In einem hinreißenden Gruppenbild mit Garten feiert Christina Walker Solidarität, Anarchie und den Mut, sich neu zu erfinden.
Ausgerechnet eine winterliche Kleingartenanlage wird für zwei Frauen, die nicht verschiedener sein könnten, zum Ort der Zuflucht und des unerwarteten Zusammenhalts. Marianne landet in „Neu-Amerika“, weil sie nach dem Tod ihres Mannes auch noch Haus und Geschäft verliert. Die rebellische Didi flieht wieder einmal vor dem gewalttätigen Freund ihrer Mutter in die Gartenanlage am Fluss. Deren Obmann, Herr Gregor, kämpft zwischen Giersch und Tomaten bald um die Aufmerksamkeit Mariannes – und gegen die Umwidmung des Geländes in Bauland. Sensibel und mit trockenem Witz erzählt Christina Walker von Improvisation und Solidarität, von Selbstbestimmung und einer Natur, die sich immer weniger bezähmen lässt.
Erika Pluhar erzählt in „Es war einmal“ von ihrem Leben zwischen Erinnerung und Gegenwart. In eindringlichen Rückblicken spannt sie den Bogen von ihrer Kindheit im Krieg über ihre künstlerische Laufbahn bis hin zu persönlichen Erfahrungen von Nähe, Verlust und Selbstfindung. Dabei reflektiert sie das Verhältnis von Wirklichkeit und Erfindung, das ihr Schreiben und ihr Leben prägt. Mit großer sprachlicher Intensität verbindet sie individuelle Erlebnisse mit zeitgeschichtlichen Entwicklungen und stellt Fragen nach Identität, Vergänglichkeit und dem, was bleibt. Ein kluges und berührendes Buch.
Erhältlich als
Hardcover
Mit zahlreichen Abbildungen.
176 Seiten
Format: 125 x 205
ISBN: 9783701736713 Erscheinungsdatum: 07.09.2026 €
24,00
inkl. MwSt.
E-Book
Mit zahlreichen Abbildungen.
176 Seiten
ISBN: 9783701747856 Erscheinungsdatum: 07.09.2026
Ein vielschichtiger Roman über Heimat und Exil, Liebe und Gewalt, Wahn und Widerstand
Der russisch-jüdische Erzähler lebt in Berlin, seine kranke Mutter kann er aus Angst vor Verhaftung nicht mehr in Moskau besuchen. So bleiben ihm nur Telefonate mit ihrer immer leiser werdenden Stimme, Erinnerungen an ein Aufwachsen in einer gewaltvollen Diktatur und die unzähligen Geschichten, die am Küchentisch der Eltern erzählt wurden. Vor allem von der umtriebigen Nathalia, die in Paris einst Concierge in dem Hotel war, in dem Paul Celan lebte, und die über Celans Liebesbeziehungen mehr zu berichten hat, als die Forschung weiß. Überzeugend verbindet Schumatsky seine politische Verzweiflung über den Krieg in der Ukraine und den Antisemitismus vor seiner Haustür mit Kindheitsbildern und einer persönlichen Lesart von Celans Leben, Schreiben und Tod.
Sarah Wipauers Debütroman ist ein grandioses Verwirrspiel rund um historische Fakten, aberwitzige Erfindungen und die Geheimnisse unter Wiens Straßen.
Was verbirgt sich unter einer Stadt? In „Fehlende Gespenster“ folgen wir einer raffinierten Erzählerin in das sagenumwobene Wiener Tunnelsystem. Nach der Eröffnung des Zentralfriedhofs 1874 wurde es zur Überführung der Leichen mittels einer pneumatischen „Rohrpost“ entwickelt, der letzte „Passagier“ war angeblich Niki Lauda. Und das ist nur eine der absurden Geschichten, die Merian, eine rätselhafte junge Frau, bei ihren Führungen durch die stillgelegten Tunnel erzählt. Doch wem sollten wir auf einer Reise durch die Unterwelt vertrauen? Mit verdächtiger Erzählfreude und finsteren Absichten nimmt Merian ihre abenteuerlustigen, aber vielleicht ein wenig vorlauten Besucher mit in ein Labyrinth, aus dem nicht alle heil wieder herausfinden werden …
Die bewegende Geschichte einer widerständigen Frau in schwierigen Zeiten.
