In einem hinreißenden Gruppenbild mit Garten feiert Christina Walker Solidarität, Anarchie und den Mut, sich neu zu erfinden.
Ausgerechnet eine winterliche Kleingartenanlage wird für zwei Frauen, die nicht verschiedener sein könnten, zum Ort der Zuflucht und des unerwarteten Zusammenhalts. Marianne landet in „Neu-Amerika“, weil sie nach dem Tod ihres Mannes auch noch Haus und Geschäft verliert. Die rebellische Didi flieht wieder einmal vor dem gewalttätigen Freund ihrer Mutter in die Gartenanlage am Fluss. Deren Obmann, Herr Gregor, kämpft zwischen Giersch und Tomaten bald um die Aufmerksamkeit Mariannes – und gegen die Umwidmung des Geländes in Bauland. Sensibel und mit trockenem Witz erzählt Christina Walker von Improvisation und Solidarität, von Selbstbestimmung und einer Natur, die sich immer weniger bezähmen lässt.
Ein vielschichtiger Roman über Heimat und Exil, Liebe und Gewalt, Wahn und Widerstand
Der russisch-jüdische Erzähler lebt in Berlin, seine kranke Mutter kann er nicht mehr in Moskau besuchen, da ihm dort die Verhaftung droht. So bleiben ihm nur Telefonate mit ihrer immer leiser werdenden Stimme, Erinnerungen an ein Aufwachsen in einer gewaltvollen Diktatur und die unzähligen Geheimnisse, die am Küchentisch der Eltern erzählt wurden. Vor allem von der umtriebigen Natalia, die in Paris einst Concierge in dem Hotel war, in dem Paul Celan wohnte, und die über Celans Leben und Lieben mehr zu berichten hat, als die Forschung weiß. Überzeugend verbindet Schumatsky seine politische Verzweiflung über Russlands Krieg gegen die Ukraine und den Antisemitismus vor seiner Haustür mit Kindheitsbildern und einer persönlichen Lesart von Celans Leben, Schreiben und Tod.
Ein ungewöhnliches, poetisches Debüt über Liebe, Freiheit und Meerestiere.
„Tieftiefblau“ verschmilzt Autofiktion und Nature writing zu einer atmosphärischen Erzählung über die Suche nach der eigenen Identität, nach Zugehörigkeit und einem Leben jenseits enger Normen. Zwischen erster Liebe, One-Night-Stands und polyamoren Beziehungen fragt Nikki Dekker, was wir von Wasserwesen über Liebe und Gesellschaft lernen können. Sie verbindet unförmige Blobfische mit einer Kritik an Normschönheit, queere Robben mit ihren bisexuellen Erfahrungen und sanftmütige Seekühe mit einem Nachdenken über unser Zusammenleben. Im Wasser löst sich die Normativität auf, die uns auf dem Festland erdrückt. „Tieftiefblau“ ist ein lustvoller Roman über die Sehnsucht nach einem Leben, das trägt, statt einzuengen.
Erhältlich als
Hardcover
Aus dem Niederländischen übersetzt.
312 Seiten
Format: 125 x 205
ISBN: 9783701718269
Erscheinungsdatum: 10.08.2026 €
26,00
inkl. MwSt.
E-Book
Aus dem Niederländischen übersetzt.
312 Seiten
ISBN: 9783701747818
Erscheinungsdatum: 10.08.2026
Sarah Wipauers Debütroman ist ein grandioses Verwirrspiel rund um historische Fakten, aberwitzige Erfindungen und die Geheimnisse unter Wiens Straßen.
