Home / Gesamtverzeichnis / Wie man schlafen soll
Titel

Cordula Simon - Wie man schlafen soll

Mit abgründiger Komik und kühler Schönheit erzählt Cordula Simon über nichts weniger als die düstere Zukunft, die uns allen bevorsteht.

In einer namenlosen Steppe blinken die Lichter von Lightraff, einer künstlichen Stadt, die rund um eine Raffinerie aus dem Boden geschossen ist und Arbeit in einer von Klimakatastrophen verwüsteten Welt verspricht: Koslov, Barkeeper im Darkraff, sucht hier sein Glück, genauso wie der ehemalige Landwirt Schreiber und der aalglatte Haye, der Arbeit in der Stadtverwaltung gefunden hat. Doch die drei teilen nicht nur den Glauben an Lightraff, sondern im Schichtbetrieb auch ihr Bett, das jedem für genau acht Stunden gehört. Als die Ölquellen versiegen und das straff organisierte Gefüge der Stadt zu zerbröckeln beginnt, treffen die drei Bettgeher erstmals aufeinander. Das aber kann eigentlich nur böse enden...

Erhältlich als

  • Hardcover
    196 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701716685
    Erscheinungsdatum: 16.08.2016
    20,00 inkl. MwSt.
  • E-Book
    196 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701745333
    Erscheinungsdatum: 16.08.2016

    Empfohlener Verkaufspreis
    15,99 inkl. MwSt.
Bestellen

Produktdetails

Autor
Cordula Simon

geboren 1986 in Graz. Studierte deutsche und russische Philologie in Graz und Odessa, wo sie von 2011 bis 2015 auch lebte. Mitglied der Literaturgruppe „plattform“ und Koordinatorin der Jugend-Literatur-Werkstatt Graz. Zahlreiche Veröffentlichungen u. a. in „manuskripte“, „lichtungen“, „Zeit-Campus“ sowie „Fleisch“. 2013 Teilnahme an den „7. Tagen der deutschsprachigen Literatur“. Cordula Simon war Stipendiatin des Literarischen Colloquiums Berlin und erhielt für ihr Werk zahlreiche Preise. Bisher veröffentlichte sie: „Der potemkinsche Hund“ ( 2012), „Ostrov Mogila“ (2013), „Wie man schlafen soll“ (2016), "Der Neubauer" (2018).
Mehr Infos auf der Autorinnenwebsite.

Pressestimmen

Mit "Wie man schlafen soll" nützt die Dreißigjährige ihr inszenatorisches Talent für eine ausgeklügelt konstruierte, hochgradig intertextuelle und auch sprachlich genaue Zeitdiagnose. Denn das Science-Fiction-Szenario aus der näheren Zukunft kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es dabei – pessimistischer denn je, aber ohne moralisierend erhobenen Zeigefinger – um unsere Gegenwart geht.
[Quelle: Daniela Bartens, LITERATURHAUS]

Simons Roman lässt sich als Dystopie lesen – oder auch als gelungene Parabel auf die Gegenwart, den in den letzten Zügen liegenden Kapitalismus und eine von Klimakatastrophen erschütterte Welt. Der Letzte macht das Licht aus.
[Quelle: Sebastian Fasthuber, FALTER]

Anstatt das Buch zu lesen, könnte man natürlich einfach den gegenwärtigen globalen Irrsinn beobachten, das brächte uns allerdings um das Vergnügen des schwarzen Humors, den Simon gelegentlich an den Tag legt, wenn nichts mehr geht in einer Metropole der (nahen) Zukunft.
[Quelle: Simone Klein, BIBLIOTHEKSNACHRICHTEN]

Ironisch, humorvoll, dunkel und stellenweise bitterböse
[Quelle: Bücherschau]

Düstere Sprachbilder und Szenarien, die an Orwell, Saramago, Camus oder Huxley erinnern, durchziehen diese gesellschaftskritische Dystopie der jungen, mit Literaturförderpreisen bedachten Autorin. Anspruchsvolle Literatur für Leser des Genres.
[Quelle: Gabriele Fachinger, EKZ]

Cordula Simons neuer Roman „Wie man schlafen soll“ macht nicht recht Lust auf die Zukunft, hat aber einen großartigen Sog, dem man sich nicht entziehen kann (…) Ein glänzender Roman.
[Quelle: Peter Brandstetter, WIESELBURGER MESSE JOURNAL]

Sie ist eine Meisterin für absurde bildstarke Untergangsszenarien (…) Mit ihren verkümmerten Figuren hält die 30-jährige Autorin dem von Kapitalismus angetriebenen System und seinen Erhaltern den Spiegel vor. Das schmerzt, liest sich aber wahnwitzig komisch.
[Quelle: KLEINE ZEITUNG]

Science Fiction im klassischen Sinn ist Cordula Simons „Wie man schlafen soll“ nicht. Das Untergansszenario beruht weniger auf futurologischer Spekulation als auf surrealer Phantasie, deutlich näher bei Franz Kafka als bei Stanislaw Lem.
[Quelle: OÖ Nachrichten]