In diesem so zärtlichen wie realistischen Buch geht Peter Henisch auf die Suche nach seiner Mutter Rosa. Ausgehend von Erinnerungen an die Wirren des Kriegsendes und sein Aufwachsen in der Nachkriegszeit folgt er den Spuren ihres Lebens in einer Zeit, in der Frauen noch immer mit gesellschaftlichen Nachteilen zu kämpfen hatten. „Muttersuchen“ verbindet Zeitgeschichte mit Familiengeschichte bis in die 1980er-Jahre. Ein Frauenschicksal, ja, aber kein alltägliches – es ist die Geschichte einer Frau, die sich nach und nach aus der ambivalenten Beziehung und der Abhängigkeit von ihrem Mann, einem bekannten Kriegs- und Pressefotografen, zu befreien versuchte. Geschrieben ohne Scheu vor Tabus. Und trotzdem eine Hommage.
Die Graphic Novel erzählt von einer kleinen Frau, die im Zweiten Weltkrieg Größe und Menschlichkeit bewahrt hat.
Die Graphic Novel erzählt von Delphina, der jüngsten Tochter der ärmlichen Kleinbauernfamilie Burtscher, welche im hintersten Walsertal in die Fänge des NS-Regimes gerät. Zwei von Delphinas Brüdern, Willi und Leonhard, sowie ihr Verlobter Martin kehren nicht mehr an die Front zurück und bauen eine kleine Widerstandsgruppe auf. Die 17-jährige Delphina versorgt sie. Die Familie wird schließlich verraten und Martin sowie einer ihrer Brüder werden im Dezember 1944 in Graz enthauptet. Delphina kommt in eine Jugendhaftanstalt bei München. Ihr Baby muss sie zurücklassen. Die „gezeichnete Geschichte“ verwebt Delphinas Erinnerungen mit den Perspektiven ihrer Enkelinnen. Sie spannt einen transgenerationalen Bogen und lädt ein, sich mit fragmentierten Kriegserzählungen, alltäglichem Widerstand und der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Delphinas mutiger, menschlicher und oft humorvoller Umgang mit Leben und Leid wird so zu einer Inspiration – für das Erinnern, das Fragen und das Weitergeben.
Erhältlich als
Broschur
Illustriert von Anna Stemmer-Dworak
104 Seiten
Format: 200 x 275
ISBN: 9783701718252 Erscheinungsdatum: 13.07.2026 €
29,00
inkl. MwSt.
Wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an: Der Schuh ist nicht nur eines der ältesten, sondern auch der vielseitigsten Dinge der Menschheit.
Als kleines Mädchen träumte Rebecca Maria Salentin von roten Lackschuhen – das Gegenteil der Wanderschuhe, in denen sie 40 Jahre später als erste Frau den 2700 Kilometer langen „Internationaler Bergwanderweg der Freundschaft“ alleine im thru hike zurücklegte. Anhand der Schuhe ihres Lebens zeichnet sie die Geschichte des Schuhwerks nach, von den ersten, aus Fellen und Pflanzen hergestellten Sandalen der Steinzeit über das Schusterhandwerk bis zur industrialisierten Massenproduktion. Denn wenige Dinge sind der Geschichte der Menschheit so eng verbunden wie der Schuh: Er schützt den Fuß vor Schmutz, Kälte und Verletzungen, er zeigt unseren Stand, Beruf oder Status – und er spiegelt mit Siebenmeilenstiefeln, High Heels und Lotusfüßchen Macht- und Geschlechterverhältnisse.
Erhältlich als
Hardcover
Mit zahlreichen Illustrationen. Aus der Reihe "Dinge des Lebens".
64 Seiten
Format: 120 x 180
ISBN: 9783701736614 Erscheinungsdatum: 13.07.2026 €
15,00
inkl. MwSt.
