Coverabbildung von "Die Ursache"

Thomas Bernhard Lukas Kummer (Illustrationen) - Die Ursache

Eine Andeutung

Eine kongeniale Graphic Novel, die sich dem großen Autor mit Respekt und zeichnerischer Frische nähert.

Im ersten Band seiner Autobiographischen Schriften betreibt Thomas Bernhard eine Ursachenforschung, die nichts und niemanden verschont: das Internat war ein Kerker, die Stadt Salzburg eine Todeskrankheit, die Vernichtung allgegenwärtig. Die einzige Lichtgestalt war der Großvater, der ihm von Mozart, Rembrandt und Beethoven erzählt. Diese „Ursachen“, die Bernhard hier mehr als nur „andeutet“, hinterlassen unauslöschliche Spuren in seinem ganzen Werk. Mit einem präzisen, sparsamen, fast realistischen Strich und einer eindringlichen Wiederholungs- und Variationstechnik gelingt es Lukas Kummer, Thomas Bernhards Erinnerungen an die Schrecken von Internat, Krieg und Nationalsozialismus sichtbar zu machen.

Erhältlich als

  • Hardcover
    Graphic Novel
    112 Seiten
    Format: 170 x 240
    ISBN: 9783701716937
    Erscheinungsdatum: 04.09.2018
    22,00 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Autor
Thomas Bernhard

geboren am 9. Februar 1931, gestorben am 12. Februar 1989 in Gmunden (Oberösterreich). 1952-1957 Musik- und Schauspielstudium an der Akademie Mozarteum Salzburg, ab 1957 freier Schriftsteller. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Österreichischer Staatspreis 1967, Georg-Büchner-Preis 1970.

Lukas Kummer (Illustrationen)

geboren 1988 in Innsbruck. 2007 zog er nach Kassel, um an der Kunsthochschule Illustration und Comic zu studieren. Von 2009 bis 2015 arbeitete er neben dem Studium für das Mechanische Institut der Uni Kassel als Illustrator und Gestalter. 2014 Studienabschluss und anschließendes Jahr als Meisterschüler bei Hendrik Dorgathen. Lukas Kummer arbeitet freischaffend als Illustrator und Comiczeichner. Veröffentlichungen in diversen Zeitschriften und Fanzines. Seine erste Graphic Novel "Die Verwerfung" erschien 2015, "Die Gotteskrieger" 2017. Zuletzt bei Residenz erschienen: "Die Ursache" (2018) und "Der Keller" (2019).

Pressestimmen

(…) bestechend expressive wie schaurige Graphic Novel. (…) An Eindringlichkeit gewinnt diese artistisch überragende Graphic Novel vor allem durch die pointierte Übertragung der Bernhardschen Sprache des Gefangenseins in Illustrationen der Beklemmung. (…) Klug, provokativ und bisweilen markerschütternd ist dieses fantastische Werk.
[Quelle: Björn Hayer, ALLMENDE]

Kummer nimmt Textstellen, die Fakten und Beobachtungen enthalten und verdichtet die durch seine sehr einfachen, gradlinigen Zeichnungen. Das ist ausgesprochen lesenswert.
[Quelle: Andrea Heinze, RBB Kulturradio]

Ein packendes Dokument Zeitgeschichte, das in dieser sehr respektvollen Annäherung ein würdiges Comeback erhält.
[Quelle: Karin Krichmayr, DER STANDARD]

Lukas Kummer (…) leuchtet mit seinem Bilderreigen sämtliche Aspekte des intimen Textes von Thomas Bernhard aus. Von Seite zu Seite betrachtet man seine dynamischen, ja explosiv anmutenden Skizzen mit wachsender Überraschung. Am Ende scheint klar, dass Lukas Kummer Thomas Bernhard bis in dessen charakterliche Abgründe hinein begriffen hat.
[Quelle: Ulf Heise, MDR KULTUR]

Lukas Kummer findet für den düsteren Stoff starke Bilder: Serielle Wiederholungen strukturieren seine Graphic Novel, was gut zu Bernhards Sprachrhythmus passt.
[Quelle: Karin Cerny, profil]

Stringent von der ersten bis zur letzten Seite.
[Quelle: Wolfgang Freitag, PRESSE]

Künstler Lukas Kummer hat eine, man muss mal aus tiefstem Herzen sagen: kongeniale Bebilderung für die Leiden des jungen Bernhard gefunden.
[Quelle: Reinhard Tschapke, NORDWESTZEITUNG]

