Home / Gesamtverzeichnis / Über allem und nichts
Coverabbildung von ""

Gunther Neumann - Über allem und nichts

Intensiv und atemlos erzählt Neumann von den Höhenflügen und Abgründen einer außergewöhnlichen Frau auf der Suche nach sich selbst.

Immer schon war Clara fasziniert vom Fliegen. Oder doch nur auf der Flucht? Nun scheint ihr Ziel erreicht: Als Pilotin einer Billig-Airline behauptet sie sich in einer rücksichtslosen Männerwelt, zwischen Bangkok und Berlin, Colombo und Cancun, Mombasa und Madrid hat sie sich den Himmel erobert. Sie vermag eine Boeing 777 durch die heftigsten Turbulenzen zu steuern, doch ihr eigenes Leben entgleitet ihr zusehends. Zerrissen zwischen zwei Männern, heimgesucht von Erinnerungen an frühen Missbrauch, bewegt sie sich rastlos durch anonyme Flughäfen und fremde Metropolen. Erst ein Rückzug auf die tropische, vom Bürgerkrieg verwundete Insel Sri Lanka ermöglicht ihr, sich den Geistern der Vergangenheit zu stellen.

Erhältlich als

  • Hardcover
    240 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701717262
    Erscheinungsdatum: 18.02.2020
    22,00 inkl. MwSt.
  • E-Book
    244 Seiten
    ISBN: 9783701746316
    Erscheinungsdatum: 18.02.2020

    Empfohlener Verkaufspreis
    15,99 inkl. MwSt.
Bestellen

Produktdetails

Autor
Gunther Neumann

geboren in Linz, Studium von Geschichte, Anthropologie, Völkerrecht und internationalen Beziehungen an der Universität Wien, der Diplomatischen Akademie Wien sowie in Paris. Langjährige Tätigkeit in leitenden Funktionen für NGOs, OSZE, EU und UNO sowie als Auslandskorrespondent in Asien, Afrika und Lateinamerika. Zahlreiche Publikationen, u. a. zu Globalisierung, Demokratisierung, Migration, friedliche Konfliktlösung/Mediation und Literaturkritik. Gunther Neumann lebt in Wien, „Über allem und nichts“ ist sein erster Roman.

 

Pressestimmen

Die Enddreißigerin Clara Fink hat sich den Traum vom Fliegen erfüllt, zunächst als Stewardess dann als Copilotin einer Billig-Airline. Gunther Neumanns Debüt beschreibt kenntnisreich und empathisch die Diskrepanz zwischen Verklärung und Realität. Aufgerieben von den unmenschlichen Arbeitsbedingungen ist die Protagonistin eine moderne Nomadin zwischen zwei Männern, ohne Wurzeln, ohne Halt.
[Quelle: Österreichischer Buchpreis, Shortlist Debüt 2020]

Der „Methusalem-Debütant“ (…). Mit exakter Sprache und treffenden Bildern beschreibt der Autor, wie Clara immer tiefer in ihrer Beziehungslosigkeit versinkt.
[Quelle: Herbert Schorn, OÖ NACHRICHTEN]

Die passende Lektüre, um die Zeit der pandemiebedingten Lähmung des internationalen Flugverkehrs zu überbrücken.
[Quelle: Wolfgang Paterno, PROFIL]

Sprachlich versiert.
[Quelle: Christian Pichler, OBERÖSTERREICHISCHES VOLKSBLATT]

Kein Fuß am Boden.
[Quelle: er, KRONE]

Kann ein Mann empathisch und glaubhaft über den existenziellen Transformationsprozess einer Frau schreiben? Gunther Neumann kann es. Sein Roman überzeugt nicht nur sprachlich und dramaturgisch, sondern auch in psychologischer Hinsicht. Ein beachtliches Debüt.
[Quelle: Günter Kaindlstorfer, Ö1 Ex libris]

Dem auch sprachlich zerhackten, anonymen Flughafenleben, in dem alles flirrt, vieles oft nur angerissen und unausgesprochen bleibt, stehen durchdringende, präzise Beschreibungen von subtropischen Landschaften und Orten sowie warme Begegnungen mit Fremden gegenüber, mit denen Clara mehr verbindet als mit Familie und Liebhabern. Man sehnt sich letztlich nach Landung, nicht nur für die Protagonistin.
[Quelle: Angelika Grabher-Hollenstein, APA ]

