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Coverabbildung von "Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen"

Barbara Frischmuth - Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen

Über die Natur nachdenken mit der wunderbaren Autorin und leidenschaftlichen Gärtnerin Barbara Frischmuth

Natur und Kultur lassen sich nicht voneinander abgrenzen. Ständig greifen sie ineinander über, ob sichtbar oder unsichtbar, gelegentlich auch ohne zu harmonieren. Seit jeher versucht der Mensch, die Natur zu zähmen, sie sich untertan zu machen. Je spektakulärer ihm das gelingt, desto seltener denkt er daran, wie abhängig er noch immer von ihr ist. Am deutlichsten wird das in der Sprache, mit der wir versuchen, die Natur zu benennen und zu beschreiben, ob erzählend, poetisch, sachlich oder wissenschaftlich. In ihrem Essay versucht Barbara Frischmuth zu zeigen, wie Natur in Alltag, Literatur, Kultur und Wissenschaft zur Sprache kommt. Die Natur zu unterschätzen, wäre lebensgefährlich. Sie zu schätzen, ja zu lieben, eine menschenwürdige Erkenntnis.

Erhältlich als

  • Klappenbroschur
    Aus der Reihe "Unruhe bewahren"
    80 Seiten
    Format: 140 x 220
    ISBN: 9783701735280
    Erscheinungsdatum: 13.04.2021
    18,00 inkl. MwSt.
  • E-book
    Aus der Reihe "Unruhe bewahren"
    80 Seiten
    ISBN: 9783701746576
    Erscheinungsdatum: 13.04.2021

    Empfohlener Verkaufspreis
    12,99 inkl. MwSt.
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Produktdetails

Beschreibung

Die Reihe UNRUHE BEWAHREN antwortet auf eine Gegenwartstendenz, die immer ungemütlicher wird. Dem Fortschritt der Moderne wohnt eine Verschleißunruhe inne, während die Vergangenheit zunehmend entwertet und die Zukunft ihrer Substanz beraubt wird. Dagegen steht das Prinzip Anachronie. Engagierte Zeitgenossenschaft sollte mit dem Mut zur Vorsicht ebenso wie mit der Leidenschaft für das Unzeitgemäße verknüpft werden. UNRUHE BEWAHREN ist daher auch das Motto, dem sich die Frühlings- und Herbstvorlesungen der Akademie Graz verschrieben haben.
Herausgegeben von Astrid Kury, Thomas Macho, Peter Strasser
Beratung: Harald Klauhs

Autor*innen
Barbara Frischmuth

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und ist seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebt seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt sind folgende Neuauflagen erschienen: „Bindungen“ (2013) und „Machtnix oder Der Lauf, den die Welt nahm“ (2018). Zuletzt erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021).

Pressestimmen

Die Autorin ist tief verwurzelt in ihrem Heimatort, wo sie seit über zwei Jahrzehnten wieder lebt. Dass sie auch mit der Natur eng verbunden ist, davon erzählen ihre literarischen Gartenbücher. Ihr neues Buch “NATUR und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ ist anders.
[Quelle: Wolfgang Huber-Lang, APA, SALZBURGER NACHRICHTEN]

Die Schriftstellerin, lange mit Gärtnern befasst, bevor es Bobo-Mode wurde, versucht der Natur in Essayform beizukommen.
[Quelle: Erich Klein, FALTER]

In ihrem Plädoyer für Achtsamkeit, Entschleunigung und Ressourcenschonung berührt Frischmuth den Puls der Zeit.
[Quelle: Maria Renhardt, DIE FURCHE]

…Sätze von zeitloser Gültigkeit…
[Quelle: Heinz Janisch, Ö1 EX LIBRIS]

Sie plädiert in ihrem Essay für eine neue Form des Sprechens über Natur, eine, die nicht andauernd nach Unterschieden (etwa zwischen Kultur und Natur) sucht, sondern nach Verbindungen.
[Quelle: Christoph Hartner, KRONE]

Diese Theorie-Expedition ist voll keineswegs neuer Erkenntnisse, die jedoch ungewöhnlich fundiert und pointiert formuliert werden und angesichts dieser das Verhältnis Mensch und Natur in hohem Maße tangierenden weltweiten Pandemie hohe Aktualität bekommen.
[Quelle: Herbert Pfarrhofer, APA SCIENCE]

Im vorliegenden Essay versucht Barbara Frischmuth Natur zu definieren und aufzuzeigen, wie sie in der Literatur zu Wort kommt. Aber nicht nur in der Literatur, auch in Wissenschaft und Kultur.
[Quelle: Johann Günther, AUSTRIA-FORUM]