Was verbirgt sich unter einer Stadt? In „Fehlende Gespenster“ folgen wir einer raffinierten Erzählerin in das sagenumwobene Wiener Tunnelsystem. Nach der Eröffnung des Zentralfriedhofs 1874 wurde es zur Überführung der Leichen mittels einer pneumatischen „Rohrpost“ entwickelt, der letzte „Passagier“ war angeblich Niki Lauda. Und das ist nur eine der absurden Geschichten, die Merian, eine rätselhafte junge Frau, bei ihren Führungen durch die stillgelegten Tunnel erzählt. Doch wem sollten wir auf einer Reise durch die Unterwelt vertrauen? Mit verdächtiger Erzählfreude und finsteren Absichten nimmt Merian ihre abenteuerlustigen, aber vielleicht ein wenig vorlauten Besucher mit in ein Labyrinth, aus dem nicht alle heil wieder herausfinden werden …
Erhältlich als
Hardcover
2. Auflage September 2026
368 Seiten
Format: 125 x 205
ISBN: 9783701718290
Erscheinungsdatum: 10.08.2026 €
26,00
inkl. MwSt.
Die bewegende Geschichte einer widerständigen Frau in schwierigen Zeiten.
In diesem so zärtlichen wie realistischen Buch geht Peter Henisch auf die Suche nach seiner Mutter Rosa. Ausgehend von Erinnerungen an die Wirren des Kriegsendes und sein Aufwachsen in der Nachkriegszeit folgt er den Spuren ihres Lebens.
„Muttersuchen“ verbindet Zeitgeschichte mit Familiengeschichte bis in die 1980er Jahre. Peter Henisch erzählt von einem nicht alltäglichen Frauenschicksal, von der Geschichte einer Frau, die sich nach und nach aus der ambivalenten Beziehung und Abhängigkeit von ihrem Mann, einem bekannten Kriegs- und Pressefotografen, zu befreien versuchte. Geschrieben ohne Scheu vor Tabus. Und trotzdem eine Hommage.
Die Graphic Novel erzählt von einer kleinen Frau, die im Zweiten Weltkrieg Größe und Menschlichkeit bewahrt hat.
Die Graphic Novel erzählt von Delphina, der jüngsten Tochter der ärmlichen Kleinbauernfamilie Burtscher, welche im hintersten Walsertal in die Fänge des NS-Regimes gerät. Zwei von Delphinas Brüdern, Willi und Leonhard, sowie ihr Verlobter Martin kehren nicht mehr an die Front zurück und bauen eine kleine Widerstandsgruppe auf. Die 17-jährige Delphina versorgt sie. Die Familie wird schließlich verraten und Martin sowie einer ihrer Brüder werden im Dezember 1944 in Graz enthauptet. Delphina kommt in eine Jugendhaftanstalt bei München. Ihr Baby muss sie zurücklassen. Die „gezeichnete Geschichte“ verwebt Delphinas Erinnerungen mit den Perspektiven ihrer Enkelinnen. Sie spannt einen transgenerationalen Bogen und lädt ein, sich mit fragmentierten Kriegserzählungen, alltäglichem Widerstand und der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Delphinas mutiger, menschlicher und oft humorvoller Umgang mit Leben und Leid wird so zu einer Inspiration – für das Erinnern, das Fragen und das Weitergeben.
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Broschur
Illustriert von Anna Stemmer-Dworak
120 Seiten
Format: 200 x 275
ISBN: 9783701718252
Erscheinungsdatum: 13.07.2026 €
29,00
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Wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an: Der Schuh ist nicht nur eines der ältesten, sondern auch der vielseitigsten Dinge der Menschheit.
Als kleines Mädchen träumte Rebecca Maria Salentin von roten Lackschuhen – das Gegenteil der Wanderschuhe, in denen sie 40 Jahre später als erste Frau den 2700 Kilometer langen „Internationaler Bergwanderweg der Freundschaft“ alleine im thru hike zurücklegte. Anhand der Schuhe ihres Lebens zeichnet sie die Geschichte des Schuhwerks nach, von den ersten, aus Fellen und Pflanzen hergestellten Sandalen der Steinzeit über das Schusterhandwerk bis zur industrialisierten Massenproduktion. Denn wenige Dinge sind der Geschichte der Menschheit so eng verbunden wie der Schuh: Er schützt den Fuß vor Schmutz, Kälte und Verletzungen, er zeigt unseren Stand, Beruf oder Status – und er spiegelt mit Siebenmeilenstiefeln, High Heels und Lotusfüßchen Macht- und Geschlechterverhältnisse.