Schwarz, weiß und grau. Mehr Farben passen nicht zu den Erinnerungen an das Salzburger Internatsleben. Mit dieser Comicadaption von Die Ursache hat Lukas Kummer eine in sich stimmige und äußert gelungene Visualisierung von Thomas Bernhards Autobiographie geschaffen.
[Quelle: Zita Bereuter, OE1]

Kummer erfindet sich in diesem Comic neu. Sein Zeichenstil ist wieder anders (…). Reduzierter, grafischer, schwarz-weiß. Manchmal auch beklemmend.
[Quelle: COMIC DENKBLASE]

Angesichts der Dichte und Präzision, die Bernhards Sprache auszeichnet, muss es für den Illustrator Lukas Kummer eine besondere Herausforderung gewesen sein, den zeichnerischen Dialog zu führen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Bilder verdeutlichen die Einsamkeit, die Selbstmordgedanken und die Angst des Kindes und Jugendlichen Thomas Bernhard (…).
[Quelle: Jürgen Heimlich, SAND AM MEER LITERATURZEITSCHRIFT]

(…) ein Büchlein, das man nur empfehlen kann.
[Quelle: Reinhard Tschapke, GENERAL ANZEIGER]

In Kummers gelungener Adaption dominiert die Farbe grau und hart fällt der Schnürlregen auf Bernhards Salzburg.
[Quelle: Barbara Kadletz, HARTLIEBS BÜCHER]

Für die Schrecknisse des Internatsalltags, den Bernhard unter nationalsozialistischer Institutsleitung ebenso autoritär, bedrückend und geistesfeindlich erlebt wie unter späterer katholischer Führung, für den Terror und die Zerstörungen der Bombenangriffe auf Salzburg sowie für das Abweisende der Stadt und ihrer Architektur an sich hat Kummer eine strenge, eindrucksvolle Bildsprache gefunden.
[Quelle: Wolfgang Huber-Lang, APA]

Lukas Kummer hat Bernhard verstanden und schrecklich gut als Graphic Novel umgesetzt.
[Quelle: Peter Pisa, KURIER]

In strengen Schwarz/Weiß/Grau-Bildern illustriert er die ausgewählten Passagen aus Bernhards Erzählung sensibel und respektvoll, akzentuiert durch wiederholte Motive mit wechselnden Bildausschnitten die Bernhard-typischen rhythmischen Wiederholungen, ja fügt dem Text durch die gesichtslosen Figuren eine zusätzliche Dimension der Entfremdung hinzu.(…) In Summe ist dies vielleicht für Bernhard-Anfänger ein guter Einstiegspunkt in diese zu Unrecht als schwer zugänglich bezeichnete Prosa, Bernhard-Aficionados aber können hier einen bekannten Text neu entdecken. Empfehlung!
[Quelle: Oliver Herzig, XING]

Eindringlich, spannend
[Quelle: BUCHKULTUR]

Der "Übertreibungskünstler" Bernhard findet hier einen kongenialen Bruder im Geiste, der die bedrückende Atmosphäre der letzten Kriegsjahre und der unmittelbaren Nachkriegszeit nicht bloß illustriert, sondern in einer eigenständigen Bilderwelt umsetzt.
[Quelle: Renate Langer, BIBLIO]

Einfach und klar. Knapp und konkret. Damit hat Lukas Kummer eine in sich stimmige und äußert gelungene Visualisierung von Thomas Bernhards Autobiographie geschaffen.
[Quelle: Zita Bereuter, RADIO FM4]

Selten wurde der Stumpfsinn autoritärer Einrichtungen beklemmender in Szene gesetzt. Auf finstere Weise gut.
[Quelle: COMICKUNST]

Schwarz, Weiß und Grau. Mehr Farben gibt es nicht in Die Ursache. Dies ist auch gut so, denn hätte Lukas Kummer hier die volle Farbpalette aufs Papier gebracht, wäre ein Großteil der Glaubwürdigkeit und Intensität überpinselt worden. So bleibt eine unterkühlte Atmosphäre, deren Trostlosigkeit schreiend aus jedem Panel springt.
[Quelle: Marcel Scharrenbroich, COMICCOUCH]

Kummer did a brilliant job here as his sheets even strengthen Bernhard’s blunt recount of this horrifying time in this life.
[Quelle: AUSTRIAN CULTURE CHANNEL]

...mit großem Feingefühl.
[Quelle: ORF Oberösterreich]

Kummer schafft es, mit sparsamem Strich die Verzweiflung eines Jungen in Salzburg der Nazis und danach einzufangen.
[Quelle: Helmut Schneider, KULTURLEBEN]

