Titel

Susanne Scholl - Wachtraum

Ein mutiger und persönlicher Roman über starke Frauen und den Kampf um ein Leben nach dem Überleben Fritzi, geboren in eine jüdische Wiener Vorkriegsfamilie, aufgewachsen mit Praterbesuchen und ersten Liebschaften, flieht vor der Nazi-Verfolgung als junge Frau nach England. Sie heiratet Theo, kehrt nach Wien zurück, und für ihre Tochter Lea ist sie eine lebenslustige, warmherzige Mutter. Bloß manchmal, da kann Fritzi nicht aus dem Bett aufstehen vor namenloser Trauer. Später scheint auch das Leben ihrer Tochter Lea zu gelingen, ist ausgefüllt mit Ehe, Kindern, Enkeln und Beruf. Und doch wird auch sie von bösen Träumen und Familienerinnerungen heimgesucht. Und als immer mehr Menschen auf der Flucht vor Krieg und Terror aus Syrien und Afghanistan nach Wien kommen und Lea mit ihrer Hilflosigkeit konfrontieren, droht auch ihr so geglücktes Leben auseinanderzubrechen ...

Erhältlich als

  • Hardcover
    220 Seiten
    Format:125 x 205
    ISBN: 9783701716814
    Erscheinungsdatum: 29.08.2017
    22,00 inkl. MwSt.
  • E-Book
    220 Seiten
    Format:125 x 205
    ISBN: 9783701745548
    Erscheinungsdatum: 29.08.2017

    Empfohlener Verkaufspreis
    14,99 inkl. MwSt.
Bestellen

Produktdetails

Susanne Scholl

geboren 1949 in Wien, Studium der Slawistik in Rom und Moskau. Langjährige ORF-Korrespondentin in Moskau. Susanne Scholl hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und wichtige Preise für ihre journalistische Arbeit und ihr menschenrechtliches Engagement erhalten, u. a. den Concordia Preis und das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. Zuletzt erschienen: "Emma schweigt" (2013), "Warten auf Gianni" (2016), "Wachtraum" (2017).

Pressestimmen

Fluchtwunden
[Quelle: Stephan Wabl, COMPLETE]

Ein sehr dichter Text, der viele Themen anstößt und betroffen macht. Ein wichtiges Buch, das hoffentlich weite Verbreitung finden wird.
[Quelle: ESt, WEIBERDIWAN]

Über vererbte Traumata, die Last des Fremdseins und Fremdbleibens, davon handelt Susanne Scholls bisher persönlichster Roman.
[Quelle: ORF ZiB 13]

Ein Zeit- und Figurengemälde über die Welt von gestern und heute, eine Art Schnitzlers Wiener Menschen-Reigen in Romanform über starke Frauen und ihren Überlebenskampf.
[Quelle: Norbert Schreiber, FACE OF BOOKS]

Ein eindringlicher Roman darüber, wie die Vergangenheit immer wieder in die Gegenwart hineinwirkt.
[Quelle: Servus TV]

Und jetzt hat sie einen Roman der besonderen Art geschrieben, Requiem und Hoffnungsblick in einem.
[Quelle: Heinz Sichrovsky, ORF III, ERLESEN]

Ein Roman, der einen nicht los läßt und atemlos macht, der voller Leben ist und der Energie, die Fritzi ausstrahlt und voller Trauer jener, die dem Wachtraum nicht entfliehen können. Ein Zeitdokument, das Geschichte schreibt.
[Quelle: Birgit Meinhard-Schiebel, GRUENE.AT]

Die ehemalige Moskau-Korrespondentin des ORF, Susanne Scholl, hat in diesem ihrem dritten Roman den intellektuellen Spagat geschafft, jüdische Familiengeschichte und die aktuelle Flüchtlingskatastrophe mit einem durchgehenden Faden zu verbinden. (…)
Ihre klare, unverschnörkelte Sprache ist für den Leser eine Wohltat.
[Quelle: STATEMENT]

