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Coverabbildung von "Thomas Bernhards Salzburg"

Thomas Bernhard Nicolas Mahler (Illustrationen) Manfred Mittermayer (Nachwort) - Thomas Bernhards Salzburg

Thomas Bernhard und Salzburg – die Geschichte einer Hassliebe, kongenial illustriert von Nicolas Mahler.

In Salzburg ist Thomas Bernhard aufgewachsen, hier hat er die prägenden Jahre seines Lebens verbracht, hier sind seine ersten Theaterstücke aufgeführt worden und seine ersten Bücher erschienen. „Eine perfide Fassade, hinter der alles Künstlerische absterben muss“, hat er Salzburg genannt, aber auch immer wieder beschrieben, dass es nichts Schöneres gebe als den Blick vom Mönchsberg hinunter auf die Festspielstadt. Ausgewählte Zitate belegen diese lebenslange Hassliebe, der kongeniale Zeichner Nicolas Mahler illustriert sie mit präzisen, liebevollen Bildern und der Experte Manfred Mittermayer begleitet sie mit einem kenntnisreichen Nachwort. Ein unverzichtbares Geschenk für Salzburg-Fans und Bernhardianer, die schon alles haben!

Erhältlich als

  • Hardcover
    96 Seiten
    Format: 110 x 165
    ISBN: 9783701717620
    Erscheinungsdatum: 05.07.2022
    15,00 inkl. MwSt.
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Autor*innen
Thomas Bernhard

geboren am 9. Februar 1931, gestorben am 12. Februar 1989 in Gmunden (Oberösterreich). 1952-1957 Musik- und Schauspielstudium an der Akademie Mozarteum Salzburg, ab 1957 freier Schriftsteller. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Österreichischer Staatspreis 1967, Georg-Büchner-Preis 1970.

Nicolas Mahler (Illustrationen)

geboren in Wien, ist mehrfach ausgezeichneter Comic-Zeichner und Illustrator. Bekannt wurde er durch seine gezeichneten
Adaptionen von Werken klassischer Weltliteratur (Bernhard, Proust, Musil, Joyce) bei Suhrkamp sowie für seine Comics und Cartoons in „Titanic“, „NZZ“ am Sonntag und der „FAZ“. Im Residenz Verlag zuletzt erschienen "Thomas Bernhards Salzburg" (2022). www.mahlermuseum.com

Manfred Mittermayer (Nachwort)

geboren 1959, lebt in Salzburg. Studium der Germanistik und Anglistik, seit 1984 Lehrtätigkeit an der Universität Salzburg, seit 2012 Leiter des Literaturarchivs Salzburg, seit 2013 (mit Ines Schütz) der Rauriser Literaturtage. Autor von Büchern und Aufsätzen sowie Gestalter von Ausstellungen zur österreichischen Literatur, v.a. zu Thomas Bernhard, sowie Mitglied des Herausgeberteams der 22-bändigen Thomas Bernhard-Werkausgabe bei Suhrkamp. Im Residenz Verlag erschienen: "Thomas Bernhard. Eine Biografie" (2015).

Pressestimmen

Salzburg kann sich in dem Band geehrt und getadelt zugleich fühlen.
[Quelle: Michael Wurmitzer, DER STANDARD]

Köstlich, unverzichtbar für Bernhard-Fans!
[Quelle: E. Rathenböck, KRONE]

Ironisch böse und unkorrekt und deshalb so unterhaltsam und erhellend [...] Mahler verdichtet die literarischen Vorlagen, stürzt sich auf zentrale Sätze, spielt mit historischen Tatsachen und dem Bernhard´schen Zitatenschatz. [...] 30 Zeichnungen, witzig, böse, und immer wunderbar im Zusammenspiel zwischen Text und dessen reduzierter grafsicher Umsetzung sind das Ergebnis der Spurensuche. Wer Salzburg als jene Stadt sehen will, die auf Postkarten verkauft wird, ist bei Mahler und Bernhard falsch. Wer mit beiden in die schwarze Seele der Stadt, hinter brav getünchte Fassaden vordringen will, wird allergrößten Vergnügen finden.
[Quelle: Bernhard Flieher, SALZBURGER NACHRICHTEN]

Best way to be im Heimaturlaub des Jahres mit der Reiselektüre des Jahrzehnts - inklusive Stadtplan mit hilfreichem Verweis auf die Buchseiten und touristisch aufgesmackten Kommentar von Manfred Mittermayer im Abgang. Also, Salzburg kurz und knapp?
[Quelle: pictopia, INSTAGRAM]