Ihn emotional berührende Zitate aus dem Text verdichtete Kummer zu einer optischen Nach-Erlebenswelt. (…) feinste Zeichentechnik.
[Quelle: OÖ NACHRICHTEN]

Ihm (Kummer) gelingt es, der wegen ihrer Komplexität eigentlich kaum illustrierbaren Textfläche, eine kongeniale grafische Entsprechung zu geben.
[Quelle: Andreas Gebhardt, HESSISCHE ALLGEMEINE]

Gelungenes Beispiel grafischer Umsetzung
[Quelle: Martin Reiterer, WIENER ZEITUNG]

Kummer setzt die düstere Atmosphäre des Werks in minimalistischen, Schwarz-Grau-Weißen Zeichnungen um, die häufig von wiederkehrenden, nur leicht veränderten Motiven geprägt sind. Diese bemerkenswerte Inszenierung wirkt dadurch fast filmisch.
[Quelle: Maria-Inti Metzendorf, EKZ]

Bernhards Erinnerungen an schreckliche Erlebnisse im Internat in Kriegs- und Nazizeit kommentiert der Illustrator mit eindrücklichen, manchmal beklemmenden Bildern, die in Wiederholungs- und Variationstechnik einen sparsamen, fast realistischen Strich aufweisen.
[Quelle: Ferdinand Puhe, MARGINALIEN]

Die Kraft der Bernhardschen Endlossätze weiß Kummer für sich zu nutzen (…).
[Quelle: Florian Oberhummer, SALZBURGER NACHRICHTEN]

Lukas Kummer wählt die spezifische Rhythmik der bernhardschen Sprache als Ausgangspunkt für einen eigenen Bildrhythmus, der mit winzigsten Veränderungen und ständigen Motivwiederholungen arbeitet – ein kongeniales Verfahren, das tatsächlich auch Bernhard-Novizen eine Vorstellung von der Sogwirkung dieses Erzählens vermitteln kann.
[Quelle: Andreas Platthaus, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG]

Die Grafiken, die Lukas Kummer zu den bewegenden Erinnerungen seines Landsmannes beisteuert, sind konsequent in den Tönen schwarz, weiß und grau gehalten. Daraus erwächst eine Strenge, die dem dramatischen Plot des Erzählens perfekt entspricht (…).
[Quelle: Ulf Heise, MDR KULTUR]

Gelungene Umsetzung von Bernhards Autobiografie als Graphic Novel.
[Quelle: Helmut Schneider, VOR MAGAZIN]

Dem Kassler Künstler Lukas Kummer gelingen eindrückliche Bilder für die Schrecken von Internat, Krieg und Nationalsozialismus in der Graphic Novel. (…)
[Quelle: PASSAUER NEUE PRESSE]

Eine äußerst gelungene, düster-bewegende Annäherung an den Roman „Die Ursache“, gezeichnet von Lukas Kummer.
[Quelle: KLEINE ZEITUNG]

(…) prächtige Graphic Novel.
[Quelle: OOEN]

Die Herausforderung, Bernhards Monologe in Bilder umzusetzen, hat der Illustrator gekonnt gelöst, indem er die langen Sätze in kleine Sequenzen zerlegt, denen er oft symbolhaft-abstrakte und in der Abfolge sich nur in Nuancen unterscheidende Bilder zuordnet. Auf diese Weise kann der Zugang zu der sperrigen Prosa des vielfach ausgezeichneten österreichischen Schriftstellers erleichtert werden.
[Quelle: Siegfried Schmidt, MEDIENPROFILIE]

Dem Kassler Künstler Lukas Kummer gelingen eindrückliche Bilder für die Schrecken von Internat, Krieg und Nationalsozialismus in der Graphic Novel „Die Ursache. Eine Andeutung“ von Thomas Bernhard. (…)
[Quelle: PASSAUER NEUE PRESSE]

(…) eine bildgewaltige und kenntnisreiche Annäherung.
[Quelle: Joachim Leitner, TIROLER TAGESZEITUNG]

(…) ausgesprochen lesenswert.
[Quelle: Andrea Heinze, COMIC.DE]

Vorlage und Zeichnungen in Symbiose – für mich hat „Die Ursache. Eine Andeutung“ die Umsetzung einer Autobiografie in eine Graphic Novel wunderbar gemeistert. Lukas Kummer schafft es mit seinen Bildern, die verschachtelten und komplizierten Sätze von Thomas Bernhard in einen dynamischen Lesefluss zu bringen, in dem man die Ideen und Erlebnisse des Autors nachvollziehen kann.
[Quelle: Nina Pimentel Lechthoff, Geek-Whisper]