Neumanns Romandebüt ist ein Glücksfall für alle, die sich vor der nächsten Flugreise schon einstimmen wollen. Aber auch für jene, die das Spiel mit Worten genauso schätzen wie einen sehr direkten Einblick in eine Branche, die im Moment mit so vielen Turbulenzen zu kämpfen hat wie die Pilotin Clara.
[Quelle: Bernhard Praschl, FREIZEITKURIER]

Neumann bündelt all seine Erfahrungen zu dichter, satter Prosa und findet die richtigen Worte für Claras Rastlosigkeit – eine moderne Krankheit, von der wir letztlich alle befallen sind.
[Quelle: Sebastian Fasthuber, FALTER]

Der Roman ist eine mit sprachlicher Bravour gemeisterte Liebesgeschichte aus weiblicher Perspektive.
[Quelle: Anna Mitgutsch, DIE PRESSE]

Der Autor kennt die verminten Idylle dieser Erde nur zu gut und bezieht deren historische wie heutige Dramen ins Romangeschehen ein.
[Quelle: Ingeborg Waldinger, WIENER ZEITUNG]

Mit diesem furiosen und sprachlich ausgefeilten Buch voller intensiver, nahezu magisch aufgeladener Orts- und Landschaftsbeschreibungen vor einem hochaktuellen ökonomischen Hintergrund von prekären, teils ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen – Kehrseite des Billigtourismus – präsentiert Neumann eine faszinierende Charaktertiefenbohrung einer von Schmerz umgetriebenen, zutiefst unglücklichen und verletzten Glückssucherin…
[Quelle: Alexander Kluy, literaturhaus.at]

…eine Art intuitive Voraussicht, ein Überblick und Weitblick, der gute Romane zeitlos macht. Nur kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie erschienen kann er durchaus als eine Parabel auf die Covid-Krise verstanden werden.
[Quelle: Dagmara Dzierzan, B5 Bayern]

Der Erstlingsroman eines Kosmopoliten. Eine Hauptfigur auf der Suche nach sich selbst und einem Platz in der Männerwelt der Cockpits und Billig-Airlines. Eine Reise über den Globus und durch die Seele
[Quelle: Barbara Hutter, SALZBURGER NACHRICHTEN]

Intensiv und packend!
[Quelle: FRAU VON HEUTE]

Mit einer kraftvollen, bildstarken, variationsreichen Sprache umkreist Neumann fast manisch die Vergangenheitstraumen von Clara.
[Quelle: Senta Wagner, BUCHKULTUR]

Es ist ein Buch, das den Leser atemlos zurücklässt: Gunther Neumanns Romandebüt taucht tiegf ein in das Innenleben seiner gebrochenen Protagonistin.
[Quelle: OBERÖSTERREICHISCHES VOLKSBLATT]

In der Protagonistin Clara begegnen wir einer Grenzgängerin: Sie überschreitet als Pilotin die Grenzen der menschlichen Physis und als Frau die ihrer eigenen, durch die Gesellschaft und ihre Biografie geprägten, psychischen Verfasstheit. Doch kein Flug ohne Landung und kein Grenzgang ohne Rückkehr.
[Quelle: Daniela Fürst, LITERADIO]

Eine Pilotin und ihr (menschlicher und beruflicher) Werdegang stehen im Mittelpunkt dieses stilistisch ambitionierten Romans, denn er sucht ihre Stimmung immer auch mit Metaphern, Naturvergleichen und im Telegramstil einzufangen.
[Quelle: Ellen Pomikalko, BUCHMARKT]

Sequenzen aus Claras Gegenwart in Sri Lanka wechseln sich mit Rückblenden in ihre Kindheit, Jugend und berufliche Laufbahn ab und gewähren mit bildreicher Sprache einen zunehmend tieferen Einblick in ihr Seelenleben. Zu empfehlen.
[Quelle: Marlene Knörr, MEDIENPROFILE]

Ein großartiges Debüt!
[Quelle: Rebecca Schönleitner, RADIOFABRIK SALZBURG]

Gunter Neumann erzählt seinen Debütroman in bildreicher Sprache, in zunehmend abgehackten, gehetzten Sätzen, die die innere Verfassung seiner beschädigten Heldin in ihrem unaufhaltsamen Abwärtstrudeln ausdrucksstark widerspiegeln.
[Quelle: Uschi Licht, ekz]

Autor Gunther Neumann versteht es, das Leben dieser getriebenen Frau aus vor Corona-Zeiten spannend und einfühlsam zu beschreiben.
[Quelle: RUHR NACHRICHTEN]