Nicolas Mahler, durch viele Bücher als Spezialist für den berühmten Autor ausgewiesen, hat "Thomas Bernhards Salzburg" zeichnerisch festgehalten, oder besser gesagt: den Autor auf einem Gang durch die Stadt begleitet.
[Quelle: PULS24 ENTERTAINMENT]

Nachdem er bereits „Alte Meister“ des österreichischen Schriftstellers (1931-1989) hinreißend adaptiert hat – und auch dessen „Unkorrekte Biografie“ in Szene setzte, kümmert sich Mahler nun um Bernhards Hassliebe zu Salzburg. [...] Die treffend ausgewählten Sentenzen, die Mahler herrlich zurückgenommen illustrierte, drehen sich aber auch um die Festspiele, das Theater, das Leben an sich. Ein fundiertes Nachwort und ein Stadtplan machen das Buch nicht nur für Fans attraktiv.
[Quelle: MÜNCHNER MERKUR]

Mahler ist immer geil, wo er draufsteht, kann man getrost sein Geld versenken. Besonders zum Werk Thomas Bernhards hat er eine genialische Beziehung aufgebaut, die er im smarten Büchlein „Thomas Bernhards Salzburg“ abermals sehr schön zur Schau stellt.
[Quelle: Frank Willmann, KULTUREXPRESSO]

Nicolas Mahler begleitet seine aus früheren Büchern (zuletzt: "Thomas Bernhard. Die unkorrekte Biografie"), bereits bestens eingeführte großnasige Autorenfigur auf einem Spaziergang und fügt den einzelnen Stationen etliche Zitate bei, mit denen die viel beschworene Hassliebe des Autors zu jener Stadt, die ihn am stärksten geprägt hat, unterstrichen wird.
[Quelle: Wolfgang Huber-Lang, APA]

Das informative Nachwort des Bernhard-Biografen Manfred Mittermayer ordnet die Bedeutung Salzburgs in Bernhards Leben ein und ein Epilog des Direktors des Salzburg Museum über die Zusammenarbeit mit Nicolas Mahler rundet das Buch ab, das in all seiner Galligkeit Lust darauf macht, wieder mal nach Salzburg zu reisen (und natürlich wieder mal Bernhard zu lesen!).
[Quelle: Oliver Herzig, xing.com]

Ein eindrucksvolles Buch für Salzburg-Fans und Bernhardianer, das einer legendären Sprache kongeniale Bildwelten beiseite stellt.
[Quelle: PHARMA-TIME]

Weitere Bücher

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Manfred Mittermayer - Thomas Bernhard

Eine Biografie

Polarisierender Skandalautor, Klassiker der Weltliteratur, weltberühmter Dramatiker, österreichisches Phänomen: All das und noch viel mehr war Thomas Bernhard, dessen umfassende Biografie nun vorliegt. Der Thomas Bernhard-Experte Manfred Mittermayer fasst Leben und Werk des Autors in eine große Erzählung, die von Bernhards „Herkunftskomplex“ – der Familie seines Großvaters Johannes Freumbichler– bis zu seinem frühen Tod nach jahrelanger Krankheit reicht. Differenziert zeichnet Mittermayer das vielschichtige öffentliche Erscheinungsbild, aber auch die privaten Lebensstationen nach und setzt die wesentlichen Prosawerke und Theaterstücke in Bezug zu einem Lebensweg, der untrennbar mit der Nachkriegsgeschichte verbunden ist.

Coverabbildung von 'Autobiographische Schriften in einem Band'

Thomas Bernhard Erwin Wurm (Illustrationen) - Autobiographische Schriften in einem Band

Eine einzigartige Ausgabe: Zum Gedenken an den von ihm verehrten Thomas Bernhard gestaltet der international anerkannte Künstler Erwin Wurm ein ganz besonderes Buch. Er widmet dem Autor eine Serie von neuen Zeichnungen – zärtlich, ironisch und sehr persönlich. „Die Ursache“ und ihre Folgen: In fünf Erzählungen zwischen Dichtung und Wahrheit legt Thomas Bernhard offen, wie er der Schriftsteller wurde, der er war – von der Kindheit über die Internatszeit in Salzburg, die Lehre und das Studium bis zur Isolation des Achtzehnjährigen in einer Lungenheilstätte. Wer die Welt des Thomas Bernhard verstehen will, findet hier den Schlüssel.

Coverabbildung von 'Ein Kind'

Thomas Bernhard - Ein Kind

Thomas Bernhards Kindheitsjahre, der Anfang am Ende, ein Martyrium beginnt: die Schande einer unehelichen Geburt und der Vorwurf der Mutter: Du hast mein Leben zerstört! Es sind Jahre des Schreckens und des Krieges. Und es ist eine Zeit fern der Idylle, wenn auch nicht ohne Augenblicke des Hochgefühls.

