Home / Gesamtverzeichnis / Die verschissene Zeit
Coverabbildung von "Die verschissene Zeit"

Barbi Marković - Die verschissene Zeit

Ein einzigartiges popkulturelles Spiel mit dem Belgrad der Neunziger – und zugleich ein verrückter Wettlauf gegen eine Zeit, die die Gesellschaft eindeutig verschissen hat.

Belgrad, 1995: Marko, seine Schwester Vanja und Kasandra aus der Roma-Siedlung leben im „riesigen psychowirtschaftlichen Desaster“ der 90er-Jahre – einem Teufelskreis aus Armut, Gewalt, Inflation, Drogen und neuen Technologien. Doch gibt es in diesem genialen Roman auch Gangs und Dealer, einen verrückten Wissenschaftler und eine Zeitmaschine, eine Balkan-Pop-Ikone und schrägen Sex, es gibt Bombardements und Zerstörung, aber auch Musik und Freundschaft. Und als die drei Jugendlichen in das Kriegsjahr 1999 katapultiert werden, begreifen sie, dass sie ihre Stadt aus den verheerenden 90ern befreien müssen. In einer rasanten Verfolgungsjagd versuchen sie, den Schlüssel zur Zeitschleife zu finden und Geschichte neu zu schreiben.

Erhältlich als

  • Klappenbroschur
    Inklusive Beiheft
    304 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701716982
    Erscheinungsdatum: 24.08.2021
    24,00 inkl. MwSt.
  • E-Book
    Inklusive Beiheft
    304 Seiten
    ISBN: 9783701746637
    Erscheinungsdatum: 24.08.2021

    Empfohlener Verkaufspreis
    16,99 inkl. MwSt.
Bestellen

Produktdetails

Beschreibung

DIE VERSCHISSENE ZEIT als Rollenspiel

Wenn Barbi Marković ein Buch schreibt, begnügt sie sich nie damit, einfach nur ein Buch zu schreiben: Immer ist es zugleich ein unglaublich aufregendes Experiment, aus dem wir verändert und staunend hervorgehen. In der „verschissenen Zeit” lädt sie uns nicht nur als Leser*innen ein, mit Marko, Vanja und Kassandra durch das Belgrad der Neunziger Jahre zu streunen, sie fordert uns auch auf, die Geschichte mit ihr neu zu schreiben.
Dieser Roman ist ein Rollenspiel, in dem die Autorin zur Spielleiterin wird und die unerbittliche Stadt ihrer Kindheit und Jugend zum Spielbrett. In der „verschissenen Zeit“ erfindet Barbi Marković den Roman als magischen Würfel, als Maschine, die stets aufs Neue verrückte Abenteuer erzeugt, als gemeinsame Expedition in die Tiefen der kollektiven Erinnerung.

Gratis download des Spielmaterials

Autor*innen
Barbi Marković

geboren 1980 in Belgrad, studierte Germanistik, lebt seit 2006 in Wien, 2011/2012 als Stadtschreiberin in Graz. 2009 machte Markovic mit dem Thomas­Bernhard­Remix­Roman „Ausgehen“ Furore. 2016 erschien der Roman „Superheldinnen“, für den sie den Literaturpreis Alpha, den Förderpreis des Adelbert­von­Chamisso­Preises sowie 2019 den ­Priessnitz­Preis erhielt. 2017 las Barbi Markovic beim Bachmann­Preis, 2018 wurde „Super­heldinnen“ im Volkstheater Wien aufgeführt. Zahlreiche Kurzgeschichten,Theaterstücke und Hörspiele. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Die verschissene Zeit“ (2021).

Pressestimmen

Das Leben ist wie ein unauffälliges Monster, heißt es einmal im Roman. Dieser Text ist auch ein überaus gelungener, wild-poetischer Versuch, dieses Monster zu bändigen.
[Quelle: Katja Gasser, ORF ZIB]

Sprachstarker Anti-Nostalgie-Roman ganz im Zeichen von Erinnerung und Zeitgeschichte.
[Quelle: TREND]

Ein antinostalgischer Erinnerungsroman, bis zur Karikatur überdreht und dennoch von eigenartig vertrauten Figuren bevölkert, die liebevoll bösartig durch Raum und Zeit gehetzt werden.
[Quelle: Manfred Gram, THE GAP]

So poppig wie Marković verfährt keiner ihrer serbischstämmigen Kollegen. (…) Diesler waren im Kapitel zuvor noch jene Coolen, die Jeans dieser Marke trugen, dazu Nike-Schuhe, breitbeinig gingen, bellend sprachen. Mit solchen Schlaglichtern und Details verleiht Marković der Zeit und der Stadt Kolorit und Plastizität. Sie hat sie ja miterlebt. Sie gibt mit ihrem mündlichen Stil und Humor zugleich aber auch der Wut einer jungen Generation auf die vorangegangenen Ausdruck, die es verbockt haben. Marković artikuliert Sehnsucht nach Besserung, Chancen, Frieden, Mitsprache.
[Quelle: Michael Wurmitzer, DER STANDARD]