Der Begleitband zur Ausstellung „Blende auf!“ mit großformatigen Fotos renommierter Künstler*innen und Beiträgen zur Fotografiegeschichte am Arlberg.
Seit den Anfängen der Fotografie zog der Arlberg internationale wie nationale Stars an. Landschaft und Schnee, High Society und das Dorfleben wurden porträtiert. Diese Bilder präsentieren den Wandel der Fotografie am Arlberg, im Alpenraum und im Tourismus. Das prächtige Buch zur Ausstellung des Lechmuseums zeigt großformatige Fotografien, Postkarten und Amateur-Fotos. Es versammelt Werke von Slim Aarons, Siegrun Appelt, Norbert Bertolini, Robert Capa, Natasha Durlacher, Tim Hall, Mathias Kessler, Edgar H. Mall, Walter Niedermayr, Hanno Mackowitz, Lothar Rübelt, Margherita Spiluttini u. v. m. Ergänzt wird der Bildband durch ein ausführliches Künstler*innen-Lexikon.
Erhältlich als
Hardcover
Mit Beiträgen von Michaela Feurstein-Prasser, Birgit Heinrich, Anton Holzer, Wolfgang Kos, Ute Pfanner und Shawn Waldron
204 Seiten
Format: 200 x 260
ISBN: 9783701736720 Erscheinungsdatum: 13.07.2026 €
26,00
inkl. MwSt.
Margarete Schütte-Lihotzky (1897–2000) war eine der ersten Frauen, die in Österreich Architektur studierten, und sie gilt auch heute noch als eine der bekanntesten und einflussreichsten Architektinnen ihrer Generation. Die Frankfurter Küche hat ihr Weltruhm eingebracht, ihre unerschütterliche Lebenslust dafür gesorgt, dass sie auch an ihrem 100. Geburtstag noch einen flotten Walzer mit dem Wiener Bürgermeister aufs Parkett legen konnte. In diesen autobiografischen Erinnerungen zeichnet sie sehr persönliche Portraits von bekannten Weggefährten wie Otto Neurath, Josef Frank und Adolf Loos, klärt uns darüber auf, was das wirklich Revolutionäre an der Frankfurter Küche ist – und erzählt, dass sie Architektin werden wollte, um die Lebensqualität ihrer Mitmenschen zu verbessern.
Erhältlich als
Hardcover
3. Auflage Juni 2026. Mit zahlreichen Abbildungen.
232 Seiten
Format: 140 x 220
ISBN: 9783701734979 Erscheinungsdatum: 15.06.2026 €
25,00
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Am Beispiel des Gedichts zeigt uns Aleš Štegers Essay, was es bedeutet, sich mit allen Sinnen auf Sprache und damit auf ein Gegenüber einzulassen.
Wir Menschen sind einem permanenten Sturm aus Informationen ausgesetzt. Doch was und wie hören wir wirklich und was empfinden wir dabei? Welche Rolle können Worte, Laute, Gedichte in einer Welt spielen, die wenig von Gedichten hält? In einer Zeit der Digitalität, die uns einerseits mit Sprachfetzen überschwemmt, andererseits in unseren Echokammern isoliert, setzt Aleš Šteger auf die körperliche Unmittelbarkeit des Hörens: Beim Sprechen und Hören von Dichtung sind wir mit unserem ganzen Körper gefordert, wir sind „ganz Ohr“, vergleichbar dem musikalischen Erleben. Vielleicht, so die These des großen Lyrikers, können Gedichte uns in Zeiten von Überforderung und Isolation einen Weg zu mehr Offenheit, auch dem Anderen gegenüber, weisen.
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Klappenbroschur
Aus der Reihe „Unruhe bewahren“. Aus dem Slowenischen übersetzt.
144 Seiten
Format: 140 x 220
ISBN: 9783701736577
Erscheinungsdatum: 18.05.2026 €
22,00
inkl. MwSt.
E-Book
Aus der Reihe „Unruhe bewahren“. Aus dem Slowenischen übersetzt.
96 Seiten
ISBN: 9783701747719
Erscheinungsdatum: 18.05.2026