(…) ein so faszinierend beklemmendes wie wohltuend verfremdendes Supplement zum Roman. (…) Mit angehaltenem Atem blättert man an diesem Buch.
[Quelle: Heidemarie Klabacher, Drehpunkt Kultur]

Der Illustrator Lukas Kummer nähert sich der Sprachmacht und erzählerischen Wucht seines Landsmanns respektvoll, doch mit eigenständigem Zugriff.
[Quelle: leic, MÜNCHNER MERKUR]

Nach der Lektüre sehnt man sich umso mehr nach Farben, muss aber eingestehen: Besser lassen sich Bernhards Internatserfahrungen gar nicht zeichnen.
[Quelle: Gerrit Bartels, DER TAGESSPIEGEL]

Die dezenten Zeichnungen stellen sich nicht in den Vordergrund, sondern begleiten den Text, ziehen seine Wiederholungen sorgsam nach und fangen die Stimmung ein, die Bernhard mit Worten vermittelte.
[Quelle: Gerrit Lungershausen, COMICGATE]

Mit sehr viel Respekt, aber dennoch auf zeitgemäße Art und Weise wendet sich der Autor dabei Bernhards Zeit im Internat zu (…).
[Quelle: ZUCKERKICK]

Das für Bernhard typische, seitenlange Erzählen des immer Gleichen, die Variation der Wiederholung, zeichnet Kummer mit präzisem, sparsamem Strich. Und schafft so eine nicht minder bedrückende, schonungslose Abrechnung mit dem Österreich der Nachkriegsjahre.
[Quelle: BERLINER ZEITUNG]

Nachdem das Buch sowohl im Bereich der Comickünstler als auch bei Thomas-Bernhard-Verehrern für Wellengang gesorgt hatte, erwartet man den nächsten Band von Kummer.
[Quelle: Frederick Friesenegger, REICHENHALLER TAGBLATT]

Wie geht man mit der Prosa von Thomas Bernhard grafisch um? Man setzt auf Redundanzen, auf Bildverschleifungen, so wie Lukas Kummer mit der düsteren autobiographischen Erzählung „Die Ursache“. (…) auf nur graduell differierenden Bildern hat Kummer Bernhards Düsternis konsequent in Schwarz-Weiß und Grauschattierungen übersetzt.
[Quelle: Gerrit Bartels, TAGESSPIEGEL]

Kummer hat den Text und auch die Zeichnung auf das Wesentliche beschränkt. In nüchternem Schwarzweiß gehalten, fängt er mit einfachen Strichen die Stimmung auf eine Weise ein, die den Schrecken der Kindheit Bernhards nur allzu gut visualisiert. (…) Der Jungkünstler aus Innsbruck hat mit seinem mutigen Projekt einen erfolgreichen Beitrag zur Graphic-Novel-Szene geleistet. (…) Thomas Bernhard würde es gefallen!
[Quelle: Winona Bach, DELAYMAGAZINE]

Diese „Ursachen“, die Bernhard hier mehr als nur „andeutet“, hinterlassen unauslöschliche Spuren in seinem ganzen Werk. Mit einem präzisen, sparsamen, fast realistischen Strich und einer eindringlichen Wiederholungs- und Variationstechnik gelingt es Lukas Kummer, Thomas Bernhards Erinnerungen an die Schrecken von Internat, Krieg und Nationalsozialismus sichtbar zu machen.
[Quelle: SÜDTIROLER NACHRICHTEN]

Die reduzierte Gleichförmigkeit der Bilder und die Brutalität der Sprache machen die Gewalt deutlich, die von den Machtstrukturen ausgeht, denen der Protagonist ausgesetzt ist, und die ihn immer wieder an Selbstmord denken lässt. (…) Konsequent zeichnet Kummer seine Figuren daher nicht als Individuen, sondern als gesichtslose, in der Masse verschwindende Masken, während der Text Bernhards eine Anklage an die Machtstrukturen der Welt der Erwachsenen formuliert, der die Heranwachsenden ausgeliefert sind.
[Quelle: Jonas Engelmann, LINKE BUCHTAGE]

Lukas Kummer hat das Auflehnen des Ichs gegen die feindliche Umwelt und Bernhards eigenständige Sprache in erschreckend symmetrischen Bildern bravourös nachgestellt.
[Quelle: Giovanni Peduto, FILMBULLETIN]

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