Wie gut sich Gunter Neumann als Mann im fortgeschrittenen Alter in die von existentiellem Unglück übervolle Gefühlswelt einer Mittdreißigerin einfühlen kann, ist erstaunlich.
[Quelle: Maria Fellinger-Hauer, KIRCHENZEITUNG DIÖZESE LINZ]

Neumann weiß, was es heißt, seine Zeit zu „verfliegen“ (…) und vielleicht steckt hinter dem Buch die Erkenntnis: Fliegen, Reisen ist Flucht. Vor sich selbst, vor dem Denken.
[Quelle: Silvia Matras, BÜCHERTIPPS]

Das könnte Sie auch interessieren

Coverabbildung von "Der Winter tut den Fischen gut"

Anna Weidenholzer - Der Winter tut den Fischen gut

Maria hat Zeit. So sitzt sie tagsüber oft auf einer Bank am Platz vor der Kirche, beobachtet das Treiben dort, ein Kommen und Gehen, Leute, die Ziele haben und wenig Zeit. Die arbeitslose Textilfachverkäuferin kennt sich mit Stoffen aus, weiß, was zueinander passt, was Schwächen kaschiert und Vorzüge betont. In ihrem Fall ist das schwieriger: Welcher Vorzug macht ihr Alter vergessen für einen Markt, der sie nicht braucht? Alt ist sie nicht, sie steht mitten im Leben, vielleicht nur nicht mit beiden Beinen. Aber ihr Leben läuft trotzdem rückwärts, an seinen Möglichkeiten, Träumen und Unfällen vorbei: Otto, der sein Leben im Gemüsefach lässt und dessen Grab ein Schneemann bewachen soll, Walter, den Elvis-Imitator von der traurigen Gestalt, der sie zur Ehefrau und zur Witwe macht, Eduard, dem sie ein Schnittmuster auf die Haut malt und der dann doch mit einer anderen aus der Stadt zurückkehrt, ihre kleinere Schwester, die sosehr Mutter ist, dass sie Maria wie ein Kind behandelt, ein Nacktschwimmer, der ihr das Herz eines Fisches schenkt ... In solchen Geschichten um solche Menschen, liebenswert in ihrer skurrilen Versponnenheit, entwirft Anna Weidenholzer behutsam und mit einem hellwachen Blick für das Absurde im Alltäglichen und das Alltägliche im Absurden ein Bild von einer Frau am Rande der Gesellschaft. Ja, sie zeigt vor allem, was das heißt: Der Rand der Gesellschaft ist immer noch mitten im Leben. Und davon ist dieses Buch voll wie selten eines. Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2013.

Coverabbildung von "Kleine Kassa"

Martin Lechner - Kleine Kassa

Der Schlaueste ist Lehrling Georg Röhrs nicht. Doch er hat einen Traum: Liftboy in einem Hotel am Meer will er werden, mit seiner verschwundenen Jugendliebe Marlies den Nachtzug nehmen und aus der heimatlichen Enge fliehen. Als Georg über eine Leiche stolpert und unbeabsichtigt den Schwarzgeldkoffer seines Meisters entwendet, überstürzen sich die Ereignisse: An einem einzigen Wochenende verliert er Wohnung, Arbeit, Eltern, Freunde, Geld, Liebe und vielleicht ein Stückchen seines Verstandes – und doch steht am Ende dieser halsbrecherischen Jagd eine neue, ungeahnte Freiheit… Martin Lechner ist ein turbulentes, atemloses Romandebüt gelungen, das Provinzkomödie mit literarischer Virtuosität verbindet. Longlist Deutscher Buchpreis 2014

Coverabbildung von "Der Neubauer"

Cordula Simon - Der Neubauer

„Schlechten Menschen geht es immer gut“ – mit diesem Motto und anderen zynischen Sprüchen hat sich der Erzähler zum bewunderten und verhassten Mittelpunkt einer gelangweilten Oberschichtclique gemacht. Keiner weiß, dass er von schlecht bezahlten Minijobs und einer außergewöhnlichen Gabe lebt: Alkohol macht ihn zum Gedankenleser. Ein Hochstapler, der die Dummheit der oberflächlichen Hipsterbande ausnützt, aber auch ein unwiderstehlicher Improvisationskünstler, der in der glamourösen Tarán seine Liebe findet und sich aus schierer Not in ein immer aberwitzigeres Lügennetzwerk verstrickt, in dem tätowierte Mafiabosse und wilde Verfolgungsjagden zum Alltag gehören. Dieser Drahtseilakt geht jedoch nur solange gut, bis der Neubauer auftaucht…