Anrührend und bewegend erzählt Susanne Scholl die Geschichte einer Wiener Familie, deren Vergangenheit sie gefangenhält. Sehr zu empfehlen.
[Quelle: Carolin Scholl, EKZ]

Ein hochaktueller Roman über familiäre Traumata und die Herausforderungen unserer Zeit.
[Quelle: ORF.AT]

Auf faszinierende und eindringliche Weise gelingt es Susanne Scholl, eine jüdische Familiengeschichte mit der aktuellen Flüchtlingssituation zu verbinden.
[Quelle: FRAUENSOLIDARITÄT.ORG]

Durch die individuellen Personen, wie Hanna, Malvina, Farid oder Harry und deren tragische Lebensgeschichten, die die österreichische Autorin schildert, berührt sie den Leser, differenziert gängige Ansichten und wühlt ihn auf, wenn er sich darauf einlässt.
[Quelle: Karin Hahn, KARINHAHNREZENSIONEN]

In „Wachtraum“ erzählt Susanne Scholl die Geschichten mehrerer Generationen einer jüdischen Familie.
[Quelle: NEUES DEUTSCHLAND]

Die Stärke dieses lesenswerten Romans besteht darin, dass warnende Parallelen gezogen werden zwischen den Ereignissen in der Mitte des vorigen Jahrhunderts und den in letzter Zeit für alle deutlich sichtbar gewordenen Migrationsproblematiken.
[Quelle: Maria Schmuckermair, BIBLIOTHEKSNACHRICHTEN]

„Wachtraum“ zeigt schon im Titel, dass die Bewältigung der eigenen Biographie eine Gratwanderung zwischen Flucht vor Realität und der Forderung nach Hinsehen ist. Sensibel, doch mit einer großen Klarheit erzählt Susanne Scholl die Geschichte zweier starker Frauen, die sich dem Leben schließlich stellen. Sprachlich eindrucksvoll lässt die Autorin Geschichten in ihren Roman fließen und wird einem Thema gerecht, in dem es um mehr geht als um Grenzen, Zahlen und Ursachen. Beeindruckend, aktuell und sehr empfehlenswert.
[Quelle: Christine Vornehm, BUCHPROFILE/MEDIENPROFILE]

Susanne Scholls Roman ist eine Familiengeschichte der besonderen Art. (…) „Wachtraum“ macht atemlos und steckt voller Leben.
[Quelle: MOMAG]

Veranstaltungen
Lesung und Vortrag
academy Café Bar, Franz-Josef-Straße 4, 5020 Salzburg
Lesung
Kultursaal Himberg, Wiener Straße 4-8, 2325 Himberg
Lesung
Stadtbücherei St. Johann, Leo-Neumayer-Platz 1, 5600 St. Johann im Pongau

Weitere Bücher des Autors / der Autorin

Emma schweigt

Susanne Scholl - Emma schweigt

Die Begegnung von zwei Frauen, zwei Kulturen, zwei Schicksalen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Emma, Rentnerin in Wien, macht sich so ihre Gedanken über eine Welt, die nicht mehr ist, was sie mal war: Die neue türkische Schwiegertochter ist schwanger, die Enkelin Luzie trägt zu enge Hosen und ihren Ex-Mann Georg hat ein gerechter Schlaganfall niedergestreckt. Sarema kommt aus Grosny nach Wien. Dass sie noch am Leben ist, hat sie ihrem verzweifelten Mut zu verdanken: Im Tschetschenien-Krieg hat sie alles verloren, Schlepper haben sie und ihren jüngsten Sohn Schamil nach Österreich gebracht. Sarema braucht Asyl, Emma nach einem Unfall Hilfe im Haushalt. Ihre Wege kreuzen sich, Ihre Schicksale verbinden sich. Wie weit wird Emma gehen, um Sarema zu helfen?

