählt aus dem Hipster-Leben in einer Hipster-Sprache und das mit spürbarer Lust und leiser ironischer Distanz. (…) Das auf den ersten Blick leichte, flüssige und trotzdem literarische Erzählen von Cordula Simon transportiert viel substanziell Gesellschaftskritisches mit.“
[Quelle: Günter Encic, ORF STEIERMARK]

Cordula Simon scheut sich nicht, schrill und plakativ zu sein, doch trifft sie mir ihrer kritischen Haltung immer wieder ins Schwarze.
[Quelle: Ditta Rudle, TANZSCHRIFT]

Cordula Simon versteht ihr Handwerk. Ihr gelingen prächtige Bilder. (…) Das gute Leben der schlechten Menschen eignet sich zum Vergleich, samt narrativen Mehrwert, dem auch ein Musil zustimmen würde: „Jeder erzählt sich sein Leben zurecht.“.
[Quelle: Dominika Meindl, FALTER]

Schimpfwortgewaltige Provokation. Die Grazerin Cordula Simon setzt mit ihrem neuen Roman „Der Neubauer“ zum Schlag ins Gesicht der Schicki-Micki-Gesellschaft an. Auf rund 200 Seiten beleidigt sie alles und jeden – das aber auf die bestmögliche Art und Weise. (…) Ein sprachlich wie inhaltlich provokanter Roman gegen alles.
[Quelle: Hanna Michaeler, KRONEN ZEITUNG]

Scharfzüngig und zynisch lässt die Autorin den Ich-Erzähler eine Außenperspektive einnehmen, die aus der Distanz die Gleichgültigkeit und mangelnde Empathie der jungen wohlhabenden Generation aufzeigt. Die sprachliche Provokation ist Mittel ihrer Wahl, um Standesdünkel und Überheblichkeit zu karikieren.
[Quelle: Gabriele Fachinger, EKZ]

Ein gnadenloser, polemischer Blick auf jene, die auf die Butterseite des Lebens gefallen sind und dabei ziemlich schmierig werden.
[Quelle: ÖSTERREICH]

Natürlich treffen die Be- und Zuschreibungen (des Romans) immer wieder ins Schwarze und halten einer bestimmten Gesellschaftsschicht einen Spiegel vor, der zwar ein verzerrtes, im Kern aber zutreffendes Bild zeigt.
[Quelle: Oliver Herzig, XING]

Der Ton ist unverkennbar: das Gegenteil von larmoyant, nüchtern, ironisch sich die Welt vom Leib haltend und diese zugleich durch die Distanz genau durchbohrend, die Geschichte, die Spannung im Blick, die Figuren im Griff und jeden einzelnen Satz dazu. (…) Erzählt wird also aus einer prekären, durchaus widerspruchsvollen Perspektive und nicht zuletzt diese macht es möglich, dass dieser großartig bösartige Roman zu einer schmerzvoll genauen Studie einer in allen Lebensbereichen begünstigten Gesellschaftsschicht wird, die gänzlich blind ist für das eigene Luxus-Resort-Dasein.
[Quelle: Katja Gasser]

Veranstaltungen
Lesung
summerstage, Roßauer Lände 17, 1090 Wien

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