Außenseitertum und Dazugehören im Jugoslawien der 1990er Jahre.
[Quelle: Astrid Graf-Wintersberger, WELT DER FRAUEN]

Der Roman „Die verschissene Zeit“ nimmt den Leser mit auf einen farbenfrohen, wilden Trip.
[Quelle: Bettina Steiner, DIE PRESSE]

Ein gut gelauntes und zugleich böses Experiment!
[Quelle: Steffen Greiner, BERLINER ZEITUNG]

Unappetitlich der Titel, völlig crazy der Inhalt!
[Quelle: GRAZIA]

Ein Buch, in dem Geschichte neu geschrieben wird.
[Quelle: David Samhaber, 1000 THINGS VIENNA]

In der Verschissenen Zeit haut uns Barbi Marković eine postjugoslawische Kindheit im serbischen Hauptstadt-Randbezirk Banovo brdo um die Ohren. Das ist Punk. Das sind die "Allneunziger" (großartige Wortschöpfung Markovićs für die Neunzigerjahre), wie man sie noch nie gelesen hat.
[Quelle: Anne Hahn, BÜCHERBOX]

Veranstaltungen
Buchpräsentation
Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, 1070 Wien
Lesung
Buchcafé Melange, Reindorfgasse 42, 1150 Wien
Buchpräsentation
Literaturhaus Graz, Elisabethstrasse 30, 8010 Graz
Lesung
phil, Gumpendorferstraße 10 - 12, 1060 Wien
Lesung
Cafe Museum, Operngasse 7, 1010 Wien

Weitere Bücher

Coverabbildung von 'Superheldinnen'

Barbi Marković Mascha Dabić (Übersetzung) - Superheldinnen

Jeden Samstag treffen sich drei Superheldinnen im heruntergekommenen Café Sette Fontane zu einer Arbeitssitzung: Mascha, die mutige Stütze der Gruppe, Direktorka, unerfahren, aber experimentierfreudig, und Marijas Enkelin mit dem dehnbaren Gewissen und der Rache im Blut. Sie verfügen über dunkle, chaotische Kräfte, bringen Gerechtigkeit in die Vorstädte und planen vergeblich ihren Aufstieg in den Mittelstand. „Blitz des Schicksals“ und „Auslöschung“ sind ihre Waffen, mit denen bereits Großmutter Marija ein ganzes Land destabilisierte. Nach gescheiterten Auftritten und schmerzhaften Lehrzeiten in Berlin, Belgrad, Sarajevo und andern Städten triumphieren die „Superheldinnen“ im bösesten aller Happy Ends.

Das könnte Sie auch interessieren

Coverabbildung von 'Komplizen des Glücks'

O. P. Zier - Komplizen des Glücks

Wie das berühmte gallische Dorf trotzt das alte Bauernhaus der Wirrings den umgebenden Beton-Wohnblöcken im Salzburger Land. Der bornierten Nachbarschaft ist es ein Dorn im Auge, der lustvollen Alltagsanarchie der vier Familienmitglieder bietet es jedoch ein verlässliches Zuhause: Claudia, Kämpferin für Umwelt und gesellschaftliche Erneuerung, Werner, ehemals Werbeguru, Lebensforscher, Großvater Peter, genannt Pete Wire, Rockmusiker, und Sohn Rolf, der versucht, sich auf all das einen Reim zu machen. Bis eines Tages ein sterbenskranker Mann in der Tür steht und behauptet, die uneheliche Frucht der Begegnung des Rock-Opas mit einer Kellnerin zu sein… Damit setzt er eine turbulente, drei Jahrzehnte umspannende Familienerzählung in Gang.

Coverabbildung von 'Der Neubauer'

Cordula Simon - Der Neubauer

„Schlechten Menschen geht es immer gut“ – mit diesem Motto und anderen zynischen Sprüchen hat sich der Erzähler zum bewunderten und verhassten Mittelpunkt einer gelangweilten Oberschichtclique gemacht. Keiner weiß, dass er von schlecht bezahlten Minijobs und einer außergewöhnlichen Gabe lebt: Alkohol macht ihn zum Gedankenleser. Ein Hochstapler, der die Dummheit der oberflächlichen Hipsterbande ausnützt, aber auch ein unwiderstehlicher Improvisationskünstler, der in der glamourösen Tarán seine Liebe findet und sich aus schierer Not in ein immer aberwitzigeres Lügennetzwerk verstrickt, in dem tätowierte Mafiabosse und wilde Verfolgungsjagden zum Alltag gehören. Dieser Drahtseilakt geht jedoch nur solange gut, bis der Neubauer auftaucht…