Coverabbildung von 'Die Kälte'

Thomas Bernhard - Die Kälte

Eine Isolation

Mit der Einweisung in die Lungenheilstätte Grafenhof beginnt ein neues Kapitel in der Leidensgeschichte des jungen Thomas Bernhard. In der Isolation des Sanatoriums ist er den Ärzten, dem Pflegepersonal, den Mitpatienten und nicht zuletzt sich selbst und seinem Willen ausgeliefert. In der Hoffnungslosigkeit übt er die Auflehnung.

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Thomas Bernhard - Der Atem

Eine Entscheidung

Durch eine schwere Lungenkrankheit wird Thomas Bernhard, nicht einmal achtzehnjährig, aus seinem Leben gerissen. Sein Körper zwingt ihn in die Isolation der Krankenhaussäle, in die Gesellschaft der gerade noch Lebenden. Seine letzte Station ist das Badezimmer, aus dem nur die Toten wieder herauskommen. Dort weiß er plötzlich, dass er nicht aufhören darf zu atmen, dass er leben will.

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Thomas Bernhard - Der Keller

Eine Entziehung

Eines Morgens beschließt der Schüler, sich seinem Leben zu entziehen. Im Keller, am Rande der verhassten Stadt, im Wohngetto der Besitzlosen und Kriminellen, sucht Thomas Bernhard sich eine Lehrstelle in einer Lebensmittelhandlung. Er lernt dort die von der Gesellschaft Ausgestoßenen kennen, und er lernt sich selbst begreifen.

Coverabbildung von 'Die Ursache'

Thomas Bernhard - Die Ursache

Eine Andeutung

Die Ursachen waren verheerend: das Internat ein Kerker, die Stadt eine Todeskrankheit, der Krieg und der Großvater, der ihm nur von Großem sprach, von Mozart, Rembrandt und Beethoven. Die Ursachen waren zerstörerisch, und sie hinterließen unauslöschliche Spuren im Leben und im Werk Thomas Bernhards.

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Thomas Bernhard - Die Autobiographie

Die Ursache / Der Keller / Der Atem / Die Kälte / Ein Kind

Einzigartig und einmalig: die autobiographischen Erzählungen Thomas Bernhards in einem Band! "Die Ursache" und ihre Folgen: In fünf Erzählungen zwischen Dichtung und Wahrheit legt Thomas Bernhard offen, wie er der Schrifsteller wurde, der er war - von der Kindheit über die Internatszeit in Salzburg, die Lehre und das Studium bis zur Isolation des Achtzehnjährigen in einer Lungenheilstätte. Wer die Welt des Thomas Bernhard vestehen will, findet hier den Schlüssel: "Das ist die Geschichte eines jungen Menschen, auf dem eigentlich nur herumgetrampelt worden ist, sei es von Seiten der Stadt, ihrer Bewohner, der Verwandtschaft, ganz gleich." (Thomas Bernhard)

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Im ersten Band seiner Autobiographischen Schriften betreibt Thomas Bernhard eine Ursachenforschung, die nichts und niemanden verschont: das Internat war ein Kerker, die Stadt Salzburg eine Todeskrankheit, die Vernichtung allgegenwärtig. Die einzige Lichtgestalt war der Großvater, der ihm von Mozart, Rembrandt und Beethoven erzählt. Diese „Ursachen“, die Bernhard hier mehr als nur „andeutet“, hinterlassen unauslöschliche Spuren in seinem ganzen Werk. Mit einem präzisen, sparsamen, fast realistischen Strich und einer eindringlichen Wiederholungs- und Variationstechnik gelingt es Lukas Kummer, Thomas Bernhards Erinnerungen an die Schrecken von Internat, Krieg und Nationalsozialismus sichtbar zu machen.

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Im zweiten Band der Autobiographischen Schriften beschließt der Schüler Thomas Bernhard, sich seinem Leben zu entziehen. Statt weiterhin die Schule zu besuchen, findet er im Keller einer Lebensmittelhandlung am Rande der verhassten Stadt, im Wohngetto der Besitzlosen und Kriminellen, eine Lehrstelle. Er lernt dort die von der Gesellschaft Ausgestoßenen kennen, denen er sich nahe fühlt, und er lernt erstmals, was es heißt, angenommen zu werden und „nützlich“ zu sein. Der Alltag im „Keller“ erweist sich als heilsam, die „Vorhölle“ wird zur „Zuflucht“, bis eine schwere Krankheit Bernhards Lehre ein jähes Ende setzt. Für den Ton des Autors findet Lukas Kummer hier eine aufgelockerte Bildsprache. Er begleitet Thomas Bernhard mit präzisem Strich durch diese vielleicht hellste Zeit seiner Jugend.

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