So ist ein lebensbegleitender handlicher Band zur unentbehrlichen Lese-Wiederkehr entstanden.
[Quelle: KULTURPUNKT]

Im Essay „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache nachzukommen“ zeigt Frischmuth, dass alte Gegensätze wie Natur versus Geist oder Natur versus Kultur ausgedient haben.
[Quelle: Cornelius Hell, DIE PRESSE]

Ebenso akribisch recherchiert hat die passionierte Gärtnerin für ihren frisch im Residenz Verlag erschienenen Essay „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“, in dem sie nachspürt, „wie man über Natur spricht in verschiedenen Zeitaltern und Literaturarten.“
[Quelle: Karin Schütze, OÖ NACHRICHTEN]

Frischmuth hat in Vergangenheit und Gegenwart akribisch zum Thema geforscht und bei der Analyse der Schriften von Wissenschaftlern, Dichtern und Denkern Interessantes zu Tage gefördert.
[Quelle: Antje Peters-Reimann, GARTENGESELLSCHAFT]

Mit klaren Worten und viel Hintergrundwissen schreibt Frischmuth darüber, dass Natur noch immer als „leblose Ressource“ begriffen wird und ein Umdenken letztendlich auch eine Frage des Überlebens sein wird – unseres eigenen.
[Quelle: KLEINE ZEITUNG]

Sie versucht hier durch einen erweiterten Naturbegriff die Trennung von Mensch und Natur bzw. Natur und Kultur zu überwinden.
[Quelle: Peter Vodosek, EKZ]

Nach der Lektüre spaziert man anders durch den Wald. Und will mehr davon.
[Quelle: WELT AM SONNTAG]

Frischmuths solcherart veredelter Natur-Essay ist lesenswert, leitet dank pointierter Zitate weiter und fußt neben dem Können und Wissen der Autorin auf jenem Naturerleben, das sie tagtäglich für sich verbuchen kann.
[Quelle: Gerhard Strejcek, WIENER ZEITUNG]

Sie plädiert für ein neues Denken, in dem sich der Mensch in Interaktion sieht mit den anderen Lebewesen auf dem Planeten – und mit den Pflanzen, deren Intelligenz mittlerweile erforscht wurde.
[Quelle: Cornelius Hell, Ö1 EX LIBRIS]

Literatur, die weit über die Dauer ihrer Lektüre hinaus nachhallt: Barbara Frischmuth.
[Quelle: Julia Kospach, DER STANDARD]

Sie ist Österreichs Autorin mit den vielleicht offensten Augen für die weite Welt – und dem weitesten Herzen dafür.
[Quelle: Anne-Catherine Simon, DIE PRESSE]

In diesem Frühjahr hat der Residenzverlag in seiner Reihe „Unruhe bewahren“ einen hochinteressanten Essay der ausgewiesenen Naturkennerin und Gärtnerin Frischmuth herausgebracht, in dem sie aufzeigt, wie Natur im Alltag, in Literatur, Kultur und Wissenschaft zur Sprache kommt.
[Quelle: Maria Fellinger-Hauer, KIRCHENZEITUNG LINZ]

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Barbara Frischmuths furioses Debüt: die enge Welt eines katholischen Mädchenpensionats, seiner Schülerinnen und ihrer Wünsche, seiner Lehrerinnen und ihrer Regeln – Ausdruck einer konsequenten Erziehung zur Unfreiheit des Empfindens, Denkens und Handelns. Der Schlafsaal ist der Ort, an dem wir die Nacht verbringen. Wo wir lachen, wenn es einen Anlass gibt – mit vorgehaltener Hand, den Umständen entsprechend – und wo wir weinen, wenn es sein muss – wenn wir glauben, dass alle anderen schlafen.

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und andere Erzählungen

Barbara Frischmuth ist eine Meisterin der stilistischen Vielfalt: Mit viel Einfühlungsvermögen nähert sie sich mal realistisch, mal absurd-grotesk den Schwierigkeiten und Mühen des menschlichen Zusammenlebens. Frischmuth erzählt von Abschieden und Anfängen. Sei es in der Geschichte um eine junge Archäologin, die sich mit Liebeskummer zu ihrer Schwester zurückzieht und eine kathartische Erfahrung durchlebt, sei es im vorgeschobenen Streit zwischen der Großmutter und ihrer Enkelin um die Suche nach einer Feile. Mit verspielter Erzählfreude lässt Frischmuth vor allem eines aufblitzen: Die Wirklichkeit ist immer wieder ein Experiment.

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