Es ist eine Apokalypse nach Simon, nicht nach Johannes, die hier in Form eines klugen und weltentraurigen Slapstick aufgeboten wird.
[Quelle, Paul Jandl, DIE WELT]

… ein beklemmendes Kammerspiel, das scharfsinnig und mit schwarzem Humor ein düsteres Zukunftsszenario entwirft.
[Quelle: ORF ZIB]

Der humorvolle Erzählton verleiht diesem raffiniert konstruierten Roman zusätzlich eine Zartbitternote. Empfehlenswert für Anhänger von dezentem Zukunftspessimismus.
[Quelle: Katharina Wappel, WIENER ZEITUNG]

Empfehlung!
[Quelle: Oliver Herzig, XING]

Apokalyptisch und morbide ist die Geschichte, die Cordula Simon (…) erzählt. Sie tut dies mit staubtrockenem, sehr speziellen, ja abgründigen Humor und in einer klaren Sprache, die dennoch die Kunst der Andeutung pflegt.
[Quelle: DIE STEIRERIN]

Nach „Der potemkinsche Hund“ (2012) und „Ostrov Mogila“ (2013) legt die 30-jährige Steirerin ihren dritten Roman vor und bleibt dabei sowohl ihrem kühlen, distanzierten Stil als auch ihren schaurig-apokalyptischen Motiven treu.
[Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG]

Weitere Bücher des Autors / der Autorin

Der Neubauer

Cordula Simon - Der Neubauer

„Schlechten Menschen geht es immer gut“ – mit diesem Motto und anderen zynischen Sprüchen hat sich der Erzähler zum bewunderten und verhassten Mittelpunkt einer gelangweilten Oberschichtclique gemacht. Keiner weiß, dass er von schlecht bezahlten Minijobs und einer außergewöhnlichen Gabe lebt: Alkohol macht ihn zum Gedankenleser. Ein Hochstapler, der die Dummheit der oberflächlichen Hipsterbande ausnützt, aber auch ein unwiderstehlicher Improvisationskünstler, der in der glamourösen Tarán seine Liebe findet und sich aus schierer Not in ein immer aberwitzigeres Lügennetzwerk verstrickt, in dem tätowierte Mafiabosse und wilde Verfolgungsjagden zum Alltag gehören. Dieser Drahtseilakt geht jedoch nur solange gut, bis der Neubauer auftaucht…

Das könnte Sie auch interessieren

die stimme über den dächern

Verena Mermer - die stimme über den dächern

Baku, Aserbaidschan, im Frühling 2011: Die Stadt ist in Aufruhr, Proteste gegen das autoritäre Regime werden laut. Mittendrin Ali und Nino, Frida und Che, zwei junge Paare, die nicht nur gegen Unterdrückung protestieren, sondern auch für ihre Liebe kämpfen, um Freiheit und Selbstbestimmung, um Glück und um ein Leben, das ganz ihnen gehört. Doch Verena Mermer erzählt nicht nur von den politischen Kämpfen und dem Alltag in einer der letzten Diktaturen an den Grenzen Europas. Ihr wunderbares Romandebüt treibt auch ein berückendes Verwirrspiel mit seinen Figuren, mit Zeiten und Orten, mit den Mythen der Revolution und der Liebe und lockt uns in das Labyrinth poetischer Erfindung.

Die Kathedrale

Satu Taskinen - Die Kathedrale

Tea lebt alleine und zurückgezogen, sie herrscht über ein Chaos aus Müll, den sie immer wieder neu sortiert. Doch wie wurde eine Tochter aus gutem Haus, eine Arztgattin und Mutter, zur Erbauerin schwankender Joghurtbechertürme – zum Messie? Als Teas Schwester Kerstin stirbt, trifft man sich zum Gottesdienst. Mit unterkühltem Humor und feinem Sinn für das Absurde beschreibt Taskinen, wie die würdevolle Trauerfeier einer bürgerlichen Familie in ihr Gegenteil kippt. Es tun sich alle Abgründe auf, die Tea zur verzweifelten Sammlerin jener scheinbar wertlosen Bausteine gemacht haben, aus denen ihr Leben besteht. Durch die Empathie ihres Erzählens gelingt es Satu Taskinen meisterhaft, uns mit der Grausamkeit des Familienlebens zu versöhnen.

Superheldinnen

Barbi Marković - Superheldinnen

Jeden Samstag treffen sich drei Superheldinnen im heruntergekommenen Café Sette Fontane zu einer Arbeitssitzung: Mascha, die mutige Stütze der Gruppe, Direktorka, unerfahren, aber experimentierfreudig, und Marijas Enkelin mit dem dehnbaren Gewissen und der Rache im Blut. Sie verfügen über dunkle, chaotische Kräfte, bringen Gerechtigkeit in die Vorstädte und planen vergeblich ihren Aufstieg in den Mittelstand. „Blitz des Schicksals“ und „Auslöschung“ sind ihre Waffen, mit denen bereits Großmutter Marija ein ganzes Land destabilisierte. Nach gescheiterten Auftritten und schmerzhaften Lehrzeiten in Berlin, Belgrad, Sarajevo und andern Städten triumphieren die „Superheldinnen“ im bösesten aller Happy Ends.