Titel

Peter Rosei - Karst

Jana, ehrgeizige Tochter eines abgewirtschafteten Hoteliers aus der slowakischen Tatra, hat nichts als ihre Schönheit, um ihre Träume von einem besseren, aufregenderen Leben im reichen Westen zu verwirklichen. Sie begegnet dem Profiteur Gstettner, der von Wien aus seinen trüben Geschäften nachgeht – ob gefälschte Designermode oder verzweifelte Flüchtlinge, Gstettner handelt mit allem. Tone Kral, der Bauernsohn aus dem slowenischen Karst, der sich als Kellner und Gigolo durchschlägt, und der gealterte Wiener Theaterkritiker Kalman komplettieren das Quartett lebenshungriger Existenzen, die in der Grauzone zwischen alter und neuer politischer Ordnung versuchen, sich durchzulavieren.

Erhältlich als

  • Hardcover
    176 Seiten
    Format:125 x 205
    ISBN: 9783701716906
    Erscheinungsdatum: 16.01.2018
    22,00 inkl. MwSt.
  • E-Book
    ISBN: 9783701745678
    Erscheinungsdatum: 16.01.2018

    Empfohlener Verkaufspreis
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Produktdetails

Autor
Peter Rosei

geboren 1946 in Wien. 1968 promovierte er zum Doktor der Rechtswissenschaften. Seit 1972 lebt er als freier Schriftsteller in Wien und auf Reisen. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. Franz-Kafka-Preis 1993, Anton-Wildgans-Preis 1999, Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 2007 und Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 2016. Zuletzt erschienen: „Das große Töten“ (2009), „Geld!“ (2011), „Madame Stern“ (2013), „Die Globalisten“ (2014), „Wien Metropolis“ (Neuauflage 2016), „Die Wiener Dateien“ (5 Bande im Schuber, 2016), "Karst" (2018).

 

Pressestimmen

Eine Versuchsanordnung aus der Welt des Neoliberalismus. (…) In seiner elegant-lakonischen Sprache schält Rosei die Nervenfäden der Beziehungen heraus. (…) Es ist mit beträchtlichem Lesevergnügen verbunden.
[Quelle: Erwin Riess, DIE PRESSE]

Rosei liefert darin eine knappe, aber trotzdem vielschichtige Bestandsaufnahme einer Gesellschaft, in der Gleichgültigkeit zunehmend wichtiger wird als Solidarität.
[Quelle: ORF ZIB 1]

Mitteleuropäisches Durchlavieren
[Quelle: VORARLBERGER NACHRICHTEN]

Der österreichische Meistererzähler siedelt seinen Krimi im Karst an. (…) Empfehlenswert!
[Quelle: ÖSTERREICH]

Dieser Roman des österreichischen Autors Peter Rosei ist ein bitterböses Kammerspiel, das die Begleiterscheinungen unserer neoliberal ausgerichteten Weltordnung schonungslos aufzeigt. (…) Peter Rosei hält der Gesellschaft gekonnt den Spiegel vor, indem er, gar nicht einmal so überzeichnet, einen Gesellschaftsroman unserer Zeit schreibt. Das ist zwar nicht erbaulich, doch literarisch sehr erfreulich. Roseis Prosa ist klar, definitiv sehr österreichisch, ohne sich dabei einer Dialektvariante hinzugeben. Elegant zu lesen ist „Karst“ auch, weshalb dieser Roman ein sehr spannendes Leseerlebnis bietet.
[Quelle: Roland Freisitzer, SAND AM MEER]

Der studierte Jurist lässt Plätze frei, auf denen man selbst im Geist spazieren gehen muss. Manchmal ist gar kein ganzer Satz von ihm mehr notwendig. Rosei reichen alleinstehende Wörter. Eindeutig will er garantiert nicht sein. Fest steht nur: Lachen (…) wird man nicht können. Zu haltlos. Zu rücksichtslos. Orientierungslos, gierig und dergleichen.
[Quelle: Peter Pisa, KURIER]

Über die Orientierungslosigkeit der Protagonisten und wohl auch der Zeit ist Peter Rosei ein absolut lesenswertes Buch gelungen.
[Quelle: Sirod, LITERATUR-BLOG.at]

Ein kleines, tückisches Meisterwerk. (…) Man muss dieses famose Buch lesen, um zu wissen wie es um uns Besserwisser bestellt ist. Ein kleines, ein meisterliches Werk.
[Quelle: Ronald Pohl, DER STANDARD]

Der Roman handelt an verschiedenen Schauplätzen: Tatra Gebirge in der Slowakei, Budapest, Triest, Istrien und Wien. Beim Lesen bekommt man auch Lust, diese Orte (auch wenn man sie schon kennt) zu besuchen.
[Quelle: Johann Günther, GOODREADS]

