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Coverabbildung von "Wunder wird es hier keine geben"

Goran Ferčec Mascha Dabić (Übersetzung) - Wunder wird es hier keine geben

Hoffnungslos, aber nicht ernst: Ferčecs Roman ist ein kleines existentialistisches Meisterwerk.

Wunder wird es in den Staaten des ehemaligen Jugoslawien tatsächlich keine geben, auch wenn der Kapitalismus sie unablässig verspricht. Bender, der vor dem Bürgerkrieg geflüchtet ist und seitdem in der Fremde im Exil lebt, kehrt erstmals in das zerstörte Dorf seiner Kindheit zurück. Sein Vater, der in Kroatien geblieben ist, ruft ihn: Die Mutter ist verschwunden, Bender soll helfen, sie zu finden. Präzise, lakonisch und mit schwarzem Humor beschreibt Goran Ferčec die Alltagsroutinen und die vergebliche Suche der beiden Männer. Vater und Sohn sind traumatisiert und außerstande, Worte für ihre Verluste zu finden, ihre kargen Dialoge scheinen geradewegs aus dem absurden Theater eines Beckett zu stammen. So knapp und so untergründig komisch ist bisher noch selten von der Sinnlosigkeit des Kriegs erzählt worden.

Erhältlich als

  • Hardcover
    Aus dem Kroatischen übersetzt.
    288 Seiten
    Format: 125 x 205
    ISBN: 9783701717408
    Erscheinungsdatum: 13.04.2021
    22,00 inkl. MwSt.
  • E-book
    Aus dem Kroatischen übersetzt.
    224 Seiten
    ISBN: 9783701746538
    Erscheinungsdatum: 13.04.2021

    Empfohlener Verkaufspreis
    15,99 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Autor*innen
Goran Ferčec

ist 1978 in Koprivnica (Kroatien) geboren, lebt in Zagreb und Rijeka. Er ist Theaterautor, Dramaturg und Essayist, für seine Performances und Theaterstücke hat er zahlreiche Preise gewonnen, seine Werke wurden in Zagreb und Rijeka, aber auch in Leipzig, Bonn und beim steirischen herbst in Graz aufgeführt. 2015 erschien seine Essaysammlung „Handbuch für Gestern“, 2018 seine gesammelten Performancetexte „Überstunden“. „Wunder wird es hier keine geben“ ist sein erster Roman (Orig. „Ovdje neće biti čuda“, 2011).

Mascha Dabić (Übersetzung)

1981 in Sarajevo geboren, übersetzt Literatur aus dem Balkanraum, u. a. Ausgehen von Barbi Marković oder die Werke von Svetislav Basara, Dragan Velikić, Damir Ovčina und Goran Ferčec. Studium der Translationswissenschaft (Englisch und Russisch). Lebt in Wien, arbeitet als Dolmetscherin im Asyl- und Konferenzbereich und lehrt an den Universitäten Innsbruck und Wien. Mit ihrem Debütroman „Reibungsverluste landete sie auf der Shortlist Debüt des Österreichischen Buchpreises 2017; 2018 erhielt sie den Literatur-Förderungspreis der Stadt Wien.

Pressestimmen

Der Ton des Buchs ist von Langsamkeit geprägt, die Handlung ist überschaubar. Die Existenz, auf ein Minimum reduziert: Was verschwiegen wird, erschallt am lautesten.
[Quelle: Antonia Barboric, PRESSE]

Goran Ferčec' Debüt „Wunder wird es hier keine geben“ ist ein kleines, subtiles Meisterwerk.
[Quelle: Jana Volkmann, FREITAG]

Ein unvergessliches Finale, ein beeindruckender Roman.
[Quelle: Sven Crefeld, LOGBUCH]

Erst zum Schluss löst der Autor das Geheimnis auf. Bis dahin schafft er es, die Lesenden in einen Sog zu ziehen, ob wohl Bender selbst wenig passiert und er kaum handelt. Gerade weil so wenig passiert, wird die riesige Leere in den ehemaligen Kriegsgebieten und vor allem in den Seelen der Überlebenden umso schmerzlicher greif- und spürbar.
[Quelle: Ruth Justen, RUTHJUSTEN.DE]

Goran Ferčec, der 1978 in Koprivnica (Kroatien) geboren wurde, hat mit seinem Roman Wunder wird es hier keine geben, der am 13. April im Residenz Verlag erscheint, ein kleines existentialistisches Meisterwerk geschaffen. So knapp und so untergründig komisch ist bisher noch selten von der Sinnlosigkeit des Kriegs erzählt worden.
[Quelle: LEIPZIGER ZEITUNG]

Goran Ferčec erzählt in „Wunder wird es hier keine geben“ von der Sinnlosigkeit des Kriegs.
[Quelle: Janina Fleischer, LEIPZIGER VOLKZEITUNG]

Goran Ferčec führt Bender weiter zurück, in sparsamen Dialogen und theatralen Szenen montiert er Erinnerungsarbeit und den Ansatz von Bewältigung. Lässt jedoch einen hauchdünnen Schleier über allem liegen, der im schönsten Sinne Kunst ergibt.
[Quelle: Anne Hahn, BÜCHERBOX]

In einem ganz eigenen lakonischen Sprachduktus, in dem ohne große Handlung banale Verrichtungen minutiös und mit teils schwarzem Humor beschrieben werden, werden die traumatische Sprachlosigkeit zwischen Vater und Sohn sowie die Entwurzelung des Protagonisten überdeutlich.
[Quelle: Lieselotte Jürgensen, EKZ]

Wer das Buch liest, findet sich wieder als Zeuge einer langen traumatischen Handlung, welche lange vor Romanbeginn einsetzt und weit nach dessen Ende aufhört.
[Quelle: Nick Bibic, LITERATURUNDFEUILLETON]

Veranstaltungen
Lesung
Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, 1070 Wien
Lesung
prolit, Literaturhaus Salzburg, Strubergasse 23, H.C. Artmann-Platz, 5020 Salzburg

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