Warten auf Gianni

Susanne Scholl - Warten auf Gianni

Eine Liebesgeschichte in sieben Jahren

Einfühlsam und humorvoll erzählt Susanne Scholl vom Warten und Träumen, aber auch von sehr unerwarteten Momenten der Wahrheit. Sieben Sommer verbringt Lilly bei ihren italienischen Freunden auf Sardinien und genießt die unkomplizierte, sinnliche Atmosphäre endloser Urlaubstage – und die Zeit mit Gianni, der so gar nichts von einem Latin Lover hat und den sie trotzdem nicht vergessen kann. Sieben Winter jedoch muss Lilly zurück nach Wien in einen reichlich unerfreulichen Alltag: Ihr Ex-Mann hat eine neue, junge Geliebte, ihre beste Freundin stirbt an Krebs, ihr Vater outet sich als homosexuell und schreibt auch noch ein Buch darüber. Also flüchtet Lilly in ihre Traumwelt – und fantasiert von einem Leben mit Gianni, von einem eigenen Kind. Der letzte Sommer jedoch zwingt sie, ihre Wünsche endlich mit der Realität zu konfrontieren …

Das könnte Sie auch interessieren

Gegenüber

Erika Pluhar - Gegenüber

Henriette Lauber blickt auf ein kreatives und arbeitsreiches Leben zurück. Als Cutterin von Kinofilmen tauchte sie in spannende Welten ein und konnte an der Seite eines geliebten Mannes tätig sein. Doch dies ist lange her und sie lebt nun kontaktscheu und weitgehend isoliert in einer kleinen Innenstadtwohnung. Ihrem Patensohn aus der Westsahara gilt all ihre Liebe und Sehnsucht. Nach einem Schwächeanfall macht sie die Bekanntschaft ihrer jungen Nachbarin Linda, die sich um Henriette zu kümmern und ihre Nähe zu suchen beginnt...

Dieses altmodische Gefühl

Bruno Pellandini - Dieses altmodische Gefühl

Mit einer einstürzenden Zimmerdecke beginnt die ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen der 70-jährigen Pernilla, einer immer noch charismatischen Wiener Schauspielerin, und dem um 20 Jahre jüngeren, zu Abenteuern durchaus aufgelegten Baumeister Illo, der den großen Altersunterschied nicht ohne weiteres hinnehmen will. Weil sich das Begehren von dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit ebenso wenig beeindruckt zeigt, gerät, was mit spielerischer Leichtigkeit beginnt, bald zum kühnen Drahtseilakt…

Schatz, ich geh zu Charlie!

Maryse Wolinski - Schatz, ich geh zu Charlie!

"Schatz, ich geh zu Charlie!" Mit diesen Worten verabschiedet sich Georges Wolinski, Comiczeichner und Starkarikaturist der Satirezeitschrift Charlie Hebdo, wie jeden Morgen von seiner Frau Maryse. Ein ganz alltäglicher Satz, und doch sollte er der letzte einer 47 Jahre dauernden, glücklichen Ehe sein. Als Maryse einige Stunden später an diesem 7.Januar 2015 ihr Handy einschaltet, hat eines der furchtbarsten Attentate des islamistischen Terrors bereits stattgefunden, zwölf Personen sind ermordet worden, Georges ist tot, mitten in Paris herrscht Krieg. Doch die Journalistin Maryse Wolinski lässt sich nicht zum Schweigen bringen: Voller Zorn, Trauer und Fassungslosigkeit schreibt sie ein erschütterndes, zärtliches und doch kämpferisches Erinnerungsbuch. Sie rekonstruiert die Ereignisse des 7. Jänner, befragt Zeugen, spricht mit den Familien, Sie klagt an: den Staat, die Polizei, die die Redaktion nicht ausreichend beschützt haben, und die islamischen Terroristen, die die Freiheit des Worts mit einem Blutbad beantwortet haben. Und sie erinnert sich: an fünf Jahrzehnte Heiterkeit, Begehren, politisches Engagement und gemeinsames Leben.

Seite drucken