Rosei hat ein – im wörtlichen Sinn – "fabel"haftes und lesenswertes Buch geschrieben. (…) Die Sozialkritik, immer wieder ein wichtiges Element in den Werken Roseis, blitzt in seinen Kommentaren, die freilich nicht als solche kenntlich sind, auf. Er bringt sie nebenbei und unaufdringlich an, mit einer Feinheit, die wenige österreichische Autorinnen und Autoren beherrschen. Dazu kommt, dass das meisterhaft geschriebene Buch, und zwar wiederum nebenbei, ein kleiner Reiseführer ist, was keinesfalls unerwähnt bleiben darf. (…) Rosei hat's drauf, was er hier abliefert, ist wirklich großartig. Ein selten schönes und poetisches Buch.
[Quelle: Janko Ferk, LITERATURHAUS WIEN]

Peter Roseis exzellenter neuer Roman „Karst“. (…) Peter Rosei, mehrfach ausgezeichneter Schriftsteller aus Wien (Jg. 1946), ist ein Meister in der Kunst der Verknappung.
[Quelle: Christian Pichler, NEUES VOLKSBLATT]

Ein kleiner, feiner Roman, der mit wenigen Worten auskommt und uns dennoch den Narrenspiegel vorhält. Unbedingt lesenswert.
[Quelle: Oliver Herzig, XING)

Der ständige Perspektivwechsel lässt die Fäden überzeugend in Wien zusammenlaufen. Die episodenhaften Schilderungen zeichnen in sparsamen und präzisen Sätzen die Personen differenziert aus und fangen Stimmungen der Langeweile und des Überdrusses, die letztlich in eine Katastrophe führen, überzeugend ein. Als gesellschaftskritische Parabel empfohlen.
[Quelle: Gabriele Fachinger, EKZ BIBLIOTHEKSSERVICE]

„Karst“ bedeutet ursprünglich steiniger und unfruchtbarer Boden. Für Peter Rosei ist das Wort eine Metapher für den momentanen Zustand unserer Gesellschaft. (…) Peter Rosei möchte nicht moralisieren, sondern Bilder zeichnen und Denkschauplätze schaffen. Das ist ihm mit „Karst“ gelungen.
[Quelle: Hanna Ronzheimer, EX LIBRIS]

Böse, entlarvend, gut.
[Quelle: Sebastian Fasthuber, FALTER]

Veranstaltungen
Lesung
Café Museum, Operngasse 7, 1010 Wien
Lesung
Heuriger Eckert, Strebersdorfer Str. 158, 1210 Wien

Weitere Bücher des Autors / der Autorin

Das große Töten

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Eigentlich beginnt alles ganz harmlos. Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Paul Wukitsch ist mit einer Intelligenz ausgestattet, die ihresgleichen sucht. Seine Mutter ermöglicht ihm ein Theologiestudium, doch Pauls Skepsis dem System Kirche gegenüber hat einige Verstöße und schließlich seinen Ausschluss aus dem Priesterseminar zur Folge … Auch Alexander Altmann macht eine abweichende Karriere. Er hat zwar reich geheiratet, doch als seine Frau Ulla Selbstmord begeht und damit einen Skandal heraufbeschwört, wendet sich das Blatt … Zwei Lebenswege, wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten. Als diese Wege sich kreuzen, nimmt die Geschichte einen überraschenden Verlauf … Peter Rosei spannt den Bogen vom Beginn des 20. bis in das 21. Jahrhundert. Kaleidoskopartig angeordnet bilden seine Figuren ein dichtes Tableau spannungsreicher Verhältnisse. Lakonisch und doch mit der ihm eigenen Musikalität beschreibt Rosei die Wirkung eines übergeordneten Systems auf das Individuum und erzählt vom langsamen Heranreifen fantastischer und ganz und gar vorstellbarer Katastrophen.

Geld!

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Das Leben ist nur eine Chance, und Georg Asamer hat sie genützt: Er hat es zum Eigner einer höchst erfolgreichen Werbeagentur gebracht. Als er mit seinem Protegé Andy Sykora einen Nachfolger installiert, muss er erkennen, dass er alt geworden ist – die Geschäftsstrategien haben sich geändert. Auch Hans Falenbruck, eine Zufallsbekanntschaft von Sykora, Erbe eines Schweizer Pharmakonzerns, geht mit der Zeit: Er reist nach Wien, um von hier aus die Eroberung der Ostmärkte zu betreiben. Irma Wonisch wieder, Tochter aus gutem Haus, eine alte Liebe von Falenbruck, tut sich mit Tom Loschek zusammen. Der aufstrebende Broker weckt mit aparten Investitionsideen den Abenteurergeist, der sie alle verbindet ... Peter Rosei führt uns in die Brennkammer jener Welt, wo auf Umwegen und doch fast gesetzmäßig jenes Klima entsteht, in dem sich zerstörerische Wünsche mit himmelstürmenden Hoffnungen paaren. „Geld!“ ist ein lakonischpackendes Buch, ein scharfsinnigböses Puzzle mit komödiantischen Zügen.

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