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Hardcover
Mit zahlreichen Illustrationen. Aus der Reihe "Dinge des Lebens".
64 Seiten
Format: 120 x 180
ISBN: 9783701736614
Erscheinungsdatum: 13.07.2026 €
15,00
inkl. MwSt.
Der Begleitband zur Ausstellung „Blende auf!“ mit großformatigen Fotos renommierter Künstler*innen und Beiträgen zur Fotografiegeschichte am Arlberg.
Seit den Anfängen der Fotografie zog der Arlberg internationale wie nationale Stars an. Landschaft und Schnee, High Society und das Dorfleben wurden porträtiert. Diese Bilder präsentieren den Wandel der Fotografie am Arlberg, im Alpenraum und im Tourismus. Das prächtige Buch zur Ausstellung des Lechmuseums zeigt großformatige Fotografien, Postkarten und Amateur-Fotos. Es versammelt Werke von Slim Aarons, Siegrun Appelt, Norbert Bertolini, Robert Capa, Natasha Durlacher, Tim Hall, Mathias Kessler, Edgar H. Mall, Walter Niedermayr, Hanno Mackowitz, Lothar Rübelt, Margherita Spiluttini u. v. m. Ergänzt wird der Bildband durch ein ausführliches Künstler*innen-Lexikon.
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Hardcover
Mit Beiträgen von Michaela Feurstein-Prasser, Birgit Heinrich, Anton Holzer, Wolfgang Kos, Ute Pfanner und Shawn Waldron
184 Seiten
Format: 200 x 260
ISBN: 9783701736720
Erscheinungsdatum: 13.07.2026 €
26,00
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"Herzaugen" versammelt ausgewählte Gedichte von Alma Hübler aus den Jahren 1998 bis 2025 – eine poetische Reise durch innere Landschaften von Sehnsucht, Liebe und Wandlung. Zart und zugleich sinnlich entfaltet sich eine Sprache, die das Herz als moralischen Kompass begreift und Licht wie Schatten umfasst. Zwischen Naturbildern, Vergänglichkeit und Aufbruch entstehen Texte von stiller Intensität, die berühren und nachhallen. Hüblers Lyrik lädt dazu ein, innezuhalten, Verletzlichkeit anzunehmen und im Prozess des Loslassens Neues zu entdecken – ein kraftvoller Band über Menschlichkeit und Erneuerung.
Am Kreuz das Gesicht in Agonie verzerrt, Hände und Füße von Nägeln durchbohrt: Das Jesus-Bild schien für immer fixiert, als 1945 im oberägyptischen Nag Hammadi eine verschollene Klosterbibliothek mit frühchristlichen Texten gefunden wurde. Unter den zahlreichen Geheimschriften fand sich auch die aus dem 2. Jahrhundert stammende Apokalypse des Petrus. Darin fragt der Apostel Jesus, wer denn der Unbekannte sei, der unter dem Kreuz so heiter lache. Und Jesus antwortet: „Der, den du neben dem Kreuz fröhlich und lachend siehst, ist der lebendige Jesus.“ Adolf Holl setzt sich lebenslang mit der Gestalt des Erlösers auseinander und folgt den Spuren des lachenden Christus von der arabischen Welt über das christliche Mittelalter bis in die Gegenwart.
Erhältlich als
Hardcover
Werkausgabe, Band 10. Leinenausgabe mit Lesebändchen.
336 Seiten
Format: 125 x 205
ISBN: 9783701735464
Erscheinungsdatum: 18.05.2026 €
35,00